Informationsveranstaltung der VIP Medienfonds 3 und 4

 

Kapitalmarktrecht: VIP Medienfonds 4 – Verjährung der Ansprüche zum 30.06.2008!!!

Anleger des VIP Medienfond 4 müssen jetzt handeln!

Die Schadenersatzansprüche gegen die Commerzbank AG u.a. verjähren zumindest teilweise nach drei Jahren nach Beitritt, so dass die Ansprüche Ende 2007 verjährt wären. Die Fondgesellschaft sowie die als Berater fungierende Commerzbank AG haben im Einvernehmen mit den Anlegerschutzkanzleien eine  bis zum 30.06.2008 befristete Verjährungsverzichtserklärung abgegeben.

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Anleger der VIP Medienfonds 3 und 4 versuchen Kräfte zu bündeln.

 

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Anleger der VIP Medienfonds 3 und 4 versuchen Kräfte zu bündeln.

 

Letzten Sonntag (4.11.2007) fand im Düsseldorfer Congress Centrum eine Informationsveranstaltung für Anleger der VIP-Medienfonds 3 und 4 statt, die ein breites Bündnis aller unterschiedlichen Anleger-Initiativen schaffen will. Initiiert war die Veranstaltung direkt von Gesellschaftern der VIP Medienfonds, die auch als Kandidaten für den Anlegerbeirat zur Verfügung stehen: Herr Wilhelm Alms, Herr Herbert Brehl, Herr Detlef Damboldt, Herr Dr. Walter Mages und Herr Dr. Gerd Schneider. Auch die Kanzlei JUSTUS Rechtsanwälte & Steuerberater war anwesend.

Eröffnet wurden die insgesamt 10 Redebeträge durch den Gesellschafter Herrn Herbert Brehl aus Köln. Er stellte die Mitglieder es Podiums vor und verwies einleitend auf den Zweck der Veranstaltung. Neben umfangreicher unabhängiger Information soll auch eine kollektive Ebene zum gemeinsamen Handeln ermöglicht werden. Insbesondere verwies er auf die ausgefallene Gesellschafterversammlung der VIP Medienfonds 3 und 4 vom September, die in seinen Augen dieses koordinierte gemeinsame Handeln der Anleger gerade unterbinden sollte.

Im Anschluss stellte der Zeichner Dr. Gerd Schneider die gesellschaftsrechtlichen Strukturen der VIP-Medienfonds 3 und 4 dar. Er zeigte anschaulich, wie durch die Verflechtung der einzelnen Gesellschaftsteile und der handelnden Personen der Geschäftsführer Andreas Schmidt seine Macht über den gesamten Fonds ausübte. Es sei davon auszugehen, dass er auch jetzt noch – aus der Justizvollzugsanstalt heraus – die Geschicke des Fonds weiter lenke.

Ein Rechtsanwalt referierte über anhängige Klageverfahren gegen die vertriebsverantwortliche Commerzbank. Während anfangs jeder Einigungsversuch der klagenden Anleger zurückgewiesen worden sei, scheint sich nun das Blatt zu wenden. Die ersten Vergleiche seien bereits geschlossen und mit weiterer Erhöhung des Drucks auf die Bank sei auch weiteres Nachgeben wahrscheinlich. Ausschlaggebend für den Erfolg der Klagen sei die individuelle Beratungssituation und deren Beweisbarkeit der klagenden Anleger.

Andere Anlegeranwälte stellten die steuerliche Situation der VIP-Medienfonds nach dem Münchner Finanzbeschluss vom Oktober dar. Die Chancen auf Annerkennung der Steuervorteile seien deutlich gesunken. Das Gericht verweise darauf, dass bei der Konzeption des Fonds die so genannte „ZDF-Entscheidung“ unberücksichtigt blieb, bei der zweifelsfrei festgestellt worden sei, dass Zahlungen an Produktionsdienstleister zu Umlaufvermögen und nicht zu Anlagevermögen führen. Es besteht daher die Möglichkeit gegebenenfalls bei den Beraterfirmen Rückgriff zu nehmen. Voraussetzung hierfür wäre allerdings die Offenlegung aller Mandatsverträge – hierzu sei eine entsprechende Machtstellung der Anleger in der Fondsstruktur unumgänglich.

Ferner wurde über den Stand des Strafverfahrens gegen Herrn Andreas Schmidt berichtet, in dem die Staatsanwaltschaft eine Freiheitsstrafe von bis zu sieben Jahren beantragt habe. Zwar stehe die Schlussrede der Verteidigung noch aus, aber nach deren bisherigen Vorbringen sei mit einer Verurteilung – vielleicht nicht in dieser Höhe – zu rechnen.

Die Diplom-Betriebswirtin Frau Kerstin Kondert wies auf einige gravierenden Prospektfehler in dem Emmissionsprospekt der VIP Medienfonds 3 und 4 und auf die aus ihrer Sicht schlechte betriebswirtschaftliche Situation der Fonds hin.

Im Anschluss stellte eine Rechtsanwalt Handlungsmöglichkeiten dar, die den Einfluss der Zeichner auf die Führung der Medienfonds stärken können. Insbesondere sei die Wahl handlungsfähiger und handlungswilliger Anlegerbeiräte von großer Bedeutung. Hierzu sei es für die Zeichner erforderlich bei der anstehenden Gesellschafterversammlung aktiv mitzuwirken oder Stimmvollmachten einzusetzen um einem Missbrauch der Stimmrechte durch den Treuhändler entgegen zu wirken.

Schließlich bekräftigte der Gesellschafter Dr. Gerd Schneider nochmals den Appell an die Mitgesellschafter ihr Stimmrecht aktiv wahrzunehmen. Er sicherte – auch im Namen der Anderen Beiratskandidaten – den Anwesenden zu sich aktiv und unabhängig für die Interessen aller Zeichner einzusetzen.

Die Rechtsanwälte der Berliner Anlegerschutzkanzlei Justus</personname /> begrüßen den Vorstoß die Kräfte aller Anleger zu bündeln und haben sich an der durchaus erfolgreichen Veranstaltung gerne beteiligt. Befürchtungen, beteiligte Anwaltskanzleien würden die Kooperation nur auf einen geschlossenen Kreis von Anlegervertreter beschränken, haben sich bisher nicht bewahrheitet. Offenbar ist man auch auf dieser Ebene bereit, Eigeninteressen hintanzustellen, um die gemeinsame Sache nicht zu gefährden.

 


Schadenersatzansprüche der Anleger können bestehen aus Prospekthaftung, aus fehlender oder nicht ausreichender Beratung bei Vertragsschluss sowie u.U. aus deliktischer Haftung. Betroffenen Anlegern, die wohl demnächst mit Rückforderungen durch die Finanzämter zu rechnen haben, ist aufgrund der kurzen Verjährungsfristen zu raten, unverzüglich einen spezialisierten Rechtsanwalt aufzusuchen, der mögliche Schadensersatzansprüche prüfen und die Verjährung verhindern kann.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Für die schriftliche Erstberatung, welche auch die Deckungsanfrage bei Ihrer Rechtsschutzversicherung umfasst, drucken Sie bitte einfach das Auftragsformular für geschädigte Kapitalanleger aus und senden es ausgefüllt, zusammen mit den Zeichnungsscheinen und den wesentlichen Unterlagen zu. Für die Erstberatung ensteht Ihnen eine Gebühr in Höhe von lediglich 95,20 €. Gern können Sie sich auch unverbindlich per Email oder Telefon an uns wenden.

Lesen Sie hier mehr zum VIP-Medienfond

Ansprechpartner:

 

Knud J. Steffan
Rechtsanwalt

JUSTUS Rechtsanwälte & Steuerberater
Eberswalder Straße 26
10437 Berlin

Tel.: 030 / 440 449 66
Fax: 030 / 440 449 56

E-mail: Steffan@kanzleimitte.de

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Medienfonds und Filmfonds

Mit Hilfe von Medienfonds sollen Film- und Fernsehproduktionen bei der Finanzierung unterstützt werden. Bekannt sind vor allem KGAL oder Hannover Leasing. Was grundsätzlich wie eine rentable und auch allgemeinnützige Anlageform aussieht, stellte sich jedoch in der Praxis oft als Risikogeschäft für den Anleger heraus, auch wenn einige der finanzierten Filme sich zu Kassenschlagern entwickelten.

Das Wesen der Medienfonds

In der Sache werden die Medienfonds als geschlossene Fonds vermarktet, der potentielle Anleger kann eine Beteiligung also nur während eines bestimmten Zeitraums zeichnen. Als Anreiz für die Beteiligung wird er dann am Einspielergebnis beteiligt. Die Medienfonds werden meist in der Rechtsform der GmbH & Co KG betrieben; dies führt dazu, dass im Falle der Insolvenz des Fonds eine Haftung für Einlageverluste schwierig zu realisieren ist, da die Gesellschafter der GmbH als diejenigen, die maßgeblich das Geschäft des Fonds gesteuert haben, persönlich nicht haften müssen.

Medienfonds als angebliches Steuersparmodell

Grund für eine Beteiligung an Medienfonds war in der Vergangenheit auch häufig eine steuerliche Besonderheit in Deutschland: es konnten im ersten Jahr der Beteiligung bis zu 100 % der Einlage steuerlich berücksichtigt werden. Diese Möglichkeit wurde 2005 durch eine Gesetzesnovelle beseitigt. Bereits seit 2001 wurde die steuerliche Vergünstigung nach dem so genannten Medienerlass des Bundesfinanzministeriums nur gewährt, wenn die Gesellschafter des Fonds als „Filmhersteller“ gelten konnten, sie auf die Produktion des Films also maßgeblichen Einfluss ausübten. Dies war insbesondere dann problematisch, wenn nur einmal jährlich eine Anlegerversammlung stattfand, bei der eine allgemeine Information über die Filmprojekte gegeben wurde. Auch die Vertretung durch einen Beirat zu diesem Zweck konnte die Steuervergünstigung nur dann herbeiführen, wenn sich darin Fachkundige aus der Film- und Fernsehbranche befanden.

Risiken bei Medienfonds

Allerdings war auch die Beteiligung an den Medienfonds an sich für viele Anleger risikoreich: schließlich handelt es sich um einen Geschäftsbereich, in dem der normale Anleger kaum Erfahrung besitzt, er die Qualität und den Erfolg der produzierten Filme also kaum bewerten kann.
Auch ergaben sich durch die veränderten Möglichkeiten zur steuerlichen Geltendmachung vielfach Nachteile für die Anleger; diese wurden oftmals explizit mit dem Versprechen der Steuerersparnis zur Beteiligung am Fonds verleitet. Nach Änderung der Steuerpraxis folgten dann Nachforderungen durch die Finanzämter. Teilweise wurden die Kunden trotz Kenntnis des Fondsanbieters nicht über diesen Sachverhalt aufgeklärt oder Fondsprospekte falsch gestaltet, so dass es für diese möglich ist, sich von den Fonds zu lösen. Allerdings besteht diese Möglichkeit im Regelfall nur dann, wenn die Vermittler des Filmfonds die maßgeblichen Fakten auch tatsächlich kannten.

Inzwischen sind Medienfonds als Anlage aus den genannten Gründen wohl nicht mehr attraktiv.

Für Informationen oder die schriftliche Erstberatung, welche auch die Deckungsanfrage bei Ihrer Rechtsschutzversicherung umfasst, füllen Sie einfach unverbindlich das
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Für die Erstberatung entsteht Ihnen eine Gebühr in Höhe von 80,- € inkl. MwSt. Gern können Sie sich auch zunächst per Email oder Telefon an uns wenden oder zurückrufen lassen.
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Ansprechpartner:
Rechtsanwältin Stephanie Schulze
Rechtsanwalt Knud J. Steffan
Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht
JUSTUS Rechtsanwälte
Eberswalder Straße 26
10437 Berlin