Göttinger Gruppe muss ordnungsgemäße Aufklärung beweisen

Göttinger Gruppe * Securenta AG * Verjährung * Beweislast

BGH bestätigt weiter die Ansprüche von Anlegern der Göttinger Gruppe

Der zweite Zivilsenat des BGH hat mit seinem Urteil vom 2.01.2006 seine anleger- und verbraucherfreundliche  Rechtssprechung konsequent fortgesetzt.

Mit dem Urteil hebt der BGH die Entscheidung des OLG Braunschweig zugunsten des Anlegers auf und betont erstmals, dass der Finanzdienstleister Göttinger Gruppe in wesentlichen Punkten selbst beweisen muss, dass er den Anlegern nicht zum Schadenersatz verpflichtet ist.

Die Anleger stellten in dem Verfahren die Behauptungen auf, die Anlagenvermittler hätten zu hohe Renditen vorgespiegelt und der Finanzdienstleister habe zugesicherte Investitionen schlicht unterlassen sowie die Anleger unzureichend über Probleme mit der Finanzaufsicht aufgeklärt. Die Göttinger Gruppe muss nun ihre Geschäftspraktiken offen legen, will Sie den Prozess nicht verlieren.

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Unseren Fragebogen für Kapitalanleger finden Sie hier

Ansprechpartner und Autor:

Knud J. Steffan
Rechtsanwalt

JUSTUS Rechtsanwälte & Steuerberater
Eberswalder Straße 26
10437 Berlin

Tel.: 030 / 440 449 66
Fax: 030 / 440 449 56

E-mail: Steffan@kanzleimitte.de

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GÖTTINGER GRUPPE - SECURENTA14

Achtung:  Kenntnisunabhängige Verjährung im Bankrecht und Anlagerecht Ende 2011 für alle Anleger, die vor 2002 gezeichnet haben. 
Lesen Sie mehr dazu hier:
Verjährung und Schlichtung von Altfällen zum 31.12.2011


Die Pleite der Göttinger Gruppe ist der größte Fall von Anlagebetrug in der deutschen Nachkriegsgeschichte. Etwa 270.000 Anleger hatten dem Konzern mehr als eine Milliarde Euro für ihre Altersvorsorge anvertraut. Sie wollten mit der "Securente" eine sichere Investition tätigen. In Wirklichkeit aber wurde ihr Geld verpulvert oder floss in Provisionen und unternehmerische Beteiligungen, die floppten.

Im Sommer 2007 eröffnete das Amtsgericht Göttingen das Insolvenzverfahren gegen die Göttinger Gruppe und Securenta AG. Laut dem Insolvenzverwalter Prof. Dr. Rattunde (Schreiben an die Kanzlei Justus Rechtsanwälte aus März 2011) können die geprellten Sparer höchstens auf eine Rückzahlung von zwei oder drei Prozent ihrer Anlagebeträge hoffen. Die ehemaligen Vorstände, die vor der Pleite einen teils luxuriösen Lebenswandel führten, sind - zumindest auf dem Papier - mittellos.

Nunmehr versenden wieder Anlegerschutzvereine Anwaltsrundschreiben an alle Anlager der insolventen Göttinger Gruppe / Securenta AG und behaupten Erfolgsaussichten von Schadenersatzklagen gegen die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. Dies nachdem dieselben Kanzleien nach Presseberichten schon mit teuren "Massenklagen" gegen die Vorstände gescheitert sind.

JUSTUS rät:
Lassen Sie ihre Ansprüche einzelfallbezogen durch einen Fachanwalt für Bank- und Kapitalanlagerecht prüfen und sich schriftlich das Prozesskostenrisiko für eine Klage mitteilen, bevor Sie eine Vollmacht oder Mitgliedschaft unterschreiben.