Victory Medienfonds – Anleger können Schadensersatzansprüche geltend machen

Victory Medienfonds – Anleger können Schadensersatzansprüche geltend machen

Die in den 90er Jahren gegründete Dachfondsgesellschaft Victory Media AG hatte mit ihren 24 Filmfonds rund 350 Mio. Euro gesammelt und galt unter den Anlegern als eines der beliebtesten Steuersparmodelle. Nachdem die Anleger allerdings aufgrund der Insolvenz im Jahr 2006 bereits erhebliche Verluste hinnehmen mussten, kommen auf sie nun auch noch Steuernachzahlungen zu, da das Steuersparmodell auf diese Fonds tatsächlich keine Anwendung findet. Grund dafür sei ist u.a. die mangelnde Herstellereigenschaft der Victotry Gruppe. So seien die anfänglichen Ausgaben, aufgrund der Garantien nicht als Herstellungskosten, sondern als Anschaffungskosten zu sehen. Diese können im Gegensatz zu den Herstellungskosten nicht auf einmal, sondern nur über viele Jahre hinweg abgeschrieben werden.

Hoffnung für die Anleger gibt es aber trotz Insolvenz der Anlagegesellschaft. Nun muss sich der Initiator der Victory Media AG, Franz Landerer, vor dem Landgericht Augsburg verantworten. Vorgeworfen wird ihm neben der Steuerhinterziehung, Betrug sowie Veruntreuung von Anlegergeldern. So soll laut Pressemitteilungen Landerer unter anderem Geld zwischen den einzelnen Fonds verschoben sowie falsche Steuererklärungen abgegeben haben.

Franz Landerer ist nicht der erste, der sich in Medienfondsfällen vor Gericht verantworten muss. Bereits der VIP-Manager Andreas Schmid wurde Ende 2007 zu sechs Jahren Haft wegen Steuerhinterziehung verurteilt, sodass auch im Fall Victory-Fonds mit keinem Freispruch zu rechnen ist.

Das Urteil gegen den ehemaligen Victory-Chef ist frühestens im Herbst zu erwarten. Anleger sollten aber nicht auf den Ausgang des Verfahrens warten, sondern bereits jetzt die Erfolgsaussichten ihrer Schadensersatzansprüche gegen ihren Anlageberater aufgrund fehlerhafter Anlageberatung durch einen Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht prüfen lassen. Erfahrungsgemäß haben die Berater die Anleger nicht über das steuerliche Risiko sowie Art und Höhe von Provisionen aufgeklärt. Ein solches Fehlverhalten begründet einen Schadensersatzanspruch der Anleger gegen die beratende Bank oder sonstige Anlageberater.

Für die schriftliche Erstberatung, welche auch die Deckungsanfrage bei Ihrer Rechtsschutzversicherung umfasst, drucken Sie bitte einfach das Auftragsformular für geschädigte Kapitalanleger aus und senden es ausgefüllt, zusammen mit den Zeichnungsscheinen und den wesentlichen Unterlagen zu. Für die Erstberatung entsteht Ihnen eine Gebühr in Höhe von 95,20 €. Gern können Sie sich auch unverbindlich per Email oder Telefon an uns wenden.

Ansprechpartner:
Knud J. Steffan
Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht
JUSTUS Rechtsanwälte & Steuerberater
Eberswalder Straße 26
10437 Berlin

Tel.: 030 / 440 449 66
Fax: 030 / 440 449 56
E-mail: Justus@kanzleimitte.de

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Medienfonds und Filmfonds

Mit Hilfe von Medienfonds sollen Film- und Fernsehproduktionen bei der Finanzierung unterstützt werden. Bekannt sind vor allem KGAL oder Hannover Leasing. Was grundsätzlich wie eine rentable und auch allgemeinnützige Anlageform aussieht, stellte sich jedoch in der Praxis oft als Risikogeschäft für den Anleger heraus, auch wenn einige der finanzierten Filme sich zu Kassenschlagern entwickelten.

Das Wesen der Medienfonds

In der Sache werden die Medienfonds als geschlossene Fonds vermarktet, der potentielle Anleger kann eine Beteiligung also nur während eines bestimmten Zeitraums zeichnen. Als Anreiz für die Beteiligung wird er dann am Einspielergebnis beteiligt. Die Medienfonds werden meist in der Rechtsform der GmbH & Co KG betrieben; dies führt dazu, dass im Falle der Insolvenz des Fonds eine Haftung für Einlageverluste schwierig zu realisieren ist, da die Gesellschafter der GmbH als diejenigen, die maßgeblich das Geschäft des Fonds gesteuert haben, persönlich nicht haften müssen.

Medienfonds als angebliches Steuersparmodell

Grund für eine Beteiligung an Medienfonds war in der Vergangenheit auch häufig eine steuerliche Besonderheit in Deutschland: es konnten im ersten Jahr der Beteiligung bis zu 100 % der Einlage steuerlich berücksichtigt werden. Diese Möglichkeit wurde 2005 durch eine Gesetzesnovelle beseitigt. Bereits seit 2001 wurde die steuerliche Vergünstigung nach dem so genannten Medienerlass des Bundesfinanzministeriums nur gewährt, wenn die Gesellschafter des Fonds als „Filmhersteller“ gelten konnten, sie auf die Produktion des Films also maßgeblichen Einfluss ausübten. Dies war insbesondere dann problematisch, wenn nur einmal jährlich eine Anlegerversammlung stattfand, bei der eine allgemeine Information über die Filmprojekte gegeben wurde. Auch die Vertretung durch einen Beirat zu diesem Zweck konnte die Steuervergünstigung nur dann herbeiführen, wenn sich darin Fachkundige aus der Film- und Fernsehbranche befanden.

Risiken bei Medienfonds

Allerdings war auch die Beteiligung an den Medienfonds an sich für viele Anleger risikoreich: schließlich handelt es sich um einen Geschäftsbereich, in dem der normale Anleger kaum Erfahrung besitzt, er die Qualität und den Erfolg der produzierten Filme also kaum bewerten kann.
Auch ergaben sich durch die veränderten Möglichkeiten zur steuerlichen Geltendmachung vielfach Nachteile für die Anleger; diese wurden oftmals explizit mit dem Versprechen der Steuerersparnis zur Beteiligung am Fonds verleitet. Nach Änderung der Steuerpraxis folgten dann Nachforderungen durch die Finanzämter. Teilweise wurden die Kunden trotz Kenntnis des Fondsanbieters nicht über diesen Sachverhalt aufgeklärt oder Fondsprospekte falsch gestaltet, so dass es für diese möglich ist, sich von den Fonds zu lösen. Allerdings besteht diese Möglichkeit im Regelfall nur dann, wenn die Vermittler des Filmfonds die maßgeblichen Fakten auch tatsächlich kannten.

Inzwischen sind Medienfonds als Anlage aus den genannten Gründen wohl nicht mehr attraktiv.

Für Informationen oder die schriftliche Erstberatung, welche auch die Deckungsanfrage bei Ihrer Rechtsschutzversicherung umfasst, füllen Sie einfach unverbindlich das
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Für die Erstberatung entsteht Ihnen eine Gebühr in Höhe von 80,- € inkl. MwSt. Gern können Sie sich auch zunächst per Email oder Telefon an uns wenden oder zurückrufen lassen.
Rufen sie gleich an und vereinbaren einen Termin: 030-44044966


Ansprechpartner:
Rechtsanwältin Stephanie Schulze
Rechtsanwalt Knud J. Steffan
Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht
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