Sparkassen und Phishing: Betrug beim Onlinebanking

Viele Kunden der Sparkassen sind Opfer von Phishing Attacken und Betrug beim Onlinebanking durch Fake-Anrufe, SMS oder Emails (Phishingmails). Wir vertreten bundesweit Phishing Opfer, denn Sie haben einen gesetzlichen Anspruch auf Erstattung des Schadens gegen die Banken und Sparkassen, der zu Unrecht verweigert wird. Rechtsanwalt Steffan ist seit 15 Jahren Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht und bietet Ihenen eine kostenfreie Ersteinschätzung per Email an.

Phishing bei Sparkassen-Kunden
Sparkassen und Phishing

Foto: © Sabine Felidae/pixabay.com

Phishing Maschen bei Sparkassen:

In einem ersten Schritt werden die Opfer dazu gebracht, auf einer gefälschten Webseite ihre Zugangsdaten (Benutzername und Passwort) einzugeben. Dies geschieht meist über:

Phshing-Mail:

Sie erhalten eine Fake E-Mail, die angeblich von ihrer Bank stammt. Hier sollen Sie einen Link anklicken, da z.B. das Sicherheitsverfahren aktualisiert werden muss oder um Nachrichten zu erhalten.


Google-Anzeige:

Viele Menschen gelangen über Google auf die Login-Seite ihrer Bank. Das nutzen die Kriminellen aus, indem sie Werbeanzeigen schalten, die so aussehen, als seien sie von der Sparkasse. Ein Klick auf den Link führt aber auf eine gefälschte Sparkassenseite.

Was tun nach einer Phishing Attacke?

Wenn Sie bemerken, dass Geld ohne Ihr Wissen überwiesen wurde, müssen Sie sofort handeln:

  1. Rufen Sie Ihre Bank an, denn diese kann die Überweisung eventuell noch zurückbuchen.
  2. Lassen Sie Ihr Onlinebanking (Konto) sperren und
  3. melden Sie den Schaden schriftlich der Bank oder Sparkasse und bei der Polizei.

Phishing Fälle häufen sich auch bei der Sparkasse und die Täter gehen immer raffinierter vor. Die Opfer von Phishing oder Betrug beim Onlinebanking haben einen Schadensersatzanspruch nach § 675 u BGB, der jedoch oft aussergerichtlich verweigert wird. Zeit, sich an einen Fachanwalt zu wenden, am Besten so früh wie möglich. Rechtsanwalt Steffan ist Fachanwalt für Bankrecht und hat schon viele Klageverfahren in Phishing Fällen erfolgreich geführt. Profitieren Sie mit einer kostenfreien Erstberatung von unserer Erfahrung und Expertise.

Urteile gegen Sparkassen in Sachen Phishing:

Landgericht Köln , Az 22 O 43/22

Das Landgericht Köln verurteilte eine Sparkasse, einem Kunden einen durch Phishing entstandenen Schaden komplett zu ersetzen – insgesamt 14.000 Euro.

Der Kunde hatte das sogenannte Push-TAN-Verfahren benutzt, das Banken deutschlandweit als sicher anpreisen und anbieten. Dabei wird ein Vorgang über das klassische Onlinebanking auf den Weg gebracht, die Transaktion dann über eine spezielle Handy-App – Push-Tan-App – bestätigt, bevor z.B. eine Überweisung abgeschlossen wird. Verbraucherschützer kritisieren das Verfahren, da eine abschließende Genehmigung einzig und allein an einem einzigen „Ich bestätige“-Klick hängt und es Betrügern oft leicht fällt, sich solche Bestätigungen zu erlangen.

Landgericht Köln mit Urteil vom 19. Januar 2023 (Az.: 15 O 267/22) :

Sparkasse zum Schadenersatz verurteilt. Der Sparkassenkunde erhielt eine EMail mit dem Betreff „Finanzportal Sparkasse“. Danach erhielt er einen Anruf von einem vermeintlichen Sparkassen-Mitarbeiter, der ihn aufforderte, den aktualisierten AGB des Kreditinstituts mittels Push-TAN-Verfahren zuzustimmen um seine Girokarte weiter nutzen zu können. Tage später bemerkte er, dass die Täter über 100 Überweisungen getätigt haben. Der Gesamtschaden belief sich auf etwa 43.000 Euro.

Die Sparkasse weigerte sich den Betrag zu ersetzen, da der Kunde fahrlässig gehandelt habe und den Tätern dadurch den Zugang zu seinem Konto ermöglicht habe. Das Landgericht Köln veruteilte die Sparkassse nach Klageerhebung auf Ersatz des Schadens gemäß § 675 BGB. Die Sparkasse habe nicht ausreichend auf die Betrugsmöglichkeiten hingewiesen und müsse den Betrag vollständig ersetzen, entschied das Gericht.

Urteil Landgericht Köln vom 8.01.2024

Das Landgericht Köln hat die Sparkasse Köln Bonn dazu verpflichtet, einem Bankkunden unautorisierte Zahlungen in Höhe von insgesamt EUR 9.933,38 zurückzuerstatten. Dies geschah durch ein Urteil vom 08.01.2024 zum Aktenzeichen 22 O 43/23 .

Vermeintlicher Sparkassenmitarbeiter über Call-ID-Spoofing, Entsprerrung über PushTAN; Freigabe ener digitalen Debitkarte; kein grob fahrlässigen Pflichtenverstoß seitens des Kunden.

Landgericht Aachen (Urteil, Az.: 10 O 53/23): Mitschuld der Sparkasse mangles sofortiger Sperrung des Kontos

Der Sparkassenkunde ist Opfer eines Anrufs eines vermeintlichen Bankmitarbeiters und hat so 107.000,- € verloren. Das Gericht hat hier grobe Fahrlässigkeit bejaht. Die Hälfte des entstandenen Schadens muss aber trotzdem die Sparkasse übernehmen, entschied das Landgericht Aachen mit aktuellem Urteil . Denn die Sparkasse hätte nach Kenntis von nicht autorisierten Überweisungsversuchen das Konto sperren müssen.

Phishing bei der Sparkasse: Urteile und Schadensersatz
Phishing und Schadensersatz. Urteile gegen die Sparkasse

Weitere aktuelle und interessante Urteile zu Phishing Fällen finden SIe jeweils mit den Aktenzeichen unn einem kurzen Kommentar HIER

So oder ähnlich verlaufen viele Fälle, bei denen Banken und Sparkassen zunächst fast immer versuchen ihre gesetzliche Ersatzpflicht bei Phishing Fällen zu umgehen. Lassen Sie sich daher nicht einschüchtern und gehen Sie nach Beratung durch einen Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarkrecht notfalls auch in die Klage.

Soweit Sie eine Rechtsschutzversicherung haben, wird diese den Rechtsschutzfall vor Gericht in der Regel auch decken, so dass Sie kein Kistenrisiko haben.

Was ist Phishing und Wie kann ich mich schützen?

Lesen Sie hierzu unsern ausführlichen Artikel zum Phishing und Betrug beim Onlinebanking. Hier finden sie die typischen Maschen der Betrüger und Hinweise, wie sie sich schützen können.

Hier gehts zum Artikel Phishing, News und Urteile

Sparkasse warnt vor Betrug

Die Sparkasse warnt in ihrem Info-Center aktuell vor einer Betrugsmasche via SMS. In den nachrichten wird behauptet, dass die pushTAN-Registrierung des Kunden angeblich ablaufe. Über den angefügten Link wird das Opfer dann darum gebeten, seine persönlichen Daten anzugeben. Um pushTAN weiter nutzen zu können, soll der Kunde seine Online-Banking-Zugangsdaten sowie Daten der Sparkassen-Card und Sparkassenkreditkarte eintippen.

Achtung: bei Dateneingabe droht Geldverlust! Es handelt sich hierbei um keine echte Nachricht der Sparkasse, sondern um einen Phishing-Angriff . Sie sollten bei Erhalt einer solchen SMS auf keinen Fall Ihre Daten angeben. Diese landen ansonsten direkt in den Händen der Betrüger.

https://www.sparkasse.de/ueber-uns/sicherheitswarnungen.html

Justus rät:

Lassen Sie sich sofort nach Bemerken des Betrugs beraten, am Besten noch vor ihrer Schadensmeldung an dei Bank oder Sparkasse.

Rechtsanwalt Steffan ist Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht und berät und vertritt Sie bundesweit in den sogenannten Phishing Fällen gegen Banken und Sparkassen.

In der Zweigstelle Müritz (Wittstock/Dosse, Röbel, Waren) ist er insbesondere tätig bei Streitigkeiten mit der Müritz Sparkasse und der Sparkasse Ostprignitz-Ruppin.

Unsere Erfolge bundesweit in Berlin und an der Müritz finden Sie hier: Unsere Erfolge

Lesen Sie hier mehr zu den Beispielsfällen und zur Rechtsprechung zum Thema Phishing

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