Kanam Grundinvest: endgültiges aus – Auflösung statt Wiedereröffnung –

KanAm Grundinvest: endgültiges Aus – Auflösung statt Wiedereröffnung – Anleger sollten sich beraten lassen und jetzt handeln

Bis zuletzt war unklar, ob der ursprünglich offene Immobilienfonds KanAm Grundinvest und zwischenzeitlich geschlossene Fonds wieder geöffnet oder endgültig abgewickelt würde. Nun wurde das endgültige Ende des KanAm Grundinvest (WKN 679180) bekannt gegeben. Die Immobilien aus dem auf 4 Milliarden Euro geschätzten Fondsvermögen werden verkauft. Die Auszahlung der Erlöse aus dem Verkauf der 51 Objekte kann sich jedoch über Jahre hinziehen. Betroffen sind circa 100.000 Anleger, von denen sich viele bald entscheiden müssen, ob sie sich mit einer vermutlich wesentlich geringeren Auszahlung ihrer Einlagen zufrieden geben, oder Schadensersatz einfordern, weil sie von den Verkäufern des Anlageproduktes falsch beraten wurden. So hätten die Anleger zum Beispiel von den Verkäufern darüber aufgeklärt werden müssen, dass auch offene Immobilienfonds unter bestimmten Umständen geschlossen werden. Fehlte ein dahingehender Hinweis im Beratungsgespräch, können die Kunden von den Banken oder sonstigen Vertriebsorganisationen Schadensersatz fordern.

Haben SEB ImmoInvest und CS Euroreal und weitere offenen Immobilienfonds das gleiche Schicksal?

Vor fast zwei Jahren geschlossen wurden auch die beiden ebenfalls ursprünglich offenen Immobilienfonds CS Euroreal (Credit Suisse) und SEB ImmoInvest (SEB-Bank). Über die Wiedereröffnung wird spätestens im Mai 2012 eine Entscheidung getroffen. Die Schließung des KanAm Grundinvest wirft allerdings einen Schatten voraus und lässt die Liquidation auch des CS Euroreal und des SEB ImmoInvest befürchten.

Geltendmachung von Schadensersatz oder Auszahlung abwarten: viele Anleger müssen sich jetzt entscheiden

Bei Beratungsfehlern können Anleger Schadensersatz geltend machen. Dabei kann erwartet werden, dass die Anleger mehr Geld über die Geltendmachung von Schadensersatz zurück erhalten, als über die Auszahlung der Erlöse aus den Verkäufen der KanAm-Immobilien. Es ist nicht davon auszugehen, dass der KanAm-Fonds die eingezahlten Anlegergelder in Höhe von circa 6 Milliarden Euro durch den Verkauf der Fondsimmobilien wieder einbringt.

Wir prüfen für Sie, ob Ihr Berater, der Ihnen den KanAm-Fonds verkauft hat, ordnungsgemäß über Risiken aufgeklärt hat. Teilweise wurde der KanAm-Fonds fälschlicherweise als sichere Anlage empfohlen. Bei Käufern, die die Fondsanlage ab Anfang 2006 erworben haben, hätte der Berater auch darüber aufklären müssen, dass bereits Anfang 2006 eine Anteilsrücknahme durch den KanAm Grundinvest-Fonds ausgesetzt wurde. Spätestens ab dem Jahr 2006 hätte der Berater also auch darüber aufklären müssen, dass offene Immobilienfonds unter bestimmten Umständen geschlossen werden können.

Für alle Käufer gilt: auch über Provisionen – bzw. Kick-Back-Zahlungen – hätte der Berater Sie aufklären müssen, die er bzw. die Banken/ Volksbanken/ Sparkassen oder Vertriebsgesellschaften (bei mehr als 15 % Provisionen) für den Verkauf des Anlageproduktes erhalten haben.

JUSTUS rät:
Anleger sollten nicht abwarten, bis Sie ihr Geld ausbezahlt erhalten. Sollte der KanAm Grundinvest tatsächlich erst in fünf Jahren abwickelt sein, wären Ihre Schadensersatzansprüche verjährt. Im Rahmen einer für Sie kostengünstigen Erstberatung prüfen wir, ob Ihnen Schadensersatzansprüche zustehen. Dabei teilen wir Ihnen auch deren Verjährung mit und zeigen Ihnen die voraussichtlichen Kosten auf, die durch ein vorgerichtliches und eines notfalls gerichtlichen Vorgehens entstehen würden.

Autor: Robert Züblin, Rechtsreferendar

Für die schriftliche Erstberatung, welche auch die Deckungsanfrage bei Ihrer Rechtsschutzversicherung umfasst, drucken Sie bitte einfach das Auftragsformular für geschädigte Kapitalanleger aus und senden es ausgefüllt, zusammen mit den Zeichnungsscheinen und den wesentlichen Unterlagen zu. Für die Erstberatung entsteht Ihnen eine Gebühr in Höhe von netto 80,- €. Gern können Sie sich auch unverbindlich per Email oder Telefon an uns wenden.


Ansprechpartner:

Rechtsanwalt Knud J. Steffan
Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht
JUSTUS Rechtsanwälte & Steuerberater
Eberswalder Straße 26
10437 Berlin

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Was ist ein offener Immobilienfonds?

Ein offener Immobilienfonds ist eine Kapitalanlage, die das Geld der Anleger in Immobilien anlegt. Rechtlich wird ein Anteil am offenen Immobilienfonds als Wertpapier im Sinne des Wertpapierhandelsgesetzes eingestuft. Für Schadenersatzansprüche gilft daher auch die kurze Verjähurngsfrist des § 37 a WpHG, zumindest bis zur Abschaffung der Sonderverjährung im Jahr 2009. Die Gebäude eines offenen Immobilienfonds werden in einem Immobilien-Sondervermögen zusammengefasst. Daher gelten offene Immobilienfonds auch als Investmentfonds und unterfallen dem Investmentgesetz (InvG). Für Investmentfonds gilt die strenge Regelung des § 66 InvG, welcher genau festlegt, welche Vermögensgegenstände ein offener Immobilienfonds erwerben darf. Offene Immobilienfonds erfreuen sich großer Beliebtheit, weil die Anleger jederzeit auf ihr investiertes Geld zugreifen können, indem sie Fondsanteile zurückgeben. Des Weiteren ermöglichen offene Immobilienfonds Anlegern, sich auch mit verhältnismäßig geringen Anlagebeträgen am attraktiven Immobilienmarkt beteiligen zu können.

BGH-Urteile: Gute Erfolgsaussichten für Immobilienfondsanleger!

Der Bundesgerichtshof entschied (
Urteile vom 29.04.2014 – XI ZR 477/12 und XI ZR 130/13), dass Bankberater Anleger ungefragt darüber aufklären mussten, dass ein offener Immobilienfonds die Anteilsrücknahme aussetzen kann.

Aufklärungspflicht über das Risiko der Aussetzung der Rücknahme von Anteilen an offenen Immobilienfonds:
Der für das Bankrecht zuständige XI. Zivilsenat hat sich gestern in zwei Verfahren mit der Haftung einer Bank wegen fehlerhafter Anlageberatung im Zusammenhang mit dem Erwerb von Anteilen an einem offenen Immobilienfonds befasst.
Nach der gestern veröffentlichten Pressemitteilung des BGH wurde die Revision einer Bank gegen eine anlegerfreundliche Entscheidung des OLG Frankfurt am Main (OLG Frankfurt am Main – Urteil vom 13. Februar 2012 – 9 U 131/11) zurückgewiesen (BGH XI ZR 130/13).
Die richtungsweisenden BGH-Urteile gelten nach allgemeiner Auffassung auch für Dachfonds.

Kurze Sonderverjährung bei offenen Immobilienfonds:
Anleger in offenen Immobilienfonds sollten nun ihre Schadenersatzansprüche geltend machen, denn ihre Ansprüche auf Schadensersatz aus einer Falschberatung gegenüber den Anlageberatern verjähren zum Teil gem. § 37a WpHG in 3 Jahren ab dem Erwerb der Anteile. Die inzwischen abgeschaffte Sonderregelung gilt aber nicht bei vorsätzlicher Falschberatung, wovon hier ausgegangen werden kann.
Eine längere absolute, kenntnisunabhängige Verjährungsfrist von 10 Jahren gilt taggenau ab Zeichnung des Fonds.
Eine Verjährung kann somit jederzeit eintreten, sodass dringender Handlungsbedarf besteht.

Gute Erfolgsaussichten für Immobilienfonds- Anleger:
Die Erfolgsaussichten für die Durchsetzung von Schandenersatzansprüchen gegen die beratende Bank oder den Finanzberater aus Vermittlung offener Immoilienfonds sind daher durchaus gut, soweit diese Ansprüche eben nicht verjährt sind.

Beispielhaft hierfür sind die offenen Immobilienfonds:

Justus rät:
Lassen sie sich jetzt von einem Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht beraten, um die Chancen auf Schadensersatz aus fehlerhafter Beratung prüfen zu lassen.


Für Informationen oder die schriftliche Erstberatung, welche auch die Deckungsanfrage bei Ihrer Rechtsschutzversicherung umfasst, füllen Sie einfach unverbindlich das Kontaktformular aus.
Für die Erstberatung entsteht Ihnen eine Gebühr in Höhe von 80,- € inkl. MwSt. Gern können Sie sich auch zunächst per Email oder Telefon an uns wenden oder zurückrufen lassen.
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Ansprechpartner:
Rechtsanwalt Enrico Weide
Rechtsanwalt Knud J. Steffan
Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht
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