GFP II Medienfonds German Filmproductions (GFP) – Schadensersatzklage wegen Prospektfehler

Landgericht Berlin: GFP II Medienfonds – Schadensersatzklage wegen Prospektfehler
Medienfonds German Filmproductions GmbH & Co. Filmproduktions- und Beteiligungs KG

Presseberichten zufolge verklagen Anleger des Medienfonds GFP 2 den Fondsinitiator Groenewold vor dem Landgericht Berlin auf Schadensersatz. Dem Freund des ehemaligen Bundespräsidenten Wulff wird vorgeworfen, er hätte im Emissionsprospekt zum Medienfonds GFP II verschwiegen, dass er und Angehörige seiner Familie dadurch begünstigt worden seien, dass der GFP II Fonds Aufträge an bestimmte Firmen vergeben hätte. Konkret ginge es dabei um die Firmen IFL, Promedium und UTG.

Groenewald verteidigt sich gegen die Vorwürfe: so seien die Verträge mit der Firma IFL zum Zeitpunkt, als man den Prospekt erstellt hätte, noch nicht geschlossen gewesen. Hinzukäme, dass die Mehrheit der Gesellschafter zu einem späteren Zeitpunkt den Vertragsabschlüssen mit den Firmen IFL und UTG zugestimmt hätte.

Drohende Nachschusspflicht und Steuernachzahlungen

Ausschüttungen bleiben sowohl beim GFP II Fonds als auch beim GFP III Fonds aus. Stattdessen müssen die Anleger mit Steuernachzahlungen rechnen und eventuell Kapital nachschießen, weil nur 70 % des Zeichnungskapitals von den Anlegern eingezahlt werden musste. Grund für die finanzielle Schieflage der GFP II und GFP III Fonds war die Beteiligung an der Odeon Film AG, deren Aktienkurs im Jahr 2008 drastisch eingebrochen war. Da eine solche Beteiligung nicht prospektiert war, eigentlich wollte man deutsche Fernseh- und Kinofilme produzieren und vermarkten, wäre auch hierin ein Prospektfehler zu erkennen.

Diese Vorwürfe weist Groenewold zurück: so hätten die Gesellschafter der GFP 2 und GFP 3 Medienfonds mit überwältigender Mehrheit entschieden, Anteile an der Odeon Film AG zu erwerben. Bei dem oft in einem Zug genannten GFP I Fonds sei es, so Groenewold, bereits zu Ausschüttungen über 50 Prozent des eingezahlten Kapitals gekommen.

Wir prüfen für Sie, ob Ihnen Schadensersatzansprüche wegen Ihrer Beteiligung an den Medienfonds GFP I, GFP II, GFP III und/ oder GFP IV zustehen könnten. Füllen Sie einfach das Auftragsformular für die Erstberatung aus und senden uns die Emissionsprospekte der Medienfonds GFP I, GFP II, GFP III und/ oder GFP IV zu.

Offizielle Unternehmensbezeichnungen:

Medienfonds German Filmproductions GmbH & Co. Filmproduktions- und Beteiligungs KG (GFP I)

Zweite Medienfonds German Filmproductions GFP GmbH & Co. Beteiligungs KG (GFP II)

Zweite Medienfonds German Filmproductions GFP GmbH & Co. Dritte Beteiligungs KG (GFP III)

Zweite Medienfonds German Filmproductions GFP GmbH & Co. Vierte Beteiligungs KG (GFP IV)

Für die schriftliche Erstberatung, welche auch die Deckungsanfrage bei Ihrer Rechtsschutzversicherung umfasst, drucken Sie bitte einfach das Auftragsformular für geschädigte Kapitalanleger aus und senden es ausgefüllt, zusammen mit den Zeichnungsscheinen und den wesentlichen Unterlagen zu. Für die Erstberatung entsteht Ihnen eine Gebühr in Höhe von netto 80,- €. Gern können Sie sich auch unverbindlich per Email oder Telefon an uns wenden.

Autor: Robert Züblin, Rechtsreferendar
Ansprechpartner:
Rechtsanwalt Knud J. Steffan
Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht
JUSTUS Rechtsanwälte & Steuerberater
Eberswalder Straße 26
10437 Berlin

Tel.: 030 / 440 449 66
Fax: 030 / 440 449 56
E-mail: Justus@kanzleimitte.de



Please follow and like us:

Mehr zum Thema

MEDIENFONDS76
medienfonds

Medienfonds und Filmfonds

Mit Hilfe von Medienfonds sollen Film- und Fernsehproduktionen bei der Finanzierung unterstützt werden. Bekannt sind vor allem KGAL oder Hannover Leasing. Was grundsätzlich wie eine rentable und auch allgemeinnützige Anlageform aussieht, stellte sich jedoch in der Praxis oft als Risikogeschäft für den Anleger heraus, auch wenn einige der finanzierten Filme sich zu Kassenschlagern entwickelten.

Das Wesen der Medienfonds

In der Sache werden die Medienfonds als geschlossene Fonds vermarktet, der potentielle Anleger kann eine Beteiligung also nur während eines bestimmten Zeitraums zeichnen. Als Anreiz für die Beteiligung wird er dann am Einspielergebnis beteiligt. Die Medienfonds werden meist in der Rechtsform der GmbH & Co KG betrieben; dies führt dazu, dass im Falle der Insolvenz des Fonds eine Haftung für Einlageverluste schwierig zu realisieren ist, da die Gesellschafter der GmbH als diejenigen, die maßgeblich das Geschäft des Fonds gesteuert haben, persönlich nicht haften müssen.

Medienfonds als angebliches Steuersparmodell

Grund für eine Beteiligung an Medienfonds war in der Vergangenheit auch häufig eine steuerliche Besonderheit in Deutschland: es konnten im ersten Jahr der Beteiligung bis zu 100 % der Einlage steuerlich berücksichtigt werden. Diese Möglichkeit wurde 2005 durch eine Gesetzesnovelle beseitigt. Bereits seit 2001 wurde die steuerliche Vergünstigung nach dem so genannten Medienerlass des Bundesfinanzministeriums nur gewährt, wenn die Gesellschafter des Fonds als „Filmhersteller“ gelten konnten, sie auf die Produktion des Films also maßgeblichen Einfluss ausübten. Dies war insbesondere dann problematisch, wenn nur einmal jährlich eine Anlegerversammlung stattfand, bei der eine allgemeine Information über die Filmprojekte gegeben wurde. Auch die Vertretung durch einen Beirat zu diesem Zweck konnte die Steuervergünstigung nur dann herbeiführen, wenn sich darin Fachkundige aus der Film- und Fernsehbranche befanden.

Risiken bei Medienfonds

Allerdings war auch die Beteiligung an den Medienfonds an sich für viele Anleger risikoreich: schließlich handelt es sich um einen Geschäftsbereich, in dem der normale Anleger kaum Erfahrung besitzt, er die Qualität und den Erfolg der produzierten Filme also kaum bewerten kann.
Auch ergaben sich durch die veränderten Möglichkeiten zur steuerlichen Geltendmachung vielfach Nachteile für die Anleger; diese wurden oftmals explizit mit dem Versprechen der Steuerersparnis zur Beteiligung am Fonds verleitet. Nach Änderung der Steuerpraxis folgten dann Nachforderungen durch die Finanzämter. Teilweise wurden die Kunden trotz Kenntnis des Fondsanbieters nicht über diesen Sachverhalt aufgeklärt oder Fondsprospekte falsch gestaltet, so dass es für diese möglich ist, sich von den Fonds zu lösen. Allerdings besteht diese Möglichkeit im Regelfall nur dann, wenn die Vermittler des Filmfonds die maßgeblichen Fakten auch tatsächlich kannten.

Inzwischen sind Medienfonds als Anlage aus den genannten Gründen wohl nicht mehr attraktiv.

Für Informationen oder die schriftliche Erstberatung, welche auch die Deckungsanfrage bei Ihrer Rechtsschutzversicherung umfasst, füllen Sie einfach unverbindlich das
Kontaktformular aus.
Für die Erstberatung entsteht Ihnen eine Gebühr in Höhe von 80,- € inkl. MwSt. Gern können Sie sich auch zunächst per Email oder Telefon an uns wenden oder zurückrufen lassen.
Rufen sie gleich an und vereinbaren einen Termin: 030-44044966


Ansprechpartner:
Rechtsanwältin Stephanie Schulze
Rechtsanwalt Knud J. Steffan
Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht
JUSTUS Rechtsanwälte
Eberswalder Straße 26
10437 Berlin