Film & Entertainment VIP Medienfonds 3 und 4; that´s entertainment!

That’s Entertainment!  Film & Entertainment VIP Medienfonds am Ende?

 

Finanzämter werden Steuernachzahlungen verlangen. Anleger sollten dringend Ansprüche prüfen lassen, da Verjährung droht.

 

Allein mit den beiden Film und Entertainment VIP Medienfonds 3 und 4 soll der Geschäftführer der VIP GmbH Andreas Schmid ein Anlagevolumen von zusammen 627 Mio EUR zum größten Teil veruntreut haben. So sind etwa 80 % der Beteiligungen nicht wie im Anlageprospekt zugesichert in Filmproduktionen investiert, sondern wurden an die Dresdner Bank sowie HypoVereinsbank überwiesen, um die von den Banken übernommenen Schuldübernahmegarantien zu finanzieren.

Schmid sitzt bereits seit 29. September 2005 in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft München ermittelt gegen ihn wegen des Verdachtes auf Steuerhinterziehung und Betrug.

Die beiden Fonds wurden hauptsächlich über die Commerzbank AG als sogenannte „Garantiefonds“ vertrieben.  Die Banken Dresdner Bank und HypoVereinsbank verpflichteten sich durch Schuldübernahmen die Zahlungsverpflichtungen der Vertriebsfirmen gegenüber den Fondsgesellschaften zu erfüllen. Die Banken übernahmen dabei eine Schuld in Höhe von 115% der jeweiligen Einlagen der Gesellschafter, wobei diese Zahlungen erst ab 2011 und auch erst im nachgewiesen Schadensfall fällig werden.

Nicht darauf hingewiesen wurden die Anleger, dass es sich bei den Schuldübernahmen gerade nicht um Garantien handelt und dass die übernommen 115 % der Einlagen – wenn sie überhaupt gezahlt werden – kaum ausreichen werden, um den eigentlichen Schaden der Anleger zu decken. Einerseits drohen den Anlegern nämlich hohe Steuernachforderungen durch Änderungsbescheide des Finanzamtes, da Steuervorteile in Medienfonds nur dann gewährt werden, wenn tatsächlich über 50 % der Investitionen in Filmproduktionen fließen.

Andererseits haben viele Anleger meist bei den beratenden Banken Kredite zur Finanzierung der Kapitalanlagen aufgenommen und so einen hohen Zinsverlust.

Scahdenersatzansprüche in Höhe der gezahlten Einlagen sowie Kreditzinsen plus einem entgangenen Gewinn aus steuerlichen Vorteilen können gegen die schuldübernehmenden Banken Dresdner Bank und HVB sowie gegen die die VIP Medienfonds vermittelnde Commerzbank geltend gemacht werden.  Ferner kommen neben dem Geschäftsführer Schmid und der VIP Vermögensberatung München GmbH als Initiatoren auch die Film & Entertainment VIP Medienfonds Geschäftsführungs GmbH in Betracht.

Die Investoren sollten bei der im Gesellschaftsvertrag enthaltenen Ausschlussfrist von 6 Monaten zur Geltendmachung von Schadeneratzansprüchen ab Kenntnis des Schadens, die in Betracht kommenden Ansprüche schnell durch einen im Kapitalanlagerecht spezialisierten Rechtsanwalt prüfen lassen und ggf. geltend machen. Daneben droht die gesetzliche Verjährung der Schadenersatzansprüche.

Für die Erstbetratung, welche auch die Deckungsanfrage bei Ihrer Rechtsschutzversicherung umfasst, drucken Sie bitte einfach das Auftragsformular für geschädigte Kapitalanleger aus und senden es ausgefüllt, zusammen mit den Zeichnungsscheinen und wesentlichen Unterlagen zu.
Gern können Sie sich auch unverbindlich per email oder Telefon an uns wenden.

Lesen Sie hier mehr zum VIP-Medienfond

Ansprechpartner und Autor:

Knud J. Steffan
Rechtsanwalt

JUSTUS Rechtsanwälte & Steuerberater
Eberswalder Straße 26
10437 Berlin

Tel.: 030 / 440 449 66
Fax: 030 / 440 449 56

E-mail: Steffan@kanzleimitte.de

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Medienfonds und Filmfonds

Mit Hilfe von Medienfonds sollen Film- und Fernsehproduktionen bei der Finanzierung unterstützt werden. Bekannt sind vor allem KGAL oder Hannover Leasing. Was grundsätzlich wie eine rentable und auch allgemeinnützige Anlageform aussieht, stellte sich jedoch in der Praxis oft als Risikogeschäft für den Anleger heraus, auch wenn einige der finanzierten Filme sich zu Kassenschlagern entwickelten.

Das Wesen der Medienfonds

In der Sache werden die Medienfonds als geschlossene Fonds vermarktet, der potentielle Anleger kann eine Beteiligung also nur während eines bestimmten Zeitraums zeichnen. Als Anreiz für die Beteiligung wird er dann am Einspielergebnis beteiligt. Die Medienfonds werden meist in der Rechtsform der GmbH & Co KG betrieben; dies führt dazu, dass im Falle der Insolvenz des Fonds eine Haftung für Einlageverluste schwierig zu realisieren ist, da die Gesellschafter der GmbH als diejenigen, die maßgeblich das Geschäft des Fonds gesteuert haben, persönlich nicht haften müssen.

Medienfonds als angebliches Steuersparmodell

Grund für eine Beteiligung an Medienfonds war in der Vergangenheit auch häufig eine steuerliche Besonderheit in Deutschland: es konnten im ersten Jahr der Beteiligung bis zu 100 % der Einlage steuerlich berücksichtigt werden. Diese Möglichkeit wurde 2005 durch eine Gesetzesnovelle beseitigt. Bereits seit 2001 wurde die steuerliche Vergünstigung nach dem so genannten Medienerlass des Bundesfinanzministeriums nur gewährt, wenn die Gesellschafter des Fonds als „Filmhersteller“ gelten konnten, sie auf die Produktion des Films also maßgeblichen Einfluss ausübten. Dies war insbesondere dann problematisch, wenn nur einmal jährlich eine Anlegerversammlung stattfand, bei der eine allgemeine Information über die Filmprojekte gegeben wurde. Auch die Vertretung durch einen Beirat zu diesem Zweck konnte die Steuervergünstigung nur dann herbeiführen, wenn sich darin Fachkundige aus der Film- und Fernsehbranche befanden.

Risiken bei Medienfonds

Allerdings war auch die Beteiligung an den Medienfonds an sich für viele Anleger risikoreich: schließlich handelt es sich um einen Geschäftsbereich, in dem der normale Anleger kaum Erfahrung besitzt, er die Qualität und den Erfolg der produzierten Filme also kaum bewerten kann.
Auch ergaben sich durch die veränderten Möglichkeiten zur steuerlichen Geltendmachung vielfach Nachteile für die Anleger; diese wurden oftmals explizit mit dem Versprechen der Steuerersparnis zur Beteiligung am Fonds verleitet. Nach Änderung der Steuerpraxis folgten dann Nachforderungen durch die Finanzämter. Teilweise wurden die Kunden trotz Kenntnis des Fondsanbieters nicht über diesen Sachverhalt aufgeklärt oder Fondsprospekte falsch gestaltet, so dass es für diese möglich ist, sich von den Fonds zu lösen. Allerdings besteht diese Möglichkeit im Regelfall nur dann, wenn die Vermittler des Filmfonds die maßgeblichen Fakten auch tatsächlich kannten.

Inzwischen sind Medienfonds als Anlage aus den genannten Gründen wohl nicht mehr attraktiv.

Für Informationen oder die schriftliche Erstberatung, welche auch die Deckungsanfrage bei Ihrer Rechtsschutzversicherung umfasst, füllen Sie einfach unverbindlich das
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Für die Erstberatung entsteht Ihnen eine Gebühr in Höhe von 80,- € inkl. MwSt. Gern können Sie sich auch zunächst per Email oder Telefon an uns wenden oder zurückrufen lassen.
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Ansprechpartner:
Rechtsanwältin Stephanie Schulze
Rechtsanwalt Knud J. Steffan
Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht
JUSTUS Rechtsanwälte
Eberswalder Straße 26
10437 Berlin