Die Wirecard AG: Aktienrecht

Wir haben in den letzten Monaten eine Vielzahl von Anfragen der Aktionäre der Wirecard AG erhalten. Aufgrund des erheblichen Kursabsturzes und der Vorwürfe der Aktienkursmanipulation stellt sich allgemein die Frage nach Schadenersatzansprüchen aus dem Aktienrecht.

Wirecard AG: Aktienrecht und Schadenersatz
Wirecard AG: Leerverkäufe und Schadenersatz

Die Kursturbulenzen rund um die Wirecard AG (Wirecard) und die gegen sie erhobenen Vorwürfe zur Bilanzfälschung sind zurzeit ein heiß diskutiertes Thema an den Kapitalmärkten. Bereits jetzt ist ein enormer Schaden eingetreten. Im Vergleich zum Stand vor weniger als 6 Monaten hat die Aktie fast die Hälfte an Wert verloren. Ein Börsenwert von knapp 10 Milliarden Euro wurde damit vernichtet.

Börsenschaden von 10 Milliarden Euro

Derzeit ist allerdings noch unklar, wie es genau um Wirecard bestellt ist und ob die in den Medien erhobenen Vorwürfe zutreffend oder aber falsch sind. Es scheint nicht ausgeschlossen, dass Leerverkäufer eine gezielte Kampagne gestartet haben, um den Aktienkurs unter Druck zu setzen und sich auf Kosten von Aktionären zu bereichern.

BaFin untersagt Leerverkäufe

Die BaFin hat nunmehr die Notbremse gezogen und den Handel für Leerverkäufer von Wirecard-Aktien für die nächsten Monate erheblich eingeschränkt. Am Morgen des 18. Februars 2019 hat die Bankenaufsicht BaFin neue Spekulationen auf fallende Aktienkurse untersagt, in dem durch eine Allgemeinverfügung die Begründung oder Erhöhung von Netto-Leerverkaufspositionen für alle Personen aus der Europäischen Union verboten wurde.

US-Kanzleien bereiten Anlegerklagen gegen Wirecard vor

Der Aktienkurs der Firma aus dem Münchner Vorort Aschheim wurde in der Vergangenheit wiederholt von Vorwürfen unlauterer Geschäfte begleitet, die von Wirecard regelmäßig zurückgewiesen wurden.

Auslöser der Turbulenzen waren mehrere Artikel der “Financial Times” über angebliche Bilanzfälschungen durch Mitarbeiter des IT-Konzerns in Singapur. Der Vorstand wies die Vorwürfe zwar bereits in der vergangenen Woche zunächst per Statement und geht das Unternehmen inzwischen juristisch gegen die Zeitung vor.

Spezialisierte US-Anwaltskanzleien reichten in den USA Sammelklagen gegen Wirecard ein, um wegen der jüngsten Aktienkursverluste Schadenersatz zu erstreiten.

Welche Ansprüche haben Wirecard Aktionäre?

Ob und welche Ansprüche der Aktionäre in Betracht kommen, wird derzeit noch von uns geprüft. Die Erfolgsaussichten der Schadenersatzansprüche hängen auch von den weiteren Ermittlungsergebnissen ab. Wir raten derzeit an, sich bei uns kostenfrei für eine Erstberatung zu registrieren. Wir prüfen ihre Ansprüche individuell, teilen Ihnen die voraussichtlichen Kosten und Erfolgsaussichten kostenfrei mit.

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Foto: © Gerd Altmann/pixabay.com

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AKTIENRECHT14

Aktienrecht
Aktien

Aktien sind in Wertpapieren verbriefte Unternehmensbeteiligungen. In Zusammenhang mit dem Gegenstand des Unternehmens und dem Markt auf dem die Wertpapiere gehandelt werden, können besondere Risiken relevant werden. Insoweit bestehen diverse Aufklärungs- und Beratungspflichten des Beraters und Veröffentlichungspflichten des Emittenten. Werden diese Pflichten verletzt, kommen Schadensersatzansprüche der Anleger in Betracht.

Aktienrecht
Aktienrecht ist die Bezeichnung für Gesetze, die das Konstrukt der Aktiengesellschaft sowie den Umgang mit ausgegebenen Aktienanteilen definieren und regeln.

Das Aktiengesetz:

Das deutsche Aktiengesetz (AktG) regelt die Errichtung, die Verfassung, Rechnungslegung, Hauptversammlungen und Liquidation von Aktiengesellschaften sowie von Kommanditgesellschaften auf Aktien. Darüber hinaus ist das deutsche Konzernrecht im Aktiengesetz geregelt.
Zusätzlich zum Aktiengesetz sind die Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des Bürgerlichen Geetzbuches anwendbar.

Durch seine Straf- und Bußgeldvorschriften in den §§ 399 ff. gehört das Aktiengesetz auch zum Nebenstrafrecht. Inzwischen nehmen diese Strafvorschriften einen gewichtigen Teil im Wirtschaftsstrafrecht ein.

Mit dem Aktiengesetz löste der Gesetzgeber das bis zum 31. Dezember 1965 geltende „Gesetz über Aktiengesellschaften und Kommanditgesellschaften auf Aktien (Aktiengesetz)” vom 30. Januar 1937 ab (RGBL. I S. 107) Zum Aktiengesetz wurde gleichzeitig das „Einführungsgesetz zum Gesetz über Aktiengesellschaften und Kommanditgesellschaften auf Aktien” (RGBl. I S. 166) erlassen.

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