Sunrise Energy GmbH – Schadensersatz von Anlageberatern

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (kurz BaFin) hat mit Bescheid vom 22.06.2015 die Vereinbarungen von Anlegern mit der Sunrise Energy GmbH als unerlaubt betriebene Bankgeschäfte qualifiziert und angeordnet diese abwickeln zu lassen.

Sunrise Energy GmbH - Schadensersatz von Anlageberatern
Anleger sind verzweifelt – Sunrise Energy GmbH nicht auffindbar

Vorgehen gegen Sunrise Energy GmbH scheitert

Die Sunrise Energy GmbH ist jedoch nicht mehr auffindbar. Weder die Anleger, noch Gerichte können sich mit der GmbH in Verbindung setzen. Die Sunrise Energy GmbH ist weder in der Kronenstraße 72 in Berlin, noch in der Speditionsstraße 21 in Düsseldorf aufzufinden und kann daher nicht für Forderungen in Anspruch genommen werden.

Möglicher Schadensersatzanspruch gegen Anlageberater

Es könnten jedoch Ansprüche gegen die Berater bestehen. Da Schadenersatzansprüche gegen Anleger verjähren können, sollten man diese unvermittelt von einem Rechtsanwalt prüfen lassen.

Wenn Berater die hochriskanten Verträge mit der Sunrise Energy GmbH als sichere Anlagen oder Altersvorsorge angepriesen haben, würde es sich um eine Falschberatung handeln, die Schadensersatzansprüche auslöst.

Wann haftet ein Anlageberater?

Anlageberater sind im Gegensatz zu Anlagevermittlern zu mehr als einer bloßen Plausibilitätsprüfung verpflichtet. Sie schulden vielmehr eine fachkundige Beratung unter Berücksichtigung der Anlageziele und Risikobereitschaft. Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs treffen einen Anlageberater besondere Aufklärungspflichten (vgl. BGH, Urteil vom 15.11.2012 – III ZR 55/12).

JUSTUS rät

Wir raten betroffenen Anlegern schnell zu handeln, da eventuelle Schadensersatz- und Prospekthaftungsansprüche der Verjährung unterliegen. Wir prüfen im Rahmen einer kostengünstigen Erstberatung neben den Erfolgsaussichten eines Vorgehens gegen die Berater  auch die Verjährung Ihrer Ansprüche. Zusätzlich teilen wir Ihnen das Kostenrisiko mit, das bei außergerichtlicher Tätigkeit entsteht, aber auch bei einer eventuellen Klageerhebung vor Gericht.

Für eine individuelle und kostenlose Erstberatung, welche auch die Deckungsanfrage bei Ihrer Rechtsschutzversicherung umfasst, füllen Sie einfach das Kontaktformular aus.

Foto: © Daniel Reche/pixabay.com

Ansprechpartner:
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Begriffsbestimmungen und rechtliche Grundlagen

Das Bank- und Kapitalmarktrecht umfasst zwei in der Tradition und in der Ausformung völlig unterschiedliche Rechtsgebiete: Das Bankrecht ist ein althergebrachtes traditionelles Rechtsgebiet mit einer Fülle von Rechtsfragen vom Allgemeinen Teil des BGB bis hin zum speziellen Recht der Ausführungsverordnungen zum Kreditwesengesetz. Das Kapitalmarktrecht hingegen – als Begriff noch Anfang der siebziger Jahre des vorherigen Jahrhunderts weitgehend unbekannt – stellt in Deutschland ein vergleichsweise junges und spezielles Rechtsgebiet dar, welches in den letzten Jahren eine nahezu beispiellos stürmische und dynamische Entwicklung durchlaufen hat und sich nach wie vor in Bewegung befindet.

Bankrecht

Zum tief im Bürgerlichen Gesetzbuch verankerten Bankrecht gehören im Wesentlichen das Recht des Kredit- und Einlagengeschäfts der Kreditinstitute, des Zahlungsverkehrs, des Wertpapier- und Depotgeschäfts sowie die damit verbundenen Haftungsfragen, z. B. infolge fehlerhafter Beratung oder Aufklärung. Weiterhin zählen dazu das spezialgesetzlich geregelte Scheck- und Wechselrecht. Berührungspunkte bestehen insbesondere zum Handels- und Gesellschaftsrecht.

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Kernbereiche des Kapitalmarktrechts, die Regelungen zum Insiderhandel, der Marktmanipulation, Publizitätspflichten und besondere Verhaltenspflichten für Wertpapierdienstleistungsunternehmen sind im WpHG – auch als Grundgesetz des Kapitalmarktrechts bezeichnet – verankert. Hinzu kommen das Börsenrecht, das InvG, das Prospektregime nach VerkaufsprospektG und WpPG sowie das Recht der Unternehmensübernahmen börsennotierter Aktiengesellschaften. Zahlreiche Gesetze – wie z. B. KWG, GwG, AktG, HGB oder auch das StGB – enthalten weitere für das Kapitalmarktrecht bedeutende Normen oder stehen mit diesem in unmittelbarem sachlichen Zusammenhang. Ergänzt werden die gesetzlichen Regelungen durch eine Fülle von Verordnungen, Satzungen, Richtlinien, Verwaltungsvorschriften, Mitteilungen (z. B. der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht – BaFin) und Allgemeinen Geschäftsbedingungen (z. B. Sonderbedingungen für Wertpapiergeschäfte).



Ansprechpartner:


Enrico Weide, Rechtsanwalt
Susanne Störmer, Rechtsanwältin
Stephanie Schulze, Rechtsanwältin
Knud J. Steffan, 
Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht