Sonderbedarfszulassung

§ 101 Abs. 1 Nr. 3 SGB V sieht die ausnahmsweise Besetzung zusätzlicher Vertragsarztsitze vor, soweit diese zur Wahrung der Qualität der vertragsärztlichen Versorgung in einem Versorgungsbereich unerlässlich sind. Den Maßstab für einen solchen Sonderbedarf definiert Nr. 24 der Bedarfsplanungsrichtlinie-Ärzte.

Die Ermittlung des lokalen Versorgungsbedarf bezieht sich auf den Teil eines großstädtischen Planungsbereichs oder großräumigen Landkreises. Geprüft wird, wo die nächsten erreichbaren niedergelassenen Vertragsärzte ihren Praxissitz haben, ob die Entfernung dorthin zumutbar ist und wie sich die Inanspruchnahme dieser Ärzte (Wartezeiten) entwickelt hat. Zur Prüfung der Versorgungssituation greifen die Zulassungsgremien auf die Feststellungen der jeweils zuständigen Bezirksstellen zurück, die als sachkundige und ortsnahe Institution geeignet und in der Lage ist, den jeweiligen Bedarf vor Ort festzustellen.

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