Rundschreiben der Akzenta AG vom 18. Juli 2008

Nach unseren bisherigen Erkenntnissen wurden alle Kunden der Akzenta AG, die in der Anklageschrift der Staatsanwaltschaft München II als Geschädigte bezeichnet sind, mit einem Rundbrief angeschrieben. Absender des Rundbriefs sind die Angeklagten Oliver Braun, Alexander Chmiel, Ulrich Chmiel und Juan Ramos de la Rosa für die Bonusplan GmbH, die JOB GmbH und die PVZ GmbH. Dem ersten Anschein nach erfolgte das Schreiben im Einverständnis mit der Akzenta AG, da der bisherige Vorstand der Akzenta AG, Herr Juan Ramos de la Rosa dieses mitunterschrieben hat. Herr Juan Ramos de la Rosa wurde zum 1. August 2008 als Vorstand der Akzenta AG abberufen und Herr Siegfried Hans Bauer wurde zum 1. August 2008 als Vorstand der Akzenta AG bestellt.

In dem Rundbrief wird ein Vorschlag an die Kunden unterbreitet, wonach die genannten Personen und Gesellschaften 30 % der an die Akzenta AG gezahlten Beträge unter Berücksichtigung bereits erhaltener Auszahlungen sowie einer Kostenpauschale für den Abschluss des Vergleiches an die Vertragsnehmer bezahlen. Der Vollständigkeit halber wird darauf hingewiesen, dass dem Schreiben keine Vollmacht der angeblich die oben genanten Personen und Gesellschaften vertretenden Rechtsanwältin Cornelia Gehrenbeck beigefügt war.

Wir raten von einer Annahme des Vergleiches in der vorgeschlagenen Form ab. Uns liegen entgegen den Darstellungen in dem Rundbrief mehrere Urteile des Landgerichts München I vor, in denen die Akzenta AG zur Rückzahlung der vollen Einlage abzüglich der Ausschüttungen verurteilt wurde.

Grundlage für die Urteile war die Annahme einer offenbaren Verletzung von wesentlichen Informationspflichten in den verteilten Prospekten. Die Prospekte waren derart unvollständig und unrichtig, dass die Kunden (und zum Teil nicht einmal die Vermittler) in der Lage waren, die angebotene Beteiligung objektiv zu beurteilen und richtig einzuschätzen. Im Hinblick auf zum großen Teil abgeschlossene „Verwaltungsverträge“ sind diese sogar nichtig.

Wir schätzen daher nach Auswertung der uns vorliegenden Urteile die Erfolgsaussichten einer Klage auf Schadenersatz in Höhe der geleisteten Einlagen als positiv ein. Grundsätzlich können wir selbstverständlich die endgültige Durchsetzbarkeit der Urteile nicht vorab einschätzen. Informationen zu einer etwaig drohenden Insolvenz liegen hier nicht vor; es ist nach dem heutigen Sachstand eher von einer Weiterführung der Gesellschaft und mithin einer Durchsetzbarkeit auszugehen. Unter Umständen könnte auch ein Arrestgesuch zur Sicherung von Vermögenswerten gestellt werden.

Wir raten daher allen Anlegern dazu, die Ansprüche schnellstens durch einen im Kapitalanlagerecht versierten Rechtsanwalt prüfen zu lassen und ggf. gerichtlich geltend zu machen.

Für die schriftliche Erstberatung, welche auch die Deckungsanfrage bei Ihrer Rechtsschutzversicherung umfasst, drucken Sie bitte einfach das Auftragsformular für geschädigte Kapitalanleger aus und senden es ausgefüllt, zusammen mit den Zeichnungsscheinen und den wesentlichen Unterlagen zu. Für die Erstberatung entsteht Ihnen eine Gebühr in Höhe von 95,20 €. Gern können Sie sich auch unverbindlich per Email oder Telefon an uns wenden.

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JUSTUS Rechtsanwälte & Steuerberater
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