Proven Oil Canada – POC Verwaltungs GmbH fordert Ausschüttungen

Proven Oil Canada – POC Verwaltungs GmbH fordert Ausschüttungen zurück

Die POC Verwaltungs GmbH hat nach den uns vorliegenden Informationen die Anleger und Kommanditisten der Gesellschaften

POC Eins GmbH & C. KG
POC Zwei GmbH & Co. KG
POC Growth GmbH & Co. KG
POC Growth 2. GmbH & Co. KG
POC Growth 3. GmbH & Co. KG
POC Natural Gas 1 GmbH & Co. KG

im Rahmen eines aktuellen Rundschreibens vom 6. Juli 2015 angeschrieben und aufgefordert, die bislang geleisteten Ausschüttungen aus dem Jahr 2013 zurückzuzahlen und eine Kostenerstattung für kanadische Steuererklärungen vorzunehmen.

Zu den POC – Proven Oil Canada – Fonds
Das Investitionsziel der POC – Fonds zielt überwiegend auf kanadische Objektsgesellschaften ab, die wiederum in laufende und bereits produzierende Öl- und Gasquellen investieren. Daneben wird in den Bau von Bioenergieanlagen und den Kauf von Industrieland investiert.
Die Kanzlei JUSTUS Rechtsanwälte hatte bereits nach dem Beschluss der Zusammenlegung der Objektgesellschaften sowie den verminderten Ausschüttungsraten zu erhöhter Vorsicht und einer Überprüfung der Anlage durch einen Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht geraten! Auffällig war bereits die Intransparenz und mangelhafte Aufklärung der Anleger über die wirtschaftlichen Gründe und die Notwendigkeit der Zusammenlegung der Gesellschaften in die COGI Limited (Objektgesellschaft).

Steuererklärungskosten und Ausschüttungen zurückzahlen?
Die aktuelle Aufforderung zur Rückzahlung der Ausschüttungen und zur Kostenerstattung für kanandische Steuererklärungen bis zum 25.07.2015 lässt ebenfalls nicht die erforderliche Notwendigkeit erkennen, warum die Gesellschaft die Mittel bei den eigenen Anlegern eintreibt. Auch ist nicht dargestellt worden, wie die Verluste der Gesellschaft zustande gekommen sind und welche Maßnahmen für einen Umschwung und die ersehnte positive Entwicklung veranlasst bzw. beabsichtigt sind. Ohne ein sinnvolles bzw. zumindest in Ansätzen nachvollziehbares Konzept sind die Aussichten für die Anlegergelder durchaus düster! Hinzu kommt, dass die Gesellschaft mit Jahresabschlüssen, Rechenschaftsberichten und Geschäftsergebnissen ihren Verpflichtungen nicht nachkommt und gesetzliche Fristen verstreichen lässt.

Die Kanzlei JUSTUS Rechtsanwälte sieht für den Rückzahlungs- und den Erstattungsanspruch derzeit rechtlich keine Notwendigkeit. Nach unseren bisherigen Erkenntnissen ist die Rückforderung unrechtmäßig, da die dafür erforderlichen gesellschaftsrechtlichen und zivilrechtlichen Voraussetzungen nicht gegeben sind.

JUSTUS rät:
Anleger der POC – Fonds sollten aufgrund der aktuellen Entwicklung nun unbedingt einen Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht aufsuchen und den Rückzahlungs- und Erstattungsanspruch überprüfen lassen. Zudem sollten dabei auch mögliche Schadensersatzansprüche unter die Lupe genommen werden, um weitere Verluste zu umgehen.

Kostenfreie Erstberatung
Für Informationen oder die schriftliche Erstberatung, welche auch die Deckungsanfrage bei Ihrer Rechtsschutzversicherung umfasst, füllen Sie einfach unverbindlich das
Kontaktformular aus.
Die Erstberatung in Sachen POC-Fonds ist kostenfrei. Wir sichten Ihre Unterlagen und unterbreiten Ihnen ein individuelles Angebot.
Gern können Sie sich auch zunächst per Email oder Telefon an uns wenden oder zurückrufen lassen. Rufen sie gleich an und vereinbaren einen Termin: 030-44044966

Ansprechpartner:

Rechtsanwalt Knud J. Steffan
Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht
JUSTUS Rechtsanwälte
Eberswalder Straße 26
10437 Berlin

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"Niemals dürft ihr so tief sinken, von dem Kakao,
durch den man euch zieht, auch noch zu trinken."

Erich Kästner


Die Gesellschaftsbeteiligung als Anlageform:


Gesellschaftsbeteiligungen kommen meist als atypische stille Gesellschaftsbeteiligungen oder als Kommanditbeteiligungen vor. Bei letzeren unterscheidet man noch zwischen mittelbaren (über einen Treuhänder) und unmittelbare Kommanditbeteiligungen.

Bei sämtlichen Formen der Gesellschaftsbeteiligung muss sich der Gesellschafter die Gewinne und eben auch die Verlußte der Gesellschaft zurechnen lassen. Es wird ein sogenanntes Kapitalkonto geführt, auf dem sämtliche Einlagen des Gesellschafters und die Gewinne und meist Verlußte der Anlagegesellschaft gebucht werden.
Die Beteiligungsverträge weisen in der Regel lange Laufzeiten von 10 bis zu 30 Jahren auf und eine vorzeitige Kündigung ist entweder nicht möglich oder an pauschale Schadensersatzansprüche (sog. Ausgleichszahlungen) geknüpft.


Verjährung von Ansprüchen: 10 Jahre nach Zeichnung ist Schluss, § 199 Abs. 3 Nr. 1 BGB

Jeder, wirklich jeder Gesellschafter/Anleger sollte die Verjährungsfristen von Schadenersatzansprüchen im Auge behalten.
Taggenau 10 Jahre nach Zeichnung bzw. Beitritt zur Gesellschaft verjähren sämtliche Schadenersatzansprüche, die ein Gesellschafter z.B. aus Falschberatung gegen Berater, Treuhänder oder Gründungsgesellschafter zustehen können. Dies unabhängig von der Kenntnis des Anlegers/Gesellschafters.
Da der Schadenersatz durch Rückabwicklung der Gesellschaftsbeteiligung oft der einzige Weg ist, keine erheblichen Verlußte zu erleiden sollte jeder Anleger seine Kapitalanlagen vor Ablauf dieser Frist durch einen Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht prüfen lassen.
Meist erhalten nämlich die Anleger erst kurz nach Ablauf dieser Frist die verheerende Nachricht durch Berater oder Kapitalanlagegesellschaft, dass sämtliche Einlagen durch Verluste der Gesellschaft aufgezehrt sind und/oder vereinbarte Auszahlungen nicht möglich sind.