Negatives Abfindungsguthaben – NL Nord Lease Anleger

NL Nord Lease AG: Anleger sollen bis Jahresende negatives Abfindungsguthaben zahlen

NL Nord Lease AG fordert empfangene bzw. wiederangelegte Ausschüttungen zurück! Anleger, die ihre Beteiligung vom 31.12.2016 gekündigt haben, erhielten ein Schreiben vom 24.11.2017 mit einer solchen Aufforderung. Für den Fall, dass der Anleger nicht zahlen sollte, stellt die NL Nord Lease AG ihm Verzugszinsen und Anwaltskosten in Aussicht.

Negatives Abfindungsguthaben

Negatives Abfindungsguthaben – Betroffener soll zahlen

Als Begründung für die Aufforderung zur Zahlung wird angeführt, dass der NL Nord Lease AG nun die Ermittlung des Abfindungsguthabens durch einen Wirtschaftsprüfer vorliegen. Die Beteiligung des Anlegers würde nach Berechnungen einen Negativsaldo aufweisen. Nach § 13 d des atypisch stillen Gesellschaftsvertrages soll der Betroffene die Summe bis zur Höhe der durch ihn empfangenen oder wiederangelegten Ausschüttungen zurückzahlen.

NL Nord Lease AG-Anleger suchen Hilfe – Erst Forderung prüfen und dann gegebenenfalls zahlen

Betroffenen wird geraten erst das Zahlenwerk zu dem konkreten Vertrag anzufordern und dann als zweiten Schritt dieses prüfen lassen.

Das Anfordern der Unterlagen ist deshalb so wichtig, da für jeden atypisch stillen Gesellschaftsvertrag die AG einen Abfindungsbetrag ausrechnen und diese Berechnung auch transparent machen muss. Da es für Anleger schwierig zu erkennen ist, ob Abrechnungsfehler entstanden sind, ist die überprüfen der Unterlagen durch einen Experten notwendig!

Wenn keine Fehler gefunden werden können sollte der Anleger zahlen. Jedoch können auch Vergleichsgespräche mit der Anlagegesellschaft dann eine Lösungsmöglichkeit sein und zu  einer günstigeren Lösung für den Anleger führen.

Justus rät:

Bei Forderungen der Nord Lease aus negativem Abfindungsguthaben konnten wir schon einer Vielzahl von Anlegern helfen. Oft können Rückzahlungsaufforderungen ganz oder teilweise abgewehrt werden.

Erstberatung – Wir prüfen Ihre Forderung!

Für weitere Informationen oder die schriftliche Erstberatung, welche auch die Deckungsanfrage bei Ihrer Rechtsschutzversicherung umfasst, füllen Sie einfach unverbindlich das Kontaktformular aus.
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Bank- und Kapitalmarktrecht

"Es ist gut, dass die Menschen ihr Geldsystem nicht verstehen, denn sonst hätten wir noch vor morgen früh eine Revolution"
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Achtung: Absolute Verjährung, taggenau 10 Jahre ab Zeichnung bzw. Vertragsschluss 

Bankrecht und Kapitalmarktrecht:
Begriffsbestimmungen und rechtliche Grundlagen

Das Bank- und Kapitalmarktrecht umfasst zwei in der Tradition und in der Ausformung völlig unterschiedliche Rechtsgebiete: Das Bankrecht ist ein althergebrachtes traditionelles Rechtsgebiet mit einer Fülle von Rechtsfragen vom Allgemeinen Teil des BGB bis hin zum speziellen Recht der Ausführungsverordnungen zum Kreditwesengesetz. Das Kapitalmarktrecht hingegen – als Begriff noch Anfang der siebziger Jahre des vorherigen Jahrhunderts weitgehend unbekannt – stellt in Deutschland ein vergleichsweise junges und spezielles Rechtsgebiet dar, welches in den letzten Jahren eine nahezu beispiellos stürmische und dynamische Entwicklung durchlaufen hat und sich nach wie vor in Bewegung befindet.

Bankrecht

Zum tief im Bürgerlichen Gesetzbuch verankerten Bankrecht gehören im Wesentlichen das Recht des Kredit- und Einlagengeschäfts der Kreditinstitute, des Zahlungsverkehrs, des Wertpapier- und Depotgeschäfts sowie die damit verbundenen Haftungsfragen, z. B. infolge fehlerhafter Beratung oder Aufklärung. Weiterhin zählen dazu das spezialgesetzlich geregelte Scheck- und Wechselrecht. Berührungspunkte bestehen insbesondere zum Handels- und Gesellschaftsrecht.

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Kernbereiche des Kapitalmarktrechts, die Regelungen zum Insiderhandel, der Marktmanipulation, Publizitätspflichten und besondere Verhaltenspflichten für Wertpapierdienstleistungsunternehmen sind im WpHG – auch als Grundgesetz des Kapitalmarktrechts bezeichnet – verankert. Hinzu kommen das Börsenrecht, das InvG, das Prospektregime nach VerkaufsprospektG und WpPG sowie das Recht der Unternehmensübernahmen börsennotierter Aktiengesellschaften. Zahlreiche Gesetze – wie z. B. KWG, GwG, AktG, HGB oder auch das StGB – enthalten weitere für das Kapitalmarktrecht bedeutende Normen oder stehen mit diesem in unmittelbarem sachlichen Zusammenhang. Ergänzt werden die gesetzlichen Regelungen durch eine Fülle von Verordnungen, Satzungen, Richtlinien, Verwaltungsvorschriften, Mitteilungen (z. B. der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht – BaFin) und Allgemeinen Geschäftsbedingungen (z. B. Sonderbedingungen für Wertpapiergeschäfte).



Ansprechpartner:


Enrico Weide, Rechtsanwalt
Susanne Störmer, Rechtsanwältin
Stephanie Schulze, Rechtsanwältin
Knud J. Steffan, 
Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht 

GESELLSCHAFTSBETEILIGUNGEN: ALBIS, CIS, CSA, U.A.82
Gesellschaftsbeteiligungen



"Niemals dürft ihr so tief sinken, von dem Kakao,
durch den man euch zieht, auch noch zu trinken."

Erich Kästner


Die Gesellschaftsbeteiligung als Anlageform:


Gesellschaftsbeteiligungen kommen meist als atypische stille Gesellschaftsbeteiligungen oder als Kommanditbeteiligungen vor. Bei letzeren unterscheidet man noch zwischen mittelbaren (über einen Treuhänder) und unmittelbare Kommanditbeteiligungen.

Bei sämtlichen Formen der Gesellschaftsbeteiligung muss sich der Gesellschafter die Gewinne und eben auch die Verlußte der Gesellschaft zurechnen lassen. Es wird ein sogenanntes Kapitalkonto geführt, auf dem sämtliche Einlagen des Gesellschafters und die Gewinne und meist Verlußte der Anlagegesellschaft gebucht werden.
Die Beteiligungsverträge weisen in der Regel lange Laufzeiten von 10 bis zu 30 Jahren auf und eine vorzeitige Kündigung ist entweder nicht möglich oder an pauschale Schadensersatzansprüche (sog. Ausgleichszahlungen) geknüpft.


Verjährung von Ansprüchen: 10 Jahre nach Zeichnung ist Schluss, § 199 Abs. 3 Nr. 1 BGB

Jeder, wirklich jeder Gesellschafter/Anleger sollte die Verjährungsfristen von Schadenersatzansprüchen im Auge behalten.
Taggenau 10 Jahre nach Zeichnung bzw. Beitritt zur Gesellschaft verjähren sämtliche Schadenersatzansprüche, die ein Gesellschafter z.B. aus Falschberatung gegen Berater, Treuhänder oder Gründungsgesellschafter zustehen können. Dies unabhängig von der Kenntnis des Anlegers/Gesellschafters.
Da der Schadenersatz durch Rückabwicklung der Gesellschaftsbeteiligung oft der einzige Weg ist, keine erheblichen Verlußte zu erleiden sollte jeder Anleger seine Kapitalanlagen vor Ablauf dieser Frist durch einen Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht prüfen lassen.
Meist erhalten nämlich die Anleger erst kurz nach Ablauf dieser Frist die verheerende Nachricht durch Berater oder Kapitalanlagegesellschaft, dass sämtliche Einlagen durch Verluste der Gesellschaft aufgezehrt sind und/oder vereinbarte Auszahlungen nicht möglich sind.