Neckermann Kündigung und Insolvenz: Fachanwalt für Arbeitsrecht in Berlin berät Sie

Erst Schleckerfrau, nun Neckermann:

Die nächste Kündigungswelle rollt an.
Neckermann stellte am 18.Juli  2012 den Insolvenzantrag, am 26.09.2012 wurde bekannt gegeben, dass Neckermann abgewickelt wird.  Damit gehen bei dem Traditionsunternehmen am Sonntag die Lichter aus. Danach bleibt nur noch ein kleines Abwicklungsteam, das sich um die Auflösung des Betriebs kümmert. Als Folge davon werden rund 2.000 Mitarbeiter mit Kündigungen oder Änderungskündigungen durch den Insolvenzverwalter rechnen müssen.

Vermittlung der Mitarbeiter wird schwierig
Die Vermittlungschancen für die bald arbeitslosen Neckermann-Mitarbeiter schätzt die Gewerkschaft ver.di als nicht besonders rosig ein. Während die Beschäftigen aus dem Bereich E-Commerce aufgrund ihrer guten Qualifikation vermutlich gute Karten auf dem Arbeitsmarkt hätten, werde es für die 800 Mitarbeiter aus dem Bereich Logistik "schwierig", einen neuen Job zu finden, sagte ver.di-Vertreter Thurner der Nachrichtenagentur dapd.

Speziell in dieser Sparte gebe es "einen großen Anteil an schwerbehinderten Kollegen und eher gering qualifizierten Mitarbeitern mit Migrationshintergrund". Erschwerend komme hinzu, dass die Jobsuchenden sich im Falle von Neckermann an einem Standort konzentrierten. Verglichen mit den Jobchancen der Ex-Mitarbeiter der insolventen Drogeriemarktkette Schlecker sei ihre Situation daher "noch gravierender".

Kündigungsschutzklage und Insolvenzgeld:
Neben der Kündigungsschutzklage, Beantragung von Insolvenzgeld und Meldung beim Jobcenter gibt es viele Fristen und rechtliche Fragestellungen die der/die Arbeitnehmer beachten sollten.

Fristen:

Nach Erhalt einer Kündigung oder Änderung des Arbeitsvertrages muss binnen 3 Wochen die Kündigungsschutzklage vor dem zuständigen Arbeitsgericht erhoben werden. Danach ist die Kündigung bestandskräftig und der Arbeitnehmer kann diese nicht mehr anfechten.
Selbst wenn die Kündigung z.B. bei einer Betriebsstilllegung rechtmäßig erscheint, sollte der Arbeitgeber diese immer rechtzeitig prüfen lassen, da nur si Regelungen zu einer Abfindung oder Folgen für das Arbeitslosengelg geregelt werden können.
Die Kosten der Kündigungsschutzklage werden entweder von der Rechtsschutzversicherung übernommen oder meißt durch Prozesskostenhilfe getragen.

Die Kanzlei JUSTUS Rechtsanwälte Berlin berät und vertritt seit vielen Jahren Arbeitnehmer und Arbeitgeber in allen arbeitsrechtlichen Fragen. Soweit Sie Fragen zum Urlaubsgeldanspruch oder zum allgemeinen Arbeitsrecht haben, wenden Sie sich bitte telefonisch oder über das Kontaktformular an uns. Die telefonische Auskunft zu Gebühren und Verfahren ist kostenfrei.

Hans-Ulrich Kleimann,
Fachanwalt für Arbeitsrecht
in Kooperation mit
JUSTUS Rechtsanwälte & Steuerberater
Eberswalder Straße 26
10437 Berlin

Tel.: 030 / 440 449 66
Fax: 030 / 440 449 56

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