nachbesetzung gemäß § 103 abs. 4 sgb v

Gemäß § 103 Abs. 4 SGB V kann der bisherige Praxisinhaber seine Vertragsarztpraxis an einen Nachfolger verkaufen, der dann trotz Überversorgung eine Zulassung erhält.

Umstände für eine Nachbesetzung sind:

o   das Erreichen der Altersgrenze gemäß § 95 Abs. 7 SGB V,
o   Verzicht auf die Zulassung,
o   Tod des Praxisinhabers,
o   Entziehung der Zulassung gemäß § 95 Abs. 6 SGB V.


In diesen Fällen kann der bisherige Praxisinhaber, seine Erben bzw. die Partner einer Gemeinschaftspraxis die Ausschreibung beantragen. Nach erfolgter Ausschreibung hat der Zulassungsausschuss unter den Bewerbern gemäß § 103 Abs. 4 SGB V eine Auswahlentscheidung zu treffen.

Hierbei werden folgende Kriterien beachtet:

o   berufliche Eignung einschließlich Zusatzqualifikationen,
o   Approbationsalter und Dauer der beruflichen Tätigkeit,
o   Umfang der Berufsausübung,
o   Eintragung in die Warteliste gemäß § 103 Abs. 5 SGB V,
o   Job-Sharing Partner nach 5jähriger Tätigkeit
o   Ehegatten oder Kinder
o   Bereitschaft den Verkehrswert der Praxis als Kaufpreis zu akzeptieren.


Der Verkehrswert einer Praxis wird nach der sogenannten Ärztekammermethode ermittelt. Der Verkehrswert ergibt sich aus dem ideellen und dem materiellen Wert der Praxis.

o   Umsatz der letzten 3 Jahre (abzgl. 3 Oberarztgehälter) oder alternativ
o   75 % der 3-Jahres-Umsätze (bei Umsätzen unter 150.000 € pro Jahr) mal 0,33,
o   zuzüglich dem materiellen Wert für die übernommenen Praxisgegenstände.

 

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