MULTI ASSET PORTFOLIO Anspar Plan 3: Ein Sparplan mit Risiken

MULTI ASSET PORTFOLIO Anspar Plan 2 und 3: Ein Sparplan mit Risiken

Multi Asset Anspar Plan GmbH & Co. KG

Multi Asset Anspar Plan 3 GmbH & Co. KG
Die Beteiligungsgesellschaft Multi Asset Anspar Plan 3 GmbH & Co. KG übernimmt die Funktion einer Dachfondsgesellschaft. Mit einer Einmalanlage oder einem Sparplan, mit dem investiert der Anleger in ein breit gestreutes Sachwerte-Portfolio. Der Dachfonds investiert in diverse Wohn- und Gewerbeimmobilien, Grundstücke, Projektentwicklungen, Infrastruktur, Gold und Silber, Öl und Gas, Flugzeuge, Schiffe, Eisenbahnen, Container, Anlagen im Bereich Erneuerbare Energien (Wind, Wasser, Sonne), Investitionen in den Bereichen Private Equity, Leasing und Logistik.

Die vier verschiedenen Anlegergruppen unterscheiden sich in ihrer Spardauer von 5, 10, 15 und 20 Jahren. Das Ziel vieler Kleinanleger ist es, mit der Anlage für die Altersvorsorge zu sparen. Kann dies gelingen?

Risiken des Dachfonds Multi Asset Anspar Plan
Der Dachfonds ist aufgrund seiner unternehmerischen Struktur mit verschiedenen Risiken ausgestaltet. Auch wenn eine breite Streuung der Anlageklassen die Risiken verringern soll, so sieht sich der Anleger dennoch einem Verlustrisiko ausgesetzt. Auch Kosten- und Kostenverteilungsrisiken, die sich aus den unterschiedlichen Investitionszeiträumen ergeben können, muss der Anleger hinnehmen. Das Ergebnis am Ende der Laufzeit kann damit weit unter den eingezahlten Spareinlagen liegen. Auf die Risiken muss der Anleger im Rahmen der Beratung hingewiesen werden. Andernfalls kann der betroffene Anleger Schadensersatz geltend machen und eine Rückabwicklung einschließlich der Rückzahlung geleisteter Zahlungen verlangen.

Weiche Kosten und Provisionen bei über 20 %

Die Emissionsprospekte der Multi Asset Anspar Plan 2 und 3 sind über 140 Seiten stark. Hier sind fast mustergültig alle in Betracht kommenden Risiken der Dachfonds bis hin zum Totalverlust, Rückzahlung der Ausschüttungen und die weichen Kosten und Provisionen aufgeführt.

Bei nicht rechtzeitiger Übergabe dieses Emissionsprospektes (4 Wochen vor Zeichnung) kommt es nach Rechtsprechung des BGH nur noch auf die Beratung oder Nichtberatung des Vermittlers an. Für die rechtzeitige Übergabe des Prospekte ist dieser beweisbelastet.

Ein ganz wichtiger Punkt ist, dass auch nach dem Prospekt die Provisionen an die Hauptgesellschaft immerhin 15 % des Anlagebetrages betragen und zusätzlich noch 5 % Agio anfallen. Das heißt, dass hier nachweislich die weichen Kosten über 20 % des Anlagebetrages liegen.

Der Bundesgerichtshof hat in ständiger Rechtsprechung entscheiden, dass auch freie Finanzberater bei der Vermittlung unaufgefordert auf die Höhe der anfallenden Provisionen und weichen Kosten hinweisen müssen, wenn diese bei 15 % oder mehr liegen.

In vielen unserer Fälle hat der Vermittler weder das Emissionsprospekt rechtzeitig übergeben, noch über die genaue Höhe der Provisionen und Kosten aufgeklärt. Soweit dies nachweisbar ist hat der Berater dem Anleger den vollen Schadenersatz zu zahlen, d.h. die Beteiligungssumme zzgl. Agio und Zinsen.

Vorsicht Verjährung:

Bitte beachten Sie dei absolute 10 jährige Verjährung von Schadenersatzansprüchen. Wenn Sie z.B. im Dezember 2010 gezeichent haben, so müssen Sie ihre Ansprüche spätestens inm Dezember 2020 gerichtlich geltend machen.

Justus rät:
Betroffene Anleger, die Zweifel daran haben, ob sie eine geeignete Beteiligung gezeichnet haben, wird empfohlen eine Überprüfung vorzunehmen zu lassen. Unter Umständen besteht auch heute noch die Möglichkeit sich durch einen Widerruf vom Vertrag zu lösen.

Für weitere Informationen oder die schriftliche Erstberatung, welche auch die Deckungsanfrage bei Ihrer Rechtsschutzversicherung umfasst, füllen Sie einfach unverbindlich das Kontaktformular aus.
Für die Erstberatung entsteht Ihnen eine Gebühr in Höhe von 80,- € inkl. MwSt. Gern können Sie sich auch zunächst per Email oder Telefon an uns wenden oder zurückrufen lassen.
Rufen sie gleich an und vereinbaren einen Termin: 030-44044966

Ansprechpartner:

Rechtsanwalt Knud J. Steffan
Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht
JUSTUS Rechtsanwälte
Eberswalder Straße 26
10437 Berlin

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"Niemals dürft ihr so tief sinken, von dem Kakao,
durch den man euch zieht, auch noch zu trinken."

Erich Kästner


Die Gesellschaftsbeteiligung als Anlageform:


Gesellschaftsbeteiligungen kommen meist als atypische stille Gesellschaftsbeteiligungen oder als Kommanditbeteiligungen vor. Bei letzeren unterscheidet man noch zwischen mittelbaren (über einen Treuhänder) und unmittelbare Kommanditbeteiligungen.

Bei sämtlichen Formen der Gesellschaftsbeteiligung muss sich der Gesellschafter die Gewinne und eben auch die Verlußte der Gesellschaft zurechnen lassen. Es wird ein sogenanntes Kapitalkonto geführt, auf dem sämtliche Einlagen des Gesellschafters und die Gewinne und meist Verlußte der Anlagegesellschaft gebucht werden.
Die Beteiligungsverträge weisen in der Regel lange Laufzeiten von 10 bis zu 30 Jahren auf und eine vorzeitige Kündigung ist entweder nicht möglich oder an pauschale Schadensersatzansprüche (sog. Ausgleichszahlungen) geknüpft.


Verjährung von Ansprüchen: 10 Jahre nach Zeichnung ist Schluss, § 199 Abs. 3 Nr. 1 BGB

Jeder, wirklich jeder Gesellschafter/Anleger sollte die Verjährungsfristen von Schadenersatzansprüchen im Auge behalten.
Taggenau 10 Jahre nach Zeichnung bzw. Beitritt zur Gesellschaft verjähren sämtliche Schadenersatzansprüche, die ein Gesellschafter z.B. aus Falschberatung gegen Berater, Treuhänder oder Gründungsgesellschafter zustehen können. Dies unabhängig von der Kenntnis des Anlegers/Gesellschafters.
Da der Schadenersatz durch Rückabwicklung der Gesellschaftsbeteiligung oft der einzige Weg ist, keine erheblichen Verlußte zu erleiden sollte jeder Anleger seine Kapitalanlagen vor Ablauf dieser Frist durch einen Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht prüfen lassen.
Meist erhalten nämlich die Anleger erst kurz nach Ablauf dieser Frist die verheerende Nachricht durch Berater oder Kapitalanlagegesellschaft, dass sämtliche Einlagen durch Verluste der Gesellschaft aufgezehrt sind und/oder vereinbarte Auszahlungen nicht möglich sind.