MHF Erste und Zweite Academy Film GmbH & Co. KG

Academy Filmfonds
MHF Erste und Zweite Academy Film GmbH & Co. KG
Die MHF Erste und Zweite Academy Film GmbH & Co. KG sind geschlossene Filmfonds, die in die Auswertung und Produktion von Kinofilmen investieren. Die Delfi (früher: MHF Delbrück Produktion 2004 GmbH & Co. KG) ist heute mit einem Anteil von 99,9% in Form einer atypisch stillen Gesellschaftsbeteiligung am Vermögen des MHF Zweite Academy Film GmbH & Co. KG beteiligt. Der Erste und Zweite Academy Filmfonds wurden von der Commerzbank vertrieben, die nun wegen Falschberatung für die Schäden der Anleger aufkommen muss.

Versprechen von Steuervorteilen nicht gehalten:
Vielen Investoren wurde die Anlage als steuersparendes Modell verkauft, da die Fonds bis vor einigen Monaten noch steuerbegünstigt waren und sich so angeblich insbesondere für sicherheitsorientierte Investoren eigneten. Allerdings konnte sich dieses Versprechen infolge des Kapitalverlustes von 10% nicht bewahrheiten und nun stehen Anlegern statt Steuervergünstigungen, Steuernachzahlungen bevor.

Viele Anleger wurden schon zu beträchtlichen Steuernachzahlungen aufgefordert:


Seit mit dem Medienerlass von 2005 sind die Fonds infolge einer Einschränkung der Anwendung des Steuersparmodells nicht mehr steuerprivilegiert und gelten seither als Festgeld. Daraus ergibt sich, dass Anleger nun 70% der Anlagesumme von insgesamt 290 Mio. € nachzahlen müssen. So muss ein Anleger der vor rund zehn Jahren mindestens 25.000 € investiert hat und daher in den Folgejahren dem Spitzensatz der Einkommenssteuer unterlag, nun 8.000 € an die Staatskasse zahlen. Und wer die Rückzahlung noch nicht versteuert hat, dem bleibt jetzt noch Schlimmeres vorbehalten. So erwartet betroffene Anleger in diesem Falle laut Pressemitteilung eine Zinslast von rund 70%, was auf den Mindestbeteiligungsbetrag gerechnet schon mehr als 17.000 € ausmachen würde.

Urteile gegen die Commerzbank in Sachen Academy Film:
Anleger müssen schnell reagieren und ihre Ansprüche angesichts der drohenden Verjährung geltend machen. Zu der Erste und Zweite Academy Film GmbH & Co. KG bestehen gute Erfolgsaussichten. So sprach bereits das Landgericht München (Entscheidung vom 28.01.2010; Az.: 22 O 76/09), sowie das Landgericht Konstanz (Entscheidung vom 04.12.2009; Az.: 3 O 32/09 D) betroffenen Kapitalanlegern der MHF Zweite Academy Film GmbH & Co. KG Schadensersatz wegen Falschberatung zu, den nun die Commerzbank als beratende Bank zu zahlen hat. Die Argumentation der Rechtsprechung stützte sich hierbei hauptsächlich darauf, dass die Bank zu keiner Zeit über Provisionen informiert habe (Kick-Back-Rechtsprechung). Mit einem Urteil vom 02.02.2010 bestätigte das Landgericht Hamburg nun auch den Schadenersatzanspruch eines Anlegers der MHF Zweite Academy Film GmbH & Co. KG wegen einer fehlerhaften Darstellung des Anlagemodells.

Verjährung:
Gemäß §§ 195, 199 BGB verjähren Ansprüche binnen 3 Jahren nach Kenntnis der Falschberatung. Daneben verjähren sämtliche Schadenersatzansprüche unabhängig von der Kenntnis taggenau binnen 10 Jahren nach Vertragsschluss.
Sollten Sie daher Mitte 2002 den Fond gezeichnet haben, so müssen sie dringend die Verjährung durch Klage oder Schlichtung hemmen.

Justus rät:
Betroffene Anleger sollten sich unbedingt an einen Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht wenden, um ihre Ansprüche prüfen zu lassen und sich insbesondere auch über die Verjährung informieren zu lassen. JUSTUS Rechtsanwälte erstritt bereits einige Urteile und Vergleiche in ähnlich gelagerten Fällen und helfen auch Ihnen gern weiter.

Für die schriftliche Erstberatung, welche auch die Deckungsanfrage bei Ihrer Rechtsschutzversicherung umfasst, drucken Sie bitte einfach das Auftragsformular für geschädigte Kapitalanleger aus und senden es ausgefüllt, zusammen mit den Zeichnungsscheinen und den wesentlichen Unterlagen zu. Für die Erstberatung entsteht Ihnen eine Gebühr in Höhe von netto 80,- €. Gern können Sie sich auch unverbindlich per Email oder Telefon an uns wenden.

Ansprechpartner:

Rechtsanwalt Knud J. Steffan
Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht
JUSTUS Rechtsanwälte & Steuerberater
Eberswalder Straße 26
10437 Berlin

Tel.: 030 / 440 449 66
Fax: 030 / 440 449 56
E-mail: Justus@kanzleimitte.de

Ansprechpartner:
Grit Rahn
Rechtsanwältin
E-Mail: Rahn@kanzleimitte.de

Telefon: 030-440 449 66
Telefax: 030-440 449 56

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Medienfonds und Filmfonds

Mit Hilfe von Medienfonds sollen Film- und Fernsehproduktionen bei der Finanzierung unterstützt werden. Bekannt sind vor allem KGAL oder Hannover Leasing. Was grundsätzlich wie eine rentable und auch allgemeinnützige Anlageform aussieht, stellte sich jedoch in der Praxis oft als Risikogeschäft für den Anleger heraus, auch wenn einige der finanzierten Filme sich zu Kassenschlagern entwickelten.

Das Wesen der Medienfonds

In der Sache werden die Medienfonds als geschlossene Fonds vermarktet, der potentielle Anleger kann eine Beteiligung also nur während eines bestimmten Zeitraums zeichnen. Als Anreiz für die Beteiligung wird er dann am Einspielergebnis beteiligt. Die Medienfonds werden meist in der Rechtsform der GmbH & Co KG betrieben; dies führt dazu, dass im Falle der Insolvenz des Fonds eine Haftung für Einlageverluste schwierig zu realisieren ist, da die Gesellschafter der GmbH als diejenigen, die maßgeblich das Geschäft des Fonds gesteuert haben, persönlich nicht haften müssen.

Medienfonds als angebliches Steuersparmodell

Grund für eine Beteiligung an Medienfonds war in der Vergangenheit auch häufig eine steuerliche Besonderheit in Deutschland: es konnten im ersten Jahr der Beteiligung bis zu 100 % der Einlage steuerlich berücksichtigt werden. Diese Möglichkeit wurde 2005 durch eine Gesetzesnovelle beseitigt. Bereits seit 2001 wurde die steuerliche Vergünstigung nach dem so genannten Medienerlass des Bundesfinanzministeriums nur gewährt, wenn die Gesellschafter des Fonds als „Filmhersteller“ gelten konnten, sie auf die Produktion des Films also maßgeblichen Einfluss ausübten. Dies war insbesondere dann problematisch, wenn nur einmal jährlich eine Anlegerversammlung stattfand, bei der eine allgemeine Information über die Filmprojekte gegeben wurde. Auch die Vertretung durch einen Beirat zu diesem Zweck konnte die Steuervergünstigung nur dann herbeiführen, wenn sich darin Fachkundige aus der Film- und Fernsehbranche befanden.

Risiken bei Medienfonds

Allerdings war auch die Beteiligung an den Medienfonds an sich für viele Anleger risikoreich: schließlich handelt es sich um einen Geschäftsbereich, in dem der normale Anleger kaum Erfahrung besitzt, er die Qualität und den Erfolg der produzierten Filme also kaum bewerten kann.
Auch ergaben sich durch die veränderten Möglichkeiten zur steuerlichen Geltendmachung vielfach Nachteile für die Anleger; diese wurden oftmals explizit mit dem Versprechen der Steuerersparnis zur Beteiligung am Fonds verleitet. Nach Änderung der Steuerpraxis folgten dann Nachforderungen durch die Finanzämter. Teilweise wurden die Kunden trotz Kenntnis des Fondsanbieters nicht über diesen Sachverhalt aufgeklärt oder Fondsprospekte falsch gestaltet, so dass es für diese möglich ist, sich von den Fonds zu lösen. Allerdings besteht diese Möglichkeit im Regelfall nur dann, wenn die Vermittler des Filmfonds die maßgeblichen Fakten auch tatsächlich kannten.

Inzwischen sind Medienfonds als Anlage aus den genannten Gründen wohl nicht mehr attraktiv.

Für Informationen oder die schriftliche Erstberatung, welche auch die Deckungsanfrage bei Ihrer Rechtsschutzversicherung umfasst, füllen Sie einfach unverbindlich das
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Für die Erstberatung entsteht Ihnen eine Gebühr in Höhe von 80,- € inkl. MwSt. Gern können Sie sich auch zunächst per Email oder Telefon an uns wenden oder zurückrufen lassen.
Rufen sie gleich an und vereinbaren einen Termin: 030-44044966


Ansprechpartner:
Rechtsanwältin Stephanie Schulze
Rechtsanwalt Knud J. Steffan
Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht
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10437 Berlin