LEDORA GmbH und Nachrangdarlehen

LEDORA GmbH und Co. KG

Seit einiger Zeit liegen partiarische Nachrangdarlehen im Trend. Dabei gewährt ein Investor einem Unternehmen ein festverzinsliches Darlehen und erhält gewinnabhängig (partiarisch) eine weitere Verzinsung. Charakteristisch für diese Art der Kapitalanlage ist, dass der Investor im Falle einer Insolvenz hinter den Forderungen anderer Gläubiger zurücktritt und erst nach den anderen Verbindlichkeiten bedient wird. Also leer ausgeht. Damit sind Zinsen und die Tilgung des Kredites unsicher und hängen von der Entwicklung des Unternehmens ab.

Wird darüber hinaus eine qualifizierte Nachrangklausel vereinbart, dann kann die Zahlungsverpflichtung des Unternehmens nur aus dem sonst übersteigenden Vermögen erwachsen. Damit ist eine Tilgung des Darlehens bereits vor Eröffnung der Insolvenz ausgeschlossen, wenn die Geltendmachung des Anspruchs einen Insolvenzgrund darstellt. Im Falle einer Insolvenz werden erst die Ansprüche der nicht nachrangigen Gläubiger erfüllt.

Partiarische Nachrangdarlehen unterscheiden sich also von anderen Darlehen dadurch, dass Rückzahlungen aus einem laufenden Zinssatz auf das eingesetzte Kapital und einer Beteiligung am Unternehmenserfolg in Form von Gewinnbeteiligung, Umsatzbeteiligung oder Beteiligung am Unternehmenswert abhängen.

Die LEDORA Projekt GmbH & Co. KG vertreibt über das Internetportal „www.econeers.de“ solche partiarischen Nachrangdarlehen. Diese werden als überdurchschnittlich rentables Anlageprodukt angepriesen. Nachteilig ist, dass man als Investor in den meisten Fällen nicht am Erfolg seiner Investitionen partizipiert, sondern das komplette Risiko trägt, welches zum Totalverlust führen kann.

Unserer Erfahrung nach, sind die Widerrufsbelehrungen der LEDORA GmbH & Co. KG der letzten Jahre in den meisten Fällen fehlerhaft sodass ein Widerruf auch heute noch möglich erscheint.

Justus rät:

Sollten auch Sie ein partiarisches Nachrangdarlehen der LEDORA GmbH & Co. KG oder anderer Anbieter gezeichnet haben, dann senden Sie uns zur Erstberatung Ihre Vertragsunterlagen damit wir Ihre Widerrufsmöglichkeiten überprüfen können. Schreiben Sie uns über unser Kontaktformular und laden dort gleich die Widerrufsbelehrung bzw. den Vertrag hoch.

Die Erstberatung ist kostenfrei.

Ansprechpartner:
Wolfgang Kapitza
Assessor jur. und Bankkaufmann (IHK)
E-Mail: Justus@kanzleimitte.de

Telefon: 030-440 449 66
Telefax: 030-440 449 56
Grit Rahn
Rechtsanwältin
E-Mail: Rahn@kanzleimitte.de

Telefon: 030-440 449 66
Telefax: 030-440 449 56
Knud J. Steffan
Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht
E-Mail: Steffan@kanzleimitte.de

Telefon: 030-440 449 66
Telefax: 030-440 449 56

 

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Kernbereiche des Kapitalmarktrechts, die Regelungen zum Insiderhandel, der Marktmanipulation, Publizitätspflichten und besondere Verhaltenspflichten für Wertpapierdienstleistungsunternehmen sind im WpHG – auch als Grundgesetz des Kapitalmarktrechts bezeichnet – verankert. Hinzu kommen das Börsenrecht, das InvG, das Prospektregime nach VerkaufsprospektG und WpPG sowie das Recht der Unternehmensübernahmen börsennotierter Aktiengesellschaften. Zahlreiche Gesetze – wie z. B. KWG, GwG, AktG, HGB oder auch das StGB – enthalten weitere für das Kapitalmarktrecht bedeutende Normen oder stehen mit diesem in unmittelbarem sachlichen Zusammenhang. Ergänzt werden die gesetzlichen Regelungen durch eine Fülle von Verordnungen, Satzungen, Richtlinien, Verwaltungsvorschriften, Mitteilungen (z. B. der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht – BaFin) und Allgemeinen Geschäftsbedingungen (z. B. Sonderbedingungen für Wertpapiergeschäfte).



Ansprechpartner:


Enrico Weide, Rechtsanwalt
Susanne Störmer, Rechtsanwältin
Stephanie Schulze, Rechtsanwältin
Knud J. Steffan, 
Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht