Lebensversicherungsfonds haben besondere Risiken, Beratungsfehler vorprogrammiert

Lebensversicherungsfonds haben besondere Risiken
Beratungsfehler vorprogrammiert
Lebensversicherungsfonds auch von Banken und Sparkassen verkauft

Das Konzept von Lebensversicherungsfonds
Lebensversicherungsfonds investieren in gebrauchte Lebensversicherungspolicen. Dabei gibt es Fonds die in Kapitallebensversicherungen investieren. Dabei werden Policen zu einem Preis gekauft, der unter dem inneren Wert liegen, aber über dem Rückkaufwert, den das Versicherungsunternehmen an den Versicherungsnehmer zahlen würde. Der Fonds übernimmt mit dem Kauf auch die Zahlung der Versicherungsbeiträge bis zum Ende der Laufzeit und erhält dann die Kapitalleistung. Die Entwicklung der Kapitallebensversicherungsfonds ist eng mit der des Kapitalmarktes verbunden.

Es gibt auch Fonds die in Risikolebensversicherungen investieren, bei denen zwar die Beiträge geringer sind, dafür aber ungewiss ist, ob und wann der Versicherungsfall (Ableben der Versicherten Person) eintritt. Damit sind die Renditeaussichten zwar unabhängiger vom Kapitalmarkt, aber dafür auch unvorhersehbarer.

Besondere Risiken
Insgesamt sind bei beiden Fondstypen die Anleger gewerblich an den Gewinnen und Verlusten der Gesellschaft beteiligt. Hinzu kommen Besonderheiten, wenn in britische oder amerikanische Lebensversicherungen investiert wird. Neben dem Wechselkursrisiko, bergen diese Investitionen erhöhte Risiken, weil die britischen und amerikanischen Versicherungsunternehmen unbeschränkt in Aktien und Aktienfonds investieren dürfen, während deutsche Versicherungen maximal 35%. Zudem gilt für britische und amerikanische Kapitallebensversicherungen kein Garantiezins, wie er in Deutschland gesetzlich vorgesehen ist (derzeit 1,75%).
Insgesamt liegen die Unterschiede der Fonds in den Details der national unterschiedlichen Regelungen für Versicherungsunternehmen.

Beratungsfehler sehr wahrscheinlich
Deshalb erfordert die Vermittlung von Lebensversicherungsfonds besondere Aufmerksamkeit bei der Risikoaufklärung. So muss bei Fonds, die in ausländische Policen investieren, auf das Wechselkursrisiko und den höheren Risikogehalt der ausländischen Versicherungspolicen sowie das in Großbritannien übliche Glättungsverfahren, die fehlende Garantieverzinsung und die Quersubventionierung hingewiesen werden. Bei amerikanischen Risikolebensversicherungsfonds muss u.a. auf das Risiko der Beitragserhöhung oder das mögliche Ausbleiben des Versicherungsfalls bei nur für einen bestimmten Zeitraum bestehende Versicherungen aufgeklärt werden.

Keine sicheren Anlagen, erst recht nicht zur Altersvorsorge
Danach sind Lebensversicherungsfonds alles andere als sichere Kapitalanlagen und nicht für jeden Anlegertyp geeignet. Deshalb erstaunt es umso mehr, dass zeitweise sogar Sparkassen, die üblicherweise mehr auf Sicherheit bedachte Kunden haben, Lebensversicherungsfonds verkauft haben.

Schadenersatzansprüche bei fehlerhafter Aufklärung
Betroffene Anleger sollten sich durch einen auf Bank- und Kapitalmarktrecht spezialisierten Rechtsanwalt beraten lassen, welche Möglichkeiten sie haben, wenn sie nicht vollständig aufgeklärt wurden.

Für die schriftliche Erstberatung, welche auch die Deckungsanfrage bei Ihrer Rechtsschutzversicherung umfasst, drucken Sie bitte einfach das Auftragsformular für geschädigte Kapitalanleger aus und senden es ausgefüllt, zusammen mit den Zeichnungsscheinen und den wesentlichen Unterlagen zu. Für die Erstberatung entsteht Ihnen eine Gebühr in Höhe von netto 80,- €. Gern können Sie sich auch unverbindlich per Email oder Telefon an uns wenden.

Ansprechpartner:

Rechtsanwalt Knud J. Steffan
Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht
JUSTUS Rechtsanwälte
Eberswalder Straße 26
10437 Berlin

Tel.: 030 / 440 449 66
Fax: 030 / 440 449 56
E-mail: Justus @ kanzleimitte.de

Ansprechpartner:
Grit Rahn
Rechtsanwältin
E-Mail: Rahn@kanzleimitte.de

Telefon: 030-440 449 66
Telefax: 030-440 449 56

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lebensversicherungsfonds

Lebensversicherungsfonds:
Kapitalanlage in Zweitmarktpolicen


Lebensversicherungsfonds investieren in bereits abgeschlossene Lebens- bzw. Rentenversicherungen.
Das Geschäftsmodell der Fonds besteht im Kauf "gebrauchter" Lebensversicherungen, die je nach Fondskonstruktion auf dem Zweitmarkt in den USA, in Großbritanien oder Deutschland erworben werden. Der Verkäufer der Versicherungspolice erhält den Kaufpreis, bleibt aber auch nach der Veräußerung weiterhin versicherte Person. Die für den Versicherungsvertrag fälligen Prämienzahlungen werden von der Fondsgesellschaft übernommen, die beim Tod des Versicherten die Ablaufleistung erhält.
Der Verkauf der Versicherungspolice auf dem Zweitmarkt soll dem Versicherungsnehmer die Option bieten, einen gegenüber dem im Falle einer vorzeitigen Kündigung auszukehrenden Rückkaufswert höheren Preis zu erzielen. Die Fondsgesellschaft spekuliert dagegen auf ein frühes Sterben des Versicherten, eine möglichst hohe Ablaufleistung oder Anlagegewinne.

Lebensversicherungsfonds kommen in zwei Varianten vor:
Kapitallebensversicherungsfonds und Risikolebensversicherungsfonds:

Kapitallebensversicherungsfonds
Bei Kapitallebensversicherungsfonds erwirbt der Fonds die Kapitallebensversicherungspolicen und zahlt die Prämien bis zum Fälligkeitsdatum weiter. Der Kaufpreis liegt dabei in der Regel über dem jeweiligen Rückkaufswert der Versicherungsgesellschaften.

Risikolebensversicherungsfonds
Bei der in den USA verstärkt anzutreffenden Variante eines Risikolebensversicherungsfonds erwirbt der Anleger die Riskolebensversicherungs-Police eines Versicherten. Der Lebensversicherungsfonds zahlt hierbei die Prämien an den (alten) Versicherten weiter und erhält im Gegenzug die bei Fälligkeit der Police – meist bei Ableben der Versicherten – auszukehrende Versicherungsprämie.

Allgemeine Risiken der Fonds in Lebensversicherungen:
Bei Lebensversicherungsfonds handelt es sich meist um unternehmerische Beteiligungen mit entsprechenden Risiken, die bis hin zum Totalverlust der Einlage gehen können. Infolge der Verlustrisiken und der langen Laufzeiten  ist die Beteiligung an diesen Fonds kaum als Altersvorsorge geeignet. Da ein funktionierender Zweitmarkt nicht existiert, ist ein Verkauf derartiger Fondsanteile in der Regel nicht möglich oder mit ganz erheblichen Verlusten verbunden.

Typische Risiken der Lebensvericherungsfonds:
  • Steuerrisiken: Gefahr einer rückwirkenden steuerlichen Einstufung von US-Policen Fonds als gewerblich.
  • Kursrisiken: Hoher Akteinbestandteil insb bei in Britische Policen
  • Spekulationsrisiken: Überschreitung des spekulierten Lebensalters des Versicherten insb. bei in US-Amerikanische Policen
  • Fremdwährungs- Kursrisiko: Investieren in fremden Währungen sind hohen Kursschwankungen ausgesetzt.

I. Britische Lebensversicherungsfonds wie z.B.:
  • Clerical Medical, CMI
  • WealthCap Life Britannia
  • HVBFF Life Britannia
  • Lloyd Fonds Britische Kapital Leben
  • MPC Rendite-Fonds Britische Leben plus
  • König & Cie. Britische Leben Renditefonds
  • HSC Optivita UK
  • Ideenkapital Prorendita 1-5
Britische Lebensversicherungsfonds investieren in britische Lebensversicherungen, speziell britische Kapitallebensversicherungen.
Bei der Investition in britische Zweitmarktpolicen hat der Versicherungsnehmer bei Ende der Vertragslaufzeit lediglich einen Anspruch auf die Auszahlung der Versicherungssumme und keine Garantieverzinsung. Anders als in Deutschland sind britische Versicherungsunternehmen berechtigt, das eingezahlte Kapital in voller Höhe in Aktien zu investieren. Damit sind gerade die in britische Zweitmarktpolicen investierenden Lebensversicherungsfonds noch stärker von den Entwicklungen auf den weltweiten Kapitalmärkten abhängig und bergen für die Anleger ein noch deutlich höheres Risikopotential.

II. US - Lebensversicherungsfonds wie z.B.:
Investition in US-Zweitmarktpolicen und die "Wette auf den Tod":
Hier wird die Ablaufleistung in der Regel erst mit Eintritt des Todes des Versicherungsnehmers oder mit Erreichen einer bestimmten Altersgrenze (in der Regel 100 Jahre) fällig.
Spekuliert wird hier auf den Todeszeitpunkt des Versicherungsnehmers: Je früher der Versicherungsnehmer stribt, desto mehr profitiert die Fondsgesellschaft, die dann keine Prämien mehr auszahlen muss.
Die makabere Spekulation geht nicht auf, denn infolge der gestiegenen Lebenserwartungen müssen nun die Fondsgesellschaften länger als ursprünglich prognostiziert Prämienausschüttungen vornehmen. Auch und gerade bei US-Lebensversicherungsfonds müssen die Fondsanleger mit deutlich geringeren Ausschüttungen als ursprünglich prognostiziert rechnen.

US-amerikanische Lebensversicherungsfonds investieren in der Regel in Risikolebensversicherungen. In einem US-Lebensversicherungsfonds wird das Kapital der Anleger gebündelt, um daraus ein breit gestreutes Portfolio an gebrauchten US-Risikolebensversicherungen zu erwerben.

III.  Deutsche Lebensversicherungsfonds wie z.B.:
  • König & Cie. Deutsche Leben 
Anleger einer deutschen Kapitallebensversicherung erhalten negen einer Garantieverzinsung in der Regel Überschussbeteiligungen, deren Höhe sich an der Entwicklung der Kapitalmärkte orientiert. Infolge der weltweiten Finanzmarktkrise mussten etliche Anbieter deutscher Lebensversicherungsfonds die Prognose- und Renditeerwartungen deutlich reduzieren. Anleger erhalten wohl auch weiterhin deutlich geringere Ausschüttungen als ursprünglich prognostiziert.