Dima24/Hartwieg – Hoffnungsschimmer für Anleger

dima24 und Malte Hartwieg

Der Finanzmakler Malte Hartwieg baute mit dem weiteren Beschuldigten Christian Kruppa seit 2008 ein Firmenimperium auf, zu dem neben den Emissionshäusern des Selfmade Capital und New Capital Invest (NCI) die Vertriebsplattform dima24 gehörte. Über die Vertriebsplattform dima24 wurden die Fonds der beiden Emissionshäuser verkauft. Die Fahnder, so das Handelsblatt vom 6. August 2015, warfen Hartwieg Betrug sowie weitere Straftaten vor.

dima24 und Malte Hartwieg

Hartwieg soll sich persönlich bereichert und die Anleger über die Verwendung des Geldes getäuscht haben.

Staatsanwaltschaft immer noch auf der Suche nach Geldern

Laut Hartwieg hätten angeblich weder er oder noch seine Frau Gelder aus Deutschland mitgenommen, wobei sein gesamtes Vermögen von etwa 1,3 Millionen Euro von der Staatsanwaltschaft eingefroren worden wäre. Spätestens seit den Sicherungsmaßnahmen in Liechtenstein weiß man jedoch, dass auch ausländische Konten auf den Namen Malte Hartwieg als Alleingesellschafter der Nitro Invest GmbH liefen. Dubios ist außerdem das eine der ehemaligen Firmen seiner Frau Immobilien für mehrere Millionen Euro kaufen konnte, da auch nicht geklärt werden konnte wie seine Frau diese große Menge an Geld aufbringen und verdienen konnte.

Mögliche Informationen erhofft man sich außerdem noch aus den Emissionsprospekten, welche Rückschlüsse auf bestimmte Strukturen von Gesellschaften geben. Die ausgegebenen Unterlagen zeigen eine Verkaufsstrategie in der mit extremen Renditen und angeblicher Sicherheit geworben wird, was zu einer irreführenden Darstellung der Leistungsbilanz und Relativierung von Risiken führte.

Das Landgerichts München und des Oberlandesgerichts München stellten fest, dass nachteilige Tatsachen, welche für die Entscheidung einer Anlage als erheblich gelten, in den Emissionsprospekten verschwiegen wurden. Selbst wenn Risiken genannt wurden, seien diese, laut Anlegern, in Gesprächen relativiert oder zu Garantien umgewandelt worden.

Hoffnungsschimmer für Anleger

Im Rahmen des Rückgewinnungshilfeverfahrens konnten nun noch weitere Vermögenswerte sichergestellt werden. Ende 2015 wurde gemäß der Bekanntmachung der Staatsanwaltschaft München I vom 22.03.2017 ein Bank- und Depotkonto einer luxemburgischen „Joint Venure“-Gesellschaft, der SPQR Capital Holding S.A., an welcher sich Herr Christian Kruppa mit Anlegergeldern beteiligte, gesperrt. Die zum Zeitpunkt der Sperrung auf dem Konto vorhandenen Aktien als Vermögenswerte konnten dadurch gesichert werden (angeblicher Kurswert mit Stand zum 16.03.2016: 9.632.456,48 €).

Für Anleger, die in eine der mehr als 100 Firmen des Malte Hartwieg investiert haben, ist die Beschlagnahme ein Hoffnungsschimmer.

Justus rät:

Betroffene Anleger sollten sich unbedingt an einen Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht wenden, um ihre Ansprüche prüfen zu lassen. Sie sollten schnell handeln, da eventuelle Schadensersatz- und Prospekthaftungsansprüche der Verjährung unterliegen.

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Eine Antwort auf „Dima24/Hartwieg – Hoffnungsschimmer für Anleger“

  1. Lesen Sie: “Hier legt die Elite an”

    Da wird das Thema
    Malte Hartwig (“Hagen Herwig”) u.Kruppa auf reale, fiktive und spannende Art behandelt.
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Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht