Deikon / Boetzelen Anleihen

Deikon/Boetzelen-Hypotheken-Anleihen: Einführung

Stammdaten: Emittent: Boetzelen RheinMainHypo Vermoegensverwaltung GmbH
Zinssatz: 6%
Volumen: 20 Mio.€
Anlageform: im Nachrang hypothekarisch besicherte Inhaberteilschuldverschreibung
Stückelung: 1000€
Laufzeit: 01.Juli 2005-15.Juli 2015

Zinszahlungen werden nach ad Hoc Mitteillung der DEIKON Geschäftsführung gestrichen: Zinszahlungen auf die Deikon/Boetzelen-Hypotheken-Anleihen (ISIN DE000A0JQAG2 und ISIN DE000A0EPM07), die zum 01.07.2010 fällig werden, sollen den Anlegern gestrichen werden. Grund dafür sei, der ad-hoc Mitteilung der DEIKON GmbH zufolge, ein gescheitertes Fondsobjekt. Die Geschäftsführung der DEIKON GmbH habe monatelang ein umfangreiches Projekt erarbeitet. Der Kooperationspartner habe nun kurzfristig abgesagt, sodass zunächst die Finanzplanung der DEIKON GmbH angepasst werden müsse, da bereits eine Überschuldung zu verzeichnen sei. Es werde demnach an einem Restrukturierungskonzept gearbeitet. Wie es nach der angekündigten Zinsaussetzung weitergeht, bleibt daher abzuwarten.

Anleger sollten daher nicht die weitere Entwicklung der Anleihen abwarten, sondern Ihre Schadensersatzansprüche gegen den Berater sowie ggf. weitere Verantwortliche geltend machen. Die Anleihen sollen Pressemitteilungen zufolge den Anlegern als absolut sichere Immobilienwertpapiere verkauft worden sein, sodass von einer Falschberatung in zahlreichen Fällen ausgegangen werden kann. Auch liegt die Vermutung nahe, dass keinerlei Hinweise hinsichtlich der Provisionszahlungen (Kickback) erfolgten.

Was sind DEIKON Hypothekenanleihen?
Die DEIKON Hypothekenanleihen sind festverzinsliche Immobilienwertpapiere. Der Anleger leiht sein Kapital für einen bestimmten Zeitraum aus und erhält dafür, während der kompletten Laufzeit der Anleihe einen festen Zinssatz, hier 6 % . Diese Zinsen werden durch die Mietzahlungen von einer oder mehreren Immobilien bedient. Am Ende der Laufzeit sollten die PApiere zu 100% zurückgezahlt werden.

JUSTUS rät:
Anlegern, die in die Deikon/ Boetzelen-Hypotheken-Anleihen investiert haben, ist daher zu raten sich an einen Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht zu wenden und ihre Erfolgsaussichten im Einzelfall prüfen zu lassen.
Bitte beachten Sie unbedingt die 10-jährige Verjährung ab dem Tag der Zeichnung der Anleihe.

Für weitere Informationen oder die schriftliche Erstberatung, welche auch die Deckungsanfrage bei Ihrer Rechtsschutzversicherung umfasst, füllen Sie einfach unverbindlich das Kontaktformular aus.
Für die Erstberatung entsteht Ihnen eine Gebühr in Höhe von 80,- € inkl. MwSt. Gern können Sie sich auch zunächst per Email oder Telefon an uns wenden oder zurückrufen lassen.
Rufen sie gleich an und vereinbaren einen Termin: 030-44044966

Ansprechpartner:

Rechtsanwalt Knud J. Steffan
Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht
JUSTUS Rechtsanwälte
Eberswalder Straße 26
10437 Berlin

Please follow and like us:

Mehr zum Thema

BANK- UND KAPITALMARKTRECHT225
Bank- und Kapitalmarktrecht "Es ist gut, dass die Menschen ihr Geldsystem nicht verstehen, denn sonst hätten wir noch vor morgen früh eine Revolution" Henry Ford Achtung: Absolute Verjährung, taggenau 10 Jahre ab Zeichnung bzw. Vertragsschluss  Bankrecht und Kapitalmarktrecht: Begriffsbestimmungen und rechtliche Grundlagen Das Bank- und Kapitalmarktrecht umfasst zwei in der Tradition und in der Ausformung völlig unterschiedliche Rechtsgebiete: Das Bankrecht ist ein althergebrachtes traditionelles Rechtsgebiet mit einer Fülle von Rechtsfragen vom Allgemeinen Teil des BGB bis hin zum speziellen Recht der Ausführungsverordnungen zum Kreditwesengesetz. Das Kapitalmarktrecht hingegen – als Begriff noch Anfang der siebziger Jahre des vorherigen Jahrhunderts weitgehend unbekannt – stellt in Deutschland ein vergleichsweise junges und spezielles Rechtsgebiet dar, welches in den letzten Jahren eine nahezu beispiellos stürmische und dynamische Entwicklung durchlaufen hat und sich nach wie vor in Bewegung befindet. Bankrecht Zum tief im Bürgerlichen Gesetzbuch verankerten Bankrecht gehören im Wesentlichen das Recht des Kredit- und Einlagengeschäfts der Kreditinstitute, des Zahlungsverkehrs, des Wertpapier- und Depotgeschäfts sowie die damit verbundenen Haftungsfragen, z. B. infolge fehlerhafter Beratung oder Aufklärung. Weiterhin zählen dazu das spezialgesetzlich geregelte Scheck- und Wechselrecht. Berührungspunkte bestehen insbesondere zum Handels- und Gesellschaftsrecht. Kapitalmarktrecht Kernbereiche des Kapitalmarktrechts, die Regelungen zum Insiderhandel, der Marktmanipulation, Publizitätspflichten und besondere Verhaltenspflichten für Wertpapierdienstleistungsunternehmen sind im WpHG – auch als Grundgesetz des Kapitalmarktrechts bezeichnet – verankert. Hinzu kommen das Börsenrecht, das InvG, das Prospektregime nach VerkaufsprospektG und WpPG sowie das Recht der Unternehmensübernahmen börsennotierter Aktiengesellschaften. Zahlreiche Gesetze – wie z. B. KWG, GwG, AktG, HGB oder auch das StGB – enthalten weitere für das Kapitalmarktrecht bedeutende Normen oder stehen mit diesem in unmittelbarem sachlichen Zusammenhang. Ergänzt werden die gesetzlichen Regelungen durch eine Fülle von Verordnungen, Satzungen, Richtlinien, Verwaltungsvorschriften, Mitteilungen (z. B. der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht – BaFin) und Allgemeinen Geschäftsbedingungen (z. B. Sonderbedingungen für Wertpapiergeschäfte).   Ansprechpartner: Enrico Weide, Rechtsanwalt Susanne Störmer, Rechtsanwältin Stephanie Schulze, Rechtsanwältin Knud J. Steffan, Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht