Amtsrichter in Bautzen setzt Lügendetektor ein

Bei einem Missbrauchs-Prozess in Bautzen ist ein Zeuge geladen, der für Kontroversen sorgt: ein Lügendetektor samt Rechtspsychologin sollen für die Wahrheitsfindung sorgen.

In einem Missbrauchsprozess setzt ein Richter des Amtsgerichts Bautzen  einen Lügendetektor ein. Zur Verhandlung kam eine Rechtspsychologin und schloss den Angeklagten während der Befragung an den Polygrafen an – mit dessen Einverständnis.

Die dürfte ein Novum sein in der prozessualen Wahrheitsfindung.

Mühsam kämpfen Gerichte sich durch eine Vielzahl von Prozesstagen und Zeugen, Gutachten und Beweismitteln, ehe sie zu einem Urteil kommen. Im Bautzener Amtsgericht lief es am Dienstag anders. Es ging um Missbrauch. Ein Bautzner soll im November 2013 der Stieftochter seines Bruders zwischen die Beine gefasst haben, die damals Neunjährige gedrängt haben, ihn zu berühren.

Wir werden über das Ergebnis der Beweisaufnahme berichten.

Laut Bericht der Sächsischen Zeitung wollte der Richter nichts vorwegnehmen, bevor die Beweisaufnahme nicht geschlossen ist. Und doch zitierte er ein Urteil des Oberlandesgerichts Dresden : „Die Untersuchung mit Polygrafen ist in Sorge- und Unterhaltsverfahren ein zulässiges Mittel – um einen Unschuldigen zu entlasten.“

Über den Lügendetektor-Fall hat die Sächsische Zeitung berichtet.

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