Aktienanleihe – Zweck, Vorteile und Risiken

 Aktien
Bedeutung der Aktienanleihe und ihre Attraktivität für den Privatanleger
Im Unterschied zu den traditionellen Anleihen steht die sogenannte Aktienanleihe, die zum Schluss der entsprechenden Laufzeit nicht nur die Rückzahlung eines Nennbetrages anbietet, sondern auch ermöglicht, Aktien eines Unternehmens wie Allianz, Bayer oder DaimlerChrysler zu bekommen, falls der aktuelle Kurs der Aktie zur Zeit ihrer Bewertung unter dem Basispreis liegt. Diese Variante erscheint wegen ihrer hohen Rendite als besonders attraktiv. Dabei ist die Stellung der Emittentin von Bedeutung, die ein Kreditinstitut ist und die Kurse indikativ ermittelt.
Vorteile der Aktienanleihe im Vergleich zu cund Protect-Aktienanleihen
Auf die Aktie bezogene Aktienanleihen stellen einen Basiswert dar, der aus dem DAX wie Volkswagen, Deutsche Telekom oder Allianz oder auch aus europäischen Blue Chips wie Nokia oder AstraZeneca sein kann. Sie verspricht höhere Zinsen und verfügt über einen kurzen, überschaubaren Anlagezeitraum. Sie stellt ein Gewinn erwirtschaftendes Investment, wenn der Markt tendiert, aber auch dann, wenn sie wegen des niedrigeren Aktienkurses durch Lieferung von Aktien getilgt wird, indem die hohen Zinszahlungen als Sicherheitspuffer dienen. Wegen der höheren Zinsen taucht die Aktienanleihe sogar gegen ein Direktinvestment oder gegen die weiterentwickelte Protect-Aktienanleihe als vorteilhaft auf, was auf das niedrigere Bezugsverhältnis, auf die höhere Anzahl der Aktien am Ende der Laufzeit und mithin auf den geringeren Verlust des Halters einer Aktienanleihe zurückzuführen ist.
Zu beachtende Risiken der Aktienanleihe
Auf der anderen Seite ist ein Aktienanleger von der Emittentin ständig abhängig, was sich auf sein Kapital im Fall ihrer Zahlungsunfähigkeit auswirken würde. Zudem kann ein Halter von Aktienanleihen nicht darüber entscheiden, ob er die Rückzahlung des Nennbetrages oder den Umtausch in Aktien bevorzugt, sondern wird dies nach den durch die Bank festgelegten Bedingungen bestimmt.  Ein Totalverlust ist für den Privatanleger bei einem tief liegenden Kurs des Basiswertes auch nicht ausgeschlossen, was aber den erwirtschafteten Zins nicht berührt. Die Aktienanleihe ist ferner auch mit dem Nennwert eng verknüpft, wobei der Anleger über den maximal eingesetzten Nominalwert hinausgehende Profite infolge Kurssteigerungen nicht erwirtschaften kann, während er bei Kursrückgängen den Verlust völlig zu tragen hat.

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Aktienrecht
Aktien

Aktien sind in Wertpapieren verbriefte Unternehmensbeteiligungen. In Zusammenhang mit dem Gegenstand des Unternehmens und dem Markt auf dem die Wertpapiere gehandelt werden, können besondere Risiken relevant werden. Insoweit bestehen diverse Aufklärungs- und Beratungspflichten des Beraters und Veröffentlichungspflichten des Emittenten. Werden diese Pflichten verletzt, kommen Schadensersatzansprüche der Anleger in Betracht.

Aktienrecht
Aktienrecht ist die Bezeichnung für Gesetze, die das Konstrukt der Aktiengesellschaft sowie den Umgang mit ausgegebenen Aktienanteilen definieren und regeln.

Das Aktiengesetz:

Das deutsche Aktiengesetz (AktG) regelt die Errichtung, die Verfassung, Rechnungslegung, Hauptversammlungen und Liquidation von Aktiengesellschaften sowie von Kommanditgesellschaften auf Aktien. Darüber hinaus ist das deutsche Konzernrecht im Aktiengesetz geregelt.
Zusätzlich zum Aktiengesetz sind die Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des Bürgerlichen Geetzbuches anwendbar.

Durch seine Straf- und Bußgeldvorschriften in den §§ 399 ff. gehört das Aktiengesetz auch zum Nebenstrafrecht. Inzwischen nehmen diese Strafvorschriften einen gewichtigen Teil im Wirtschaftsstrafrecht ein.

Mit dem Aktiengesetz löste der Gesetzgeber das bis zum 31. Dezember 1965 geltende „Gesetz über Aktiengesellschaften und Kommanditgesellschaften auf Aktien (Aktiengesetz)” vom 30. Januar 1937 ab (RGBL. I S. 107) Zum Aktiengesetz wurde gleichzeitig das „Einführungsgesetz zum Gesetz über Aktiengesellschaften und Kommanditgesellschaften auf Aktien” (RGBl. I S. 166) erlassen.

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