Abfindungen müssen ab 2006 voll versteuert werden


Arbeitsrecht * Abfindungen * steuerliche Änderung

Abfindungen

Als Abfindung wird im deutschen Arbeitsrecht eine einmalige Geldzahlung des Arbeitgebers an den Arbeitnehmer genannt, die aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses geleistet wird.

Gesetzlich geregelt ist die Höhe der Abfindung bei der Kündigung des Arbeitsverhältnisses durch den Arbeitgeber gemäß § 1a KSchG.

Echte Abfindungen, also Abfindungen als Entschädigungen für den Verlust des Arbeitsplatzes, sind sozialversicherungsfrei, weil es sich dabei nicht um Arbeitsentgelt im Sinne des § 14 Sozialgesetzbuch (SGB) IV handelt. Dies gilt unabhängig davon, ob die Abfindung steuerpflichtig ist oder nicht.

Steuerfreibeträge für Abfindungen weggefallen

Arbeitnehmer, die mit Abfindungen entlassen werden, müssen diese ab 2006 voll versteuern. Die bisherigen Freibeträge von 7.200 € bis 11.000 € sind ab Jahreswechsel weggefallen.

Für vor dem 01.01.2006 entstandene Ansprüche, gilt als Übergangsregelung die alte Rechtslage fort, wenn die Abfindungen dem Arbeitnehmer vor dem 01.01.2008 ausgezahlt werden und zufließen. Das alte Recht gilt auch, wenn eine Kündigungsschutzklage vor dem 01.01.2006 erhoben wurde. Voraussetzung ist aber auch hier, dass eine aufgrund der Klage zu zahlende Abfindung vor dem 01.01.2008 dem Arbeitnehmer zufließt.

Steuerfreiheit für Übergangsgelder und Übergangsbeihilfen entfällt

Ebenso entfällt die Steuerfreiheit für Übergangsgelder und Übergangsbeihilfen auf Grund gesetzlicher Vorschriften, beispielsweise nach dem Beamten- und Soldatenversorgungsgesetz. Eine wie oben beschriebene Übergangsregelung, findet auch in diesen Fällen Anwendung.

Sonn-, Feiertags- und Nachtzuschläge werden ab einem Stundenlohn von 25 € künftig besteuert.

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