Schadenersatz gegen EY im Fall Wirecard

Anleger sollten Schadenersatzansprüche gegen den Wirtschaftsprüfer EY geltend machen. Der deutsche Zahlungsabwickler Wirecard hat mindestens seit dem Jahr 2015 jahrelang seine Bilanzen gefälscht, indem er Bankguthaben im Ausland angegeben hat, die tatsächlich nicht existierten. Geprüft wurden die Bilanzen von der Wirtschaftsprüfergesellschaft Ernst & Young.

Wirecard und Schadenersatz gegen EY
Wirecard und Schadenersatz gegen EY

Wirtschaftsprüfer von EY müssen in der Wirecard Affäre vor dem Untersuchungsausschuss aussagen

Als der Vorstand der Wirecard AG am 18.6.2020 in einer ad hoc Mitteilung mitteilen musste, dass dem Konzernabschluss für das Jahr 2019 von Wirtschaftsprüfern kein Bestätigungsvermerk erteilt wird, führte das zu erheblichen Kursverlusten der Wirecard Aktien. Viele Aktienanleger haben hierdurch erhebliches Vermögen verloren.

Hohe Verlußte bei Aktionären der Wirecard AG

Der Deutsche Bundestag hat einen Untersuchungsausschuss zur Wirecard Affäre eingerichtet und wollte in diesem Ausschuss auch Wirtschaftsprüfer von EY als Zeugen vernehmen. Der Wirtschaftsprüfer hat sich jedoch vor dem Untersuchungsausschuss auf seine Verschwiegenheitspflicht berufen und deshalb die Aussage verweigert. Hierbei hat er ausgeführt, dass nicht klar sei, wer ihn von seiner Verschwiegenheitspflicht entbinden könne und ob dies eventuell die ehemaligen Vorstände der Wirecard AG, also die Vorstände Jan Marsalek und Markus Braun sein könnten und müssten.

BGH: Schweigeplichtentbindung für EY durch den Insolvenzverwalter

Der BGH hat nun in einem Beschluss vom 27.1.2021 klargestellt, dass allein der berechtigte Vertreter eines Unternehmens zum Zeitpunkt der Zeugenaussage befugt ist, einen Geheimnisträger von seiner Verschiedenheitspflicht zu entbinden. Demnach kommt es nicht auf die ehemaligen Vorstände an, sondern der Insolvenzverwalter der Wirecard AG kann die Wirtschaftsprüfer von ihrer Verschwiegenheit entbinden.

Nach dieser Entscheidung sollen die Wirtschaftsprüfer von EY erneut vor den Untersuchungsausschuss geladen werden und werden voraussichtlich am 19. März 2021 aussagen. Diese Aussage dürfte auch für Schadenersatz gegen EY für die Schäden der Anleger von erheblicher Bedeutung sein.

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