NL Nord Lease AG : Ansprüche auf Auseinandersetzungsguthaben nicht verjährt

 

 

Anleger der Nord Lease AG können immer noch die Zahlung ihres Auseinandersetzungsguthabens verlangen, denn laut dem Landgericht Hamburg sind Ansprüche gegen die Nord Lease AG noch nicht verjährt.

Die Gesellschaft hatte die Anleger nach ihrer Kündigung der Beteiligung als atypisch stille Gesellschafter nicht nur über die Höhe des Auseinandersetzungsguthabens informiert, sondern auch darüber, dass dieses durch die Vermögenslage der Gesellschaft nur in Raten ausgezahlt werden kann.

Keine Verjährung von Ansprüchen gegen die NL Nord Lease AG

Warten auf Zahlung des Auseinandersetzungsguthabens vergeblich

Jedoch wies dann die Nord Lease AG, anstatt die Rate beim ersten Termin zu zahlen, darauf hin, dass durch einen Strategiewechsels der Gesellschaft nicht ausreichend Geld vorhanden sei. Um die Raten an die ausgeschiedenen Gesellschafter zu zahlen zu können, müsse deswegen die Auszahlung verschoben werden. Man würde nach dem abgeschlossenem Verkauf der Vermögenswerte eine Sonderzahlung, welche nicht in dem Zahlungsplan enthalten wäre, veranlassen.

Jedoch waren dies nur leere Versprechen, denn meistens geschah in den nächsten Jahren gar nichts mehr und die Zahlungen bleiben aus.

Nord Lease AG wies Forderung der Anleger zurück

Anleger, die nun darauf pochten ihr Geld endlich ausgezahlt zu bekommen, bekamen nun von der Nord Lease AG die Antwort, dass ihre Ansprüche verjährt seien.

Dieser Ansicht widersprach das LG Hamburg. Laut dem LG ist die Verjährung gehemmt worden, indem konkludiert ein Stillhalteabkommen zwischen dem Anleger und der Nord Lease AG abgeschlossen wurde. Dadurch können Anleger ihren Anspruch auf Zahlung des Auseinandersetzungsguthabens immer noch erfolgreich geltend machen.

JUSTUS rät:

Unter diesen Umständen möchten wir allen betroffenen Anlegern raten, umgehend anwaltliche Hilfe zu suchen. Unsere Kanzlei konnte bereits in der Vergangenheit bei einer Vielzahl von Fällen erfolgreich vermitteln und in Einzelfällen die Forderung auch ganz durchsetzen.

Kostenfreie Erstberatung:

Für weitere Informationen oder die kostenfreie schriftliche Erstberatung, welche auch die Deckungsanfrage bei Ihrer Rechtsschutzversicherung umfasst, füllen Sie einfach unverbindlich das Kontaktformular aus. Rufen sie gleich an und vereinbaren einen Termin.

Foto: © Nattanan Kanchanaprat/ pixabay.com

Ansprechpartner:
Michael Kraft
Rechtsanwalt
E-Mail: Justus@kanzleimitte.de

Telefon: 030-440 449 66
Telefax: 030-440 449 56
Grit Rahn
Rechtsanwältin
E-Mail: Rahn@kanzleimitte.de

Telefon: 030-440 449 66
Telefax: 030-440 449 56
Knud J. Steffan
Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht
E-Mail: Steffan@kanzleimitte.de

Telefon: 030-440 449 66
Telefax: 030-440 449 56
Please follow and like us:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Mehr zum Thema

BANKRECHT UND KAPITALMARKTRECHT203
Bank- und Kapitalmarktrecht

"Es ist gut, dass die Menschen ihr Geldsystem nicht verstehen, denn sonst hätten wir noch vor morgen früh eine Revolution"
Henry Ford

Achtung: Absolute Verjährung, taggenau 10 Jahre ab Zeichnung bzw. Vertragsschluss 

Bankrecht und Kapitalmarktrecht:
Begriffsbestimmungen und rechtliche Grundlagen

Das Bank- und Kapitalmarktrecht umfasst zwei in der Tradition und in der Ausformung völlig unterschiedliche Rechtsgebiete: Das Bankrecht ist ein althergebrachtes traditionelles Rechtsgebiet mit einer Fülle von Rechtsfragen vom Allgemeinen Teil des BGB bis hin zum speziellen Recht der Ausführungsverordnungen zum Kreditwesengesetz. Das Kapitalmarktrecht hingegen – als Begriff noch Anfang der siebziger Jahre des vorherigen Jahrhunderts weitgehend unbekannt – stellt in Deutschland ein vergleichsweise junges und spezielles Rechtsgebiet dar, welches in den letzten Jahren eine nahezu beispiellos stürmische und dynamische Entwicklung durchlaufen hat und sich nach wie vor in Bewegung befindet.

Bankrecht

Zum tief im Bürgerlichen Gesetzbuch verankerten Bankrecht gehören im Wesentlichen das Recht des Kredit- und Einlagengeschäfts der Kreditinstitute, des Zahlungsverkehrs, des Wertpapier- und Depotgeschäfts sowie die damit verbundenen Haftungsfragen, z. B. infolge fehlerhafter Beratung oder Aufklärung. Weiterhin zählen dazu das spezialgesetzlich geregelte Scheck- und Wechselrecht. Berührungspunkte bestehen insbesondere zum Handels- und Gesellschaftsrecht.

Kapitalmarktrecht

Kernbereiche des Kapitalmarktrechts, die Regelungen zum Insiderhandel, der Marktmanipulation, Publizitätspflichten und besondere Verhaltenspflichten für Wertpapierdienstleistungsunternehmen sind im WpHG – auch als Grundgesetz des Kapitalmarktrechts bezeichnet – verankert. Hinzu kommen das Börsenrecht, das InvG, das Prospektregime nach VerkaufsprospektG und WpPG sowie das Recht der Unternehmensübernahmen börsennotierter Aktiengesellschaften. Zahlreiche Gesetze – wie z. B. KWG, GwG, AktG, HGB oder auch das StGB – enthalten weitere für das Kapitalmarktrecht bedeutende Normen oder stehen mit diesem in unmittelbarem sachlichen Zusammenhang. Ergänzt werden die gesetzlichen Regelungen durch eine Fülle von Verordnungen, Satzungen, Richtlinien, Verwaltungsvorschriften, Mitteilungen (z. B. der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht – BaFin) und Allgemeinen Geschäftsbedingungen (z. B. Sonderbedingungen für Wertpapiergeschäfte).



Ansprechpartner:


Enrico Weide, Rechtsanwalt
Susanne Störmer, Rechtsanwältin
Stephanie Schulze, Rechtsanwältin
Knud J. Steffan, 
Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht