Maklerkosten: Das neue Gesetz zur Minderung von Provisionsschmerzen

Ab dem 23.12.2020 tritt ein neues Gesetz in Kraft, das die Verteilung der Maklerkosten beim Immobilienkauf regelt: Beauftragt der Verkäufer eines Einfamilienhauses oder einer Wohnung den Makler, muss er dann mindestens die Hälfte der Courtage tragen.

Gesetz zur Neuregelung der Maklerkosten oder Maklerprovision tritt am 23.12.2020 in Kraft.
Provisionsschmerz bei Maklerkosten?

Zu Weihnachten 2020 gelten bei vielen Immobilienverkäufen neue Regeln für die Maklerprovision. Das ergibt sich aus dem „Gesetz über die Verteilung der Maklerkosten bei der Vermittlung von Kaufverträgen über Wohnungen und Einfamilienhäuser“, das Bundestag und Bundesrat beschlossen haben. Durch das neue Gesetz werden die Vorschriften im BGB zur Maklerprovision neu gefasst.

Ab wann gilt das Gesetz zur Teilung der Maklerprovision?

Schon am 23.6.2020 wurde das Gesetz im Bundesgesetzblatt verkündet und tritt ein halbes Jahr später in Kraft. Die lange Übergangszeit soll Immobilienmaklern Gelegenheit zur Umstellung geben. Das Gesetz gilt für Maklerverträge, die ab dem Inkrafttreten des Gesetzes (23.12.2020) geschlossen werden.

Ein Maklervertrag kommt schon mit der erten mündlichen oder schriftlichen Vereinbarung zum Tätigwerden des Maklers, z.B. zur Besichtigung einer Immobiie zustande.

Schutz von privaten Immobilienkäufern vor hohen Maklerkosten

Ziel des Gesetzes ist, private Käufer von Wohnimmobilien von Kaufnebenkosten zu entlasten.

Wird ein Makler aufgrund zweier Maklerverträge sowohl für den Käufer als auch den Verkäufer tätig, kann er eine Vergütung künftig nur von beiden Parteien zu gleichen Teilen verlangen. Wenn der Makler mit einer Partei vereinbart hat, für diese unentgeltlich tätig zu sein, kann er auch von der anderen Partei keine Vergütung beanspruchen.

Hat dagegen nur eine Partei den Makler beauftragt, muss diese die Maklerkosten zahlen (Bestellerprinzip). Vereinbarungen mit dem Ziel, die Kosten an die andere Partei weiterzureichen, sind nur wirksam, wenn die weitergereichten Kosten maximal 50 Prozent der insgesamt zu zahlenden Maklercourtage ausmachen. Zudem muss der Auftraggeber des Maklers zunächst nachweisen, dass er die Courtage gezahlt hat, bevor er von der anderen Vertragspartei deren Anteil verlangen kann.

Für Wen und Was gilt die Neuregelung zur Verteilung der Maklerkosten?

Das Gaesetz findet nur Anwendung auf den Verkauf von Einfamilienhäusern und Wohnungen. Ferner gilt es in persöhnlicher Hinsicht nur für Verbraucher. Nur wenn der Käufer der Immobilie als Verbraucher handelt, muss die Maklerprovision geteilt werden. Handelt der Erwerber hingegen im Rahmen einer gewerblichen Tätigkeit, kann die Verteilung der Maklerkosten auch weiterhin anderweitig vereinbart werden.

Widerruf des Maklervertrages oder der Reservierungsvereinbarung

Sie fühlen sich falsch beraten, die Kosten erscheinen Ihnen viel zu hoch oder wollen die Reservierungsgebühr zurück? Dann lesen Sie alles hierzu in unserem Artikel zum Widerruf des Maklervertrages und zur Reservierungsvereinbarung.

Ansprechpartner:
Stefanie Saßning
Rechtsanwältin
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Michael Kraft
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Knud J. Steffan
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