Flugzeug-Fonds: HCI Capital AG steckt in Schwierigkeiten

HCI Aircraft One:
Risiko der Anlage steigt enorm an

Flugzeugleasing-Fonds machen nicht nur bezüglich Steuerrückzahlungen Schlagzeilen. Nun droht auch dem Emissionshaus HCI Capital AG die Insolvenz.
Die Bonität des Leasingnehmers kann nicht beanstandet werden. Die Fluggesellschaft Air Canada zahlt pünktlich ihre Leasingraten und kümmert sich um die Wartung der Maschine. Dennoch geht es mit dem Aircraft One Fonds bergab. Der Grund hierfür liegt bereits in der Anfangsphase des Fonds, als sich nicht genug Anleger fanden.

Platzierungsgarantie des Fondsinitiators nicht einlösbar


Das Problem liegt im Konzept der Platzierungsgarantie. Diese stellt sicher, dass die Flugzeuge wie geplant gekauft und vermietet werden können, selbst dann wenn nicht genug Anleger die Fondsanteile gezeichnet haben. So versprach der Fondsinitiator HCI Capital auch im Frühjahr 2009 für das fehlende Kapital einzustehen. Dies war allerdings nicht die erste Platzierungsgarantie des Emissionshauses, sodass auf den Fondsinitiator momentan insgesamt 1,8 Milliarden Euro Verpflichtungen aus Garantien und Bürgschaften zukommen. In Anbetracht dieser Summe ist HCI nicht in der Lage für den Aircraft One die fehlenden Mittel bereit zu stellen, ohne anschließend Insolvenz anmelden zu müssen.

Risiko der Fondsbeteiligung steigt enorm an


Die Nord/LB hat sich zwar bereit erklärt, die Finanzierung des Fonds zu übernehmen, allerdings nur mit einem Zinssatz von bis zu 11,5 Prozent. Durch eine solch hohe Kreditbelastung ist aus einem relativ sicheren Flugzeugfonds eine risikoreiche Anlage mit hohem Verlustrisiko geworden. Das Risiko ist allerdings nicht das einzige Problem, dass die Anleger in Kauf nehmen müssen. Auch die versprochenen Renditen können so nicht mehr erreicht werden.
Noch unbekannt ist, welche anderen Fonds von dem Rückzug der Platzierungsgarantie durch den Initiator HCI Capital betroffen sind.

Für die schriftliche Erstberatung, welche auch die Deckungsanfrage bei Ihrer Rechtsschutzversicherung umfasst, drucken Sie bitte einfach das Auftragsformular für geschädigte Kapitalanleger aus und senden es ausgefüllt, zusammen mit den Zeichnungsscheinen und den wesentlichen Unterlagen zu. Für die Erstberatung entsteht Ihnen eine Gebühr in Höhe von 80,- €. Gern können Sie sich auch unverbindlich per Email oder Telefon an uns wenden.

Autorin:
Alexandra Kosacheva

Ansprechpartner:
Knud J. Steffan
Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht
JUSTUS Rechtsanwälte & Steuerberater
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