Deutsche Postbank AG – Falschberatung mit System?

Deutsche Postbank AG – Falschberatung mit System?

Nach Berichten von Stern TV, dem Magazin Stern und der ZDFneo Reportage „Die Falschberater“ besteht deutschlandweit eine Verunsicherung der Postbank-Anleger.

Vermögensberatung 2012 eingestellt

Die Postbank die 1990 als eigenständiges Unternehmen aus der Deutschen Bundespost hervorging und 1995 zu einer Aktiengesellschaft wurde, stieg im Jahr 2000 in das Aktien- und Fondsgeschäft ein. Im Jahr 2002 wurde die Postbank Vermögensberatung AG gegründet. Der Geschäftsbetrieb der Vermögensberatung wurde 2012 wieder eingestellt.

Systematische Falschberatung bei der Postbank?

Die Deutsche Postbank AG bat ihren Privatkunden Angebote vom Zahlungsverkehr über das Einlagen- und Kreditgeschäft bis hin zu Anleihen, Investmentfonds, Versicherungen und Bausparverträgen an. Nach Berichten soll die Postbank ihre Kunden in höchst risikoreiche Anlagen getrieben haben, die mit hohen Verlusten endeten.
Die Postbank soll Beteiligungen an geschlossenen Fonds an Kunden verkauft haben, deren Risikoneigung nicht zum Anlagetypus passte. Solche Beteiligungen seien sogar noch bis zum Jahr 2012 verkauft worden, obwohl die Renditen für geschlossene Schiffsfonds schon seit Ausbruch der Finanzkrise massiv unter Druck geraten waren.
Laut Stern soll die Postbank seit 2006 von der Falschberatung gewusst haben. Inzwischen seien bereits mehr als 400 Vergleiche mit der Postbank geschlossen worden. Die Höhe der Vergleichszahlungen ist jedoch nicht bekannt.
Einer vom Stern zitierten internen Mail zufolge, seien grundsätzlich alle Beschwerden von Anlegern „in der Regel zunächst ablehnend“ zu bescheiden. Allenfalls in „klar ungünstigen Konstellationen“ für die Bank werde „Vergleichsbereitschaft signalisiert“. Ein solcher Vergleich solle dann „für die Bank möglichst günstig“ ausfallen.

Zielgruppe: Rentner

Insbesondere Rentner und ältere Bürger wurden für Provisionen zu falschen Anlageprodukten gedrängt. Kunden mit sicheren Anlagen wurden Anlagemodelle empfohlen, die zumeist erst nach Jahren überhaupt zu Ausschüttungen führen und oftmals mit einem Totalverlustrisiko behaftet sind. So wurden z.B. geschlossene Fonds in Form von Schiffsfondsbeteiligungen mit Laufzeiten von über 15 Jahren vermittelt, obwohl betroffene Kunden eine flexible und jederzeit zugriffsbereite Anlage erstrebten.
Postbank-Kunden mit sicheren Anlagen wurden zu Hause angerufen, um „Optimierungsmöglichkeiten“ zu besprechen. Beim unverbindlichen zeitnahen Termin wurden Betroffene unter Druck gesetzt, um den Vermögensberatungsvertrag abschließen zu können.

Keine anlegergerechte Beratung

Eine ordnungsgemäße Beratung ist gerade dadurch gekennzeichnet, dass nach dem Anlageziel die bestehenden Anlagen sorgfältig geprüft und das potentielle Anlageobjekt laiengerecht erklärt und dabei insbesondere die Risiken der Anlage verdeutlicht werden.
Bei der Postbank ist dies in vielen Fällen nicht geschehen. Kunden mit dem Ziel der Altersvorsorge wurden Fondsbeteiligungen vermittelt, die einem Totalverlustrisiko unterliegen, auf das die Berater in den wenigsten Fällen explizit hingewiesen haben.

Justus rät:

Betroffene Postbank Kunden sollten einen Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht aufsuchen und ihre Ansprüche gegen die Postbank AG wegen Falschberatung vor Ablauf der Verjährung prüfen lassen.

Für die schriftliche Erstberatung, welche auch die Deckungsanfrage bei Ihrer Rechtsschutzversicherung umfasst, drucken Sie bitte einfach das Auftragsformular für geschädigte Kapitalanleger aus und senden es ausgefüllt, zusammen mit den Zeichnungsscheinen und den wesentlichen Unterlagen zu. Für die Erstberatung entsteht Ihnen eine Gebühr in Höhe von 80,- € inkl. MwSt. Gern können Sie sich auch sofort unverbindlich per Email oder Telefon an uns wenden. Rufen sie gleich an und vereinbaren einen Termin: 030-44044966

Ansprechpartner:

Rechtsanwalt Knud J. Steffan
Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht
JUSTUS Rechtsanwälte
Eberswalder Straße 26
10437 Berlin

Ansprechpartner:
Grit Rahn
Rechtsanwältin
E-Mail: Rahn@kanzleimitte.de

Telefon: 030-440 449 66
Telefax: 030-440 449 56

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