Commerzbank zum schadensersatz verurteilt – irreführende verwendung von „chance“ und „wachstum“

Commerzbank zum Schadensersatz verurteilt – Irreführende Verwendung von „Chance“ und „Wachstum“

Ein Urteil des Oberlandgerichts Stuttgart kann laut Pressemitteilungen Signalwirkung haben. Miese Beratung ist für die Commerzbank recht teuer.
Mehr als 40.000 Euro muss jetzt die Commerzbank an einen Kunden zahlen. Er hat den Schaden mit einer Geldanlage der dritthöchsten Risikoklassen Namens „Wachstum“ erlitten. Sie war jedoch von den Klassen „Chance“ abgegrenzt. Unter der Strategie „Wachstum“ investierte er 60 Prozent des Geldes in Einzelaktien und 40 Prozent in konservative Anlagen. Die Bank legte es in sechs Aktien- und Rentenfonds an.

Commerzbank – Großer Verlust nach fünf Monaten

Im August 2011 brachen dir Börsen wegen Eurokrise ein. Das hat den Kunden der Commerzbank 40.000 Euro gekostet. Er hat nach diesem Verlust die Bank aufgefordert, die Wertpapierkäufe ruckgängig zu machen und ihm den Betrag gutzuschreiben. Er war darüber entsetzt, dass das Portfolio nicht seinen Risikovorstellungen entsprach.
Im März 2013 gab das Landgericht Hechingen noch der Commerzbank Recht. Der Kläger ging in Berufung, nun entschied das Oberlandesgericht Stuttgart anders. Der Begriff „Wachstum“ habe den Eindruck geweckt, dass der Rentenfonds wenig riskant ist und den 40 Prozent der konservativen Anlagen zuzurechnen sei.
Tatsächlich aber habe sich der Rentenfonds in der höchsten Risikoklasse befunden, weil mit ihm sehr hohe Kursverluste möglich waren. Die Folgerung des Gerichts: Die Beratung der Bank war “nicht anlegergerecht” – unter Berücksichtigung des Wissensstands des Anlegers, seiner finanziellen Situation, seiner Risikobereitschaft und des konkreten Anlageziels hinsichtlich Sicherheit oder spekulativem Charakter.

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