Beratungspool Lehman Brothers: Urteil gegen Citibank für Zertifikate Anleger!

 

Amtsgericht Leipzig verurteilt Citibank zur Zahlung von Schadenersatz aufgrund von Falschberatung beim Erwerb von Zertifikaten

Das Amtsgericht Leipzig hat entschieden, dass die Citibank Leipzig ihren Kunden Schadenersatz leisten muss, wenn diese beim Kauf von Zertifikaten falsch beraten wurden (Urteil vom 10.11.2008, Az. 115 C 3759/08).

Das Gericht war der Auffassung, dass eine Bank dann falsch berät, wenn deren Kunden eine sichere und konservative Anlageform wünschen, ihnen anschließend aber Zertifikate der Citibank mit der Bezeichnung „Premium Express Defensiv VIII Zertifikat“ empfohlen wurden. Zertifikate seien viel zu riskant, um als sichere Anlage gelten zu können. Die Citibank hätte sich für eine andere Anlageform entscheiden müssen.

Im vom Gericht zu entscheidenden Fall ging es um Eltern, die Geld für die Ausbildung ihrer Tochter sicher anlegen wollten. Das Ehepaar hatte der Bankmitarbeiterin im Beratungsgespräch deutlich gemacht, dass es auf jeden Fall eine sichere Anlage sein müsse.

Im Prozess versuchte die betroffene Bankmitarbeiterin zu erklären, dass die Kunden sich aus steuerlichen Erwägungen für eine Anlage mit hohem Zinssatz und dadurch auch risikoreichere Anlageform entschieden hätten, obwohl das ursprüngliche Anlageprofil des Paares eher konservativ ausgerichtet war. Das Gericht befand diese Aussage jedoch als unschlüssig, da es der Meinung war, dass die Mitarbeiterin sich überhaupt nicht ausreichend mit der steuerlichen Situation der Kunden beschäftigt hätte. Hätte die Bankmitarbeiterin näher nachgefragt, so wäre ihr aufgefallen, dass der von ihr angesprochene steuerliche Vorteil im konkreten Fall überhaupt nicht gegeben war.

Das Gericht stellte außerdem fest, dass alleine der Wunsch nach einer hohen Rendite nicht gegen ein konservatives Anlegerprofil spräche. Entscheidend ist letztendlich nur, dass dem Kunden eine als sicher eingestufte Kapitalanlage verkauft wurde. Ist sie das nicht, so muss die Bank den entstandenen Schaden ersetzen.

Wichtig dabei ist vor allem die Aussage des Gerichts, dass die Bank sich nicht ausreichend nach der konkreten Situation des Kunden erkundigt hätte. Die Berliner Rechtsanwaltskanzlei Justus kann dies durch ihre Erfahrung mit zahlreichen Kapitalanlegern bestätigen, welche von ihrer Bank regelrecht überrumpelt und dazu gedrängt wurden, bestimmte Zertifikate zu erwerben. Vor allem der Verkauf von Lehman-Zertifikaten stand dabei in den letzten 24 Monaten stark im Vordergrund. Es besteht die Möglichkeit, so die Vermutung der Justus Rechtsanwälte, dass die Banken von Lehman Brothers hohe Provisionszahlungen erhielten, und deshalb diese Zertifikate ihren Kunden empfahlen. Die genaue Analyse des Kundenwunsches und eine dementsprechend passende Anlageform konnte auf diese Weise natürlich nicht gefunden werden.

Die Kanzlei Justus sieht aus diesen Gründen weiter gute Erfolgschancen für falsch beratene Bankkunden, ihr verlorenes Geld auf dem Klageweg wieder zurückzuerhalten. Das oben erwähnte Urteil des Amtsgerichts Leipzig stärkt dabei die Kundenrechte. Wenn Bankkunden von ihrer Bank falsch beraten wurden, und sie zudem nicht über den Erhalt von Provisionen aufgeklärt hat, führt diese Falschberatung und Desinformation zu einem Anspruch auf Ersatz des dadurch entstandenen Schadens.

Was bedeuten diese ersten Urteile für die Anleger von Lehman Brothers Zertifikaten?

Im Gegensatz zu dem Leipziger Urteil hat das Landgericht Frankfurt a.M. kürzlich die Klage der Zertifikat-Anleger abgewiesen. Diese unterschiedlichen Urteile zeigen deutlich auf, dass die Rechtsfälle und unterschiedlichen Sachverhalte im Einzelfall betrachtet werden müssen!
Aussagen von sogenannten "Anlegerschutzvereinen oder Interessenverbänden", das alle Lehman-Anleger ihr Geld durch Klagen zurückerhalten würden, sind schlicht falsch und irreführend. Im Gegenteil muss in jedem Einzelfall genau geprüft werden, ob eine unzureichende Beratung vorliegt und diese auch nachweisbar ist.

Daher kommen zur Durchsetzung der Schadenersatzansprüche der Anleger grundsätzlich auch keine sogenannten Sammelklagen in Betracht. Jeder Anleger muss seinen Anspruch einzeln einklagen und durch Urteil titulieren lassen. Hierzu sollten alle Anleger ihren individuellen Schadensfall durch eine im Kapitalanlagerecht erfahrene und spezialisierte Kanzlei prüfen lassen und dann gegebenenfalls einklagen.

Das Urteil des Amtsgerichts Leipzig ist zumindest richtungweisend für den überwiegenden Teil der von der Kanzlei Justus Rechtsanwälte & Steuerberater vertretenden Anleger, die eine sichere konservative Anlage wünschten. Diese können nun berechtigt darauf hoffen, dass auch ihre Schadenersatzforderungen anerkannt werden.

Autor:

Rechtsanwalt Thomas Hollweck

Ansprechpartner:

Rechtsanwalt  Knud J. Steffan

JUSTUS Rechtsanwälte & Steuerberater
Eberswalder Straße 26
10437 Berlin

Tel.: 030 / 440 449 66
Fax: 030 / 440 449 56

E-mail: Steffan@kanzleimitte.de

 

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„Wenn man Recht hat und niemand widerspricht,
ist das in Ordnung.
Aber was ist, wenn man Unrecht hat?“
                                                                     (Konfuzius)


Was sind Zertifikate?
"Zertifikate sind Anleihen bzw. Inhaberschuldverschreibungen oder einfach ausgedrückt
Darlehen, deren Rückzahlung, gleich einer Wette, von ungewissen zukünftigen Umständen
abhängig ist" (BGH Urteil vom 27.09.2011).
Wußten Sie das vor der Zeichnung?

Käufer von Lehman Zertifikaten sollten Mut zur Klage gegen die Bank haben:
Lehman Brothers Zertifikate Anleger sollten spätestens jetzt handeln, da die Ansprüche gegen Banken zu verjähren drohen. Auch nach Verjährung von Schadenersatzansprüchen bestehen weitere Ansprüche gegen die Beraterbank. Das Handelsblatt rät Anlegern von Lehman Zertifikaten nun umgehend zu handeln und ihre Ansprüche bei den Banken geltend zu machen.

Zahlreiche erfolgreiche Klagen und gerichtliche Vergleiche in Sachen Lehman Brothers:
Im September 2008 hat Lehman Brothers Insolvent angemeldet und zahlreiche Anleger haben ihr eingezahltes Geld verloren. Verkauft wurden die Zertifikate oft von der Citibank (heute Targo Bank), der Dresdner Bank (heute Commerzbank), Sparkassen und der Postbank. Zahlreiche Gerichte haben Anlegern von Lehman Zertifikaten bereits Schadensersatz zugesprochen aber auch Klagen abgewiesen. Die Kanzlei JUSTUS Rechtsanwälte konnte aussergerichtlich und gerichtlich zahlreiche angemessene Zahlungsvergleiche mit den BAnken schließen und auch mehrere erfolgreiche Urteile erstreiten. Anleger von Lehman Zertifikaten wurden oft nicht über die komplexe Struktur und die Risiken der Zertifikate aufgeklärt. Anleger können daher Schadensersatzansprüche zustehen, die Sie nicht einfach verjähren lassen sollten.

Kurze Verjährung (3 Jahre ab Kauf) bei Zertifikaten und Hemmung durch den Ombudsmann:
Zu achten ist auf die kurze Verjährung der Ansprüche, die nach 3 Jahren nach dem Kauf der Lehman Zertifikate droht. Jedoch kann die Verjährung durch ein kostenfreiesSchlichtungsverfahren beim Ombudsmann der Banken bis zu 6 Monaten nach Schlichtungsspruch gehemmt werden. Ist auch diese Frist abgelaufen muss und sollte nach Prüfung der Erfolgsaussichten geklagt werden.

Auch nach der Verjährung lohnt sich die Prüfung der Ansprüche und ggf. die Klageeinreichung:
Sind Schadenersatzansprüche im Einzelfall schon verjährt, lohnt sich die Prüfung ob nicht ausserdem Ansprüche gegen die Bank bestehen, die nicht der Verjährung des § 37a WpHG unterliegen. Dies kann z.B. der Fall sein, wenn Kick-Backs (Provisionen) verschwiegen wurden, der Berater später noch eine Halteempfehlung anbgegeben hat oder die Lehman Zertifikate telefonisch erworben worden sind. In lezterem Fall kann bei einer fehlenden Aufklärung über das Widerrufsrecht der Kauf auch heute noch widerrufen werden.

Erstberatung:

Für die schriftliche Erstberatung, welche auch die Deckungsanfrage bei Ihrer Rechtsschutzversicherung umfasst, drucken Sie bitte einfach das
Auftragsformular für geschädigte Kapitalanleger aus und senden es ausgefüllt, zusammen mit den Zeichnungsscheinen und den wesentlichen Unterlagen zu. Für die Erstberatung entsteht Ihnen eine Gebühr in Höhe von netto 80,- €. Gern können Sie sich auch unverbindlich per Email oder Telefon an uns wenden.

Die Kanzlei Justus Rechtsanwälte & Steuerberater vertritt inzwischen über 500 Lehman Anleger und führt bundesweit Klagen gegen die beratenden Banken durch.

Ansprechpartner:

Rechtsanwalt Knud J. Steffan 
Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht
JUSTUS Rechtsanwälte & Steuerberater
Eberswalder Straße 26
10437 Berlin

Tel.: 030 / 440 449 66
Fax: 030 / 440 449 56