Sachwert Rendite-Fonds Holland; MPC Capital AG: Insolvenz droht – Ausschüttungen werden zurückgefordert

Sachwert Rendite-Fonds Holland: Insolvenz droht – Ausschüttungen werden zurückgefordert
43. Sachwert Rendite-Fonds Holland
Emissionshaus dieses Fonds ist die MPC Capital AG. Der Fonds investiert in Büroimmobilien an drei Standorten in den Niederlanden.

Entwicklung des 43. Sachwert Rendite-Fonds Holland 2012/2013

Ende letzten Jahres wurden die Anleger des 43. Sachwert Rendite-Fonds Holland im Rahmen eines Finanzierungskonzeptes aufgefordert Neukapital in Höhe von mindestens 3,75 Millionen Euro einzubringen. Diese Höhe wurde durch Neuinvestitionen nicht annähernd errreicht. Nun fordert die Treuhandgesellschaft erhaltende Ausschüttungen von den Anlegern des Immobilienfonds zurück.
Ursache der Rückforderung von Ausschüttungen
Zur Ursache der Rückforderungen gibt die darlehensgebende Sparkasse KölnBonn in ihrem Schreiben vom 11. Juli 2013 an die Treuhandkommanditisten der 43. Sachwert Rendite-Fonds Holland GmbH & Co. KG an, dass die schwierige Vermietungs- und Vermarktungssituation des Immobilienmarktes in den Niederlanden dazu geführt hätte, dass ein Teils des Darlehens fällig gestellt werden musste und gewinnunabhängigen Ausschüttungen zurückgefordert werden.

Drohende Insolvenz des 43. Sachwert Rendite-Fonds Holland
Wenn nicht genügend Anleger in den Immobilienfonds investieren droht eine Insolvenz des Fonds. Es ist aber fraglich, ob die Anleger selbst mit Nachzahlungen überhaupt noch eine Insolvenz abwenden können.

Justus rät:
Betroffene Anleger des 43. Sachwert Rendite-Fonds Holland sollten umgehend einen Fachanwalt für Bank- und Kapitalanlagerecht aufsuchen, um Handlungsmöglichkeiten prüfen zu lassen. Nach dem Urteil vom 12.03.2013 (Az. II ZR 73/11) hat der Bundesgerichtrshof entschieden, dass gewinnunabhängigen Ausschüttungen nur dann von den Anlegern zurückgefordert werden können, wenn der Gesellschaftsvertrag dies ausdrücklich vorsieht. Bei Vorliegen einer fehlerhaften Anlageberatung oder einem Verstoß gegen die Aufklärung von Provisionen kann dem Anleger zudem ein Schadensersatzanspruch und ein Anspruch auf Rückabwickklung der Beteiligung zustehen.

Für die schriftliche Erstberatung, welche auch die Deckungsanfrage bei Ihrer Rechtsschutzversicherung umfasst, drucken Sie bitte einfach das Auftragsformular für geschädigte Kapitalanleger aus und senden es ausgefüllt, zusammen mit den Zeichnungsscheinen und den wesentlichen Unterlagen zu. Für die Erstberatung entsteht Ihnen eine Gebühr in Höhe von 80,- € inkl. MwSt. Gern können Sie sich auch sofort unverbindlich per Email oder Telefon an uns wenden. Rufen sie gleich an und vereinbaren einen Termin: 030-44044966

Ansprechpartner:

Rechtsanwalt Knud J. Steffan
Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht
JUSTUS Rechtsanwälte
Eberswalder Straße 26
10437 Berlin

Ansprechpartner:
Grit Rahn
Rechtsanwältin
E-Mail: Rahn@kanzleimitte.de

Telefon: 030-440 449 66
Telefax: 030-440 449 56

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Geschlossene Immobilienfonds:

Beim geschlossenen Immobilienfonds investiert der Kapitalanleger in Immobilien, z.B. in Gewerbeimmobilien wie Büro- oder Einzelhandels-, Logistik-, aber auch Wohnobjekte. Er ist damit Mitinhaber mit entsprechenden Risiken, aber auch allen Chancen des Marktes. Steuerlich liegen meist Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung (§ 21 EStG) vor.

Die einzelnen Immobilien werden in einem Emissionsprospekt ausführlich dargestellt, was dem Anleger – im Gegensatz zum offenen Immobilienfonds – eine transparente Investitionsentscheidung ermöglicht. Bei Erreichung der geplanten Investitionshöhe wird der Platzierungszeitraum beendet, das heißt, es werden keine weiteren Gelder mehr eingeworben, und der Anlegerkreis ist damit definiert. Der Fonds wird geschlossen.

Anbieter von geschlossenen Immobilienfonds bieten ihre Produkte gerne als krisensichere Kapitalanlage mit Inflationsschutz und Wertzuwachs an. Dabei gab es in den vergangenen Jahren eine Reihe spektakulärer Pleiten. So wurde beispielsweise die Deutsche Capital Management AG (DCM), einst ein führender Emittent geschlossener Immobilienfonds, 2013 insolvent.

Unterschiede offener und geschlossener Immobilienfonds
 
  • Risikostreuung - Offene Immobilienfonds investieren in viele Immobilien. Geschlossene Fonds dagegen oft nur in ein oder zwei Objekte. Das Risiko wird bei offenen Fonds also breiter gestreut.
  • Investitionsvolumen - Bei offenen Immobilienfonds ist das Fondsvermögen meist nicht gedeckelt. Es wächst, wenn neue Anleger Anteile erwerben und dem Fonds damit Geld zufließt. Bei geschlossenen Fonds hingegen ist das Volumen beschränkt. Wenn alle Anteile verkauft sind, wird der Fonds geschlossen.
  • Anteile-Verkauf - Bei offenen Immobilienfonds können Sie Ihre Fondsanteile grundsätzlich jederzeit wieder verkaufen. Bei geschlossenen Fonds müssen Sie die Anteile dagegen bis zum Ende der Laufzeit halten. Dann wird das Immobilienobjekt verkauft und der Erlös an alle Anleger ausgeschüttet.
  • Rechtliche Behandlung - beide Kapitalanlagen sind sowohl hinsichtlich der Rechten und Pflichten der Anleger, Aufklärungs- und Beratungspflichten, Schadenersatzansprüche und Verjährungsfristen rechtlich unterschiedlich zu behandeln.
 

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Ansprechpartner:
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