Lehman-Pleite: Heißer Frühling wird mehr Rechtssicherheit für Lehman-Anleger bringen

Heißer Frühling wird mehr Rechtssicherheit für Lehman-Anleger bringen. Sparkasse muss für Beratungsfehler büßen.

Im Frühling 2009 sind die ersten aussagekräftigen Urteile im mehreren Klageverfahren gegen die „Beraterbanken“ zu erwarten. Hauptsächlich die Citibank AG aber auch die Sparkassen, die Dresdner Bank, die Postbank und einige kleinere Privatbanken haben über 100 verschiedene Zertifikate der insolventen Bank Lehman Brothers ihren Kunden empfohlen und verkauft. Dass das Eigeninteresse dieser Banken am Verkauf der Lehman Zertifikate besonders groß war, zeigt nicht nur die aggressive Verkaufspraxis der „Bankberater“, welche überwiegend ältere Menschen dazu drängten ihr sicheres Festgeld oder Tagesgeld in die Risikopapiere zu stecken, meint Rechtsanwalt Steffan der Anlagerschutzkanzlei JUSTUS Rechtsanwälte.

Das Eigeninteresse der sich als objektive Berater gerierenden Banken lag nach Auffassung von Rechtsanwalt Steffan zum einen in hohen Provisionszahlungen, welche die angeschlagene Emittentin Lehman Brothers zahlte. Ferner ist z.B. die Citibank AG mit ca. 60 % angemeldeten Forderungen Hauptgläubigerin der Lehman Brother Inc. und verdiente so an jedem verkauften Zertifikat mit. Weiter hat z.B. die Hamburger Sparkasse die Zertifikate selbst von Lehman Brothers erworben um diese dann gewinnbringend an die eigenen Kunden zu veräußern. 

Von April bis Juni 2009 sind bundesweit mehrere Urteile in Sachen Lehman Brothers für die Anleger zu erwarten:

Frankfurt: Die Frankfurter Sparkasse hat schon einen Prozess gegen einen Lehman-Geschädigten verloren. Das Landgericht Frankfurt hat dem Kunden der Direktbanktochter „1822 direkt“ wegen eines Beratungsfehlers vollen Schadenersatz des Verlustes in Höhe von 50 000 Euro zugesprochen. Der Kläger hatte über die Sparkasse Zertifikate der insolventen US-Investmentbank Lehman Brothers gekauft. Dabei habe er eine kurzfristige Anlage gewünscht. Die Laufzeit der Zertifikate sei aber auf vier Jahre angelegt gewesen. Das Urteil ist noch nicht bestandskräftig.

Hamburg: Vor dem Landgericht Hamburg sind mehrere Schadeneratzprozesse gegen die Hamburger Sparkasse anhängig. Hier wird es nach Auffassung des Geschädigtenanwaltes zu einer Verurteilung der Sparkasse kommen, denn das Gericht sieht derzeit die erzielten Gewinne der Sparkasse als Provisionen im Sinne der Kick-back Rechtsprechung des BGH an, welche dem Käufer verschwiegen wurden. Ferner muss nicht der Anleger sondern die Sparkasse/Bank  beweisen, dass der Käufer auch bei ordnungsgemäßer Aufklärung über Veräußerungs-gewinne, Provisionen oder sonstigem Eigeninteresse an dem Lehman Brother Zertifikat dieses gezeichnet hätte.

Berlin: Vor den Gerichten in Berlin und Brandenburg stehen im Frühjahr die ersten mündlichen Verhandlungen in Klagen der Kanzlei JUSTUS Rechtsanwälte und Steuerberater gegen die Citibank AG an. Von dem Ergebnis der ersten mündlichen Verhandlungen wird viel abhängen, zumal die Citibank AG nach Angaben der Interessengemeinschaft Lehmanzertifikate mit etwa 70 % die Hauptvermittlerin von Lehman Zertifikaten ist.

In einer Umfrage im Dezember kam die Verbraucherzentrale Hamburg zu dem Ergebnis, dass die Lehman-Pleite in Deutschland rund 40 000 Anleger getroffen hat. Der Verlust liegt insgesamt bei fast 700 Millionen Euro. Vor allem ältere Menschen hatten den Empfehlungen ihrer Bankberater vertraut und Zertifikate erworben.

Verjährung beachten!
Alle Lehman-Anleger, die mit ihren Klagen noch warten, sollten in jedem Fall die kurze Verjährungsfrist – drei Jahre ab Zeichnung/Kauf der Zertifikate – beachten und rechtzeitig mit einem spezialisierten Rechtsanwalt über verjährungshemmende Maßnahmen sprechen!

Für die kostenfreie Erstberatung bitte den Fragebogen Beratungspool Lehman Brothers ausdrucken und einsenden oder füllen Sie einfach unser Kontaktformular aus.

Ansprechpartner:

Rechtsanwalt  Knud J. Steffan

JUSTUS Rechtsanwälte & Steuerberater
Eberswalder Straße 26
10437 Berlin

Tel.: 030 / 440 449 66
Fax: 030 / 440 449 56

E-mail: Steffan@kanzleimitte.de
 

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„Wenn man Recht hat und niemand widerspricht,
ist das in Ordnung.
Aber was ist, wenn man Unrecht hat?“
                                                                     (Konfuzius)


Was sind Zertifikate?
"Zertifikate sind Anleihen bzw. Inhaberschuldverschreibungen oder einfach ausgedrückt
Darlehen, deren Rückzahlung, gleich einer Wette, von ungewissen zukünftigen Umständen
abhängig ist" (BGH Urteil vom 27.09.2011).
Wußten Sie das vor der Zeichnung?

Käufer von Lehman Zertifikaten sollten Mut zur Klage gegen die Bank haben:
Lehman Brothers Zertifikate Anleger sollten spätestens jetzt handeln, da die Ansprüche gegen Banken zu verjähren drohen. Auch nach Verjährung von Schadenersatzansprüchen bestehen weitere Ansprüche gegen die Beraterbank. Das Handelsblatt rät Anlegern von Lehman Zertifikaten nun umgehend zu handeln und ihre Ansprüche bei den Banken geltend zu machen.

Zahlreiche erfolgreiche Klagen und gerichtliche Vergleiche in Sachen Lehman Brothers:
Im September 2008 hat Lehman Brothers Insolvent angemeldet und zahlreiche Anleger haben ihr eingezahltes Geld verloren. Verkauft wurden die Zertifikate oft von der Citibank (heute Targo Bank), der Dresdner Bank (heute Commerzbank), Sparkassen und der Postbank. Zahlreiche Gerichte haben Anlegern von Lehman Zertifikaten bereits Schadensersatz zugesprochen aber auch Klagen abgewiesen. Die Kanzlei JUSTUS Rechtsanwälte konnte aussergerichtlich und gerichtlich zahlreiche angemessene Zahlungsvergleiche mit den BAnken schließen und auch mehrere erfolgreiche Urteile erstreiten. Anleger von Lehman Zertifikaten wurden oft nicht über die komplexe Struktur und die Risiken der Zertifikate aufgeklärt. Anleger können daher Schadensersatzansprüche zustehen, die Sie nicht einfach verjähren lassen sollten.

Kurze Verjährung (3 Jahre ab Kauf) bei Zertifikaten und Hemmung durch den Ombudsmann:
Zu achten ist auf die kurze Verjährung der Ansprüche, die nach 3 Jahren nach dem Kauf der Lehman Zertifikate droht. Jedoch kann die Verjährung durch ein kostenfreiesSchlichtungsverfahren beim Ombudsmann der Banken bis zu 6 Monaten nach Schlichtungsspruch gehemmt werden. Ist auch diese Frist abgelaufen muss und sollte nach Prüfung der Erfolgsaussichten geklagt werden.

Auch nach der Verjährung lohnt sich die Prüfung der Ansprüche und ggf. die Klageeinreichung:
Sind Schadenersatzansprüche im Einzelfall schon verjährt, lohnt sich die Prüfung ob nicht ausserdem Ansprüche gegen die Bank bestehen, die nicht der Verjährung des § 37a WpHG unterliegen. Dies kann z.B. der Fall sein, wenn Kick-Backs (Provisionen) verschwiegen wurden, der Berater später noch eine Halteempfehlung anbgegeben hat oder die Lehman Zertifikate telefonisch erworben worden sind. In lezterem Fall kann bei einer fehlenden Aufklärung über das Widerrufsrecht der Kauf auch heute noch widerrufen werden.

Erstberatung:

Für die schriftliche Erstberatung, welche auch die Deckungsanfrage bei Ihrer Rechtsschutzversicherung umfasst, drucken Sie bitte einfach das
Auftragsformular für geschädigte Kapitalanleger aus und senden es ausgefüllt, zusammen mit den Zeichnungsscheinen und den wesentlichen Unterlagen zu. Für die Erstberatung entsteht Ihnen eine Gebühr in Höhe von netto 80,- €. Gern können Sie sich auch unverbindlich per Email oder Telefon an uns wenden.

Die Kanzlei Justus Rechtsanwälte & Steuerberater vertritt inzwischen über 500 Lehman Anleger und führt bundesweit Klagen gegen die beratenden Banken durch.

Ansprechpartner:

Rechtsanwalt Knud J. Steffan 
Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht
JUSTUS Rechtsanwälte & Steuerberater
Eberswalder Straße 26
10437 Berlin

Tel.: 030 / 440 449 66
Fax: 030 / 440 449 56