Euro Grundinvest – Mysteriöse Unternehmensstruktur

Euro Grundinvest – Mysteriöse Unternehmensstruktur
Immobilienentwicklungen in München stellen den Gesellschaftsfokus dar. Die Hauptstadt einer der reichsten Bundesländern. Was steckt aber dahinter?

Anlageangebot der Euro Grundinvest
Mit Mindestzeichnungssumme von 15.000€ zzgl. 5% Agio plant die Gesellschaft Rendite von 12 % p.a. Die Genussrechte stellen eine Mischung aus einem festverzinslichen Wertpapier und einer unternehmerischen Beteiligung dar. Man könnte sie auch als Unternehmensanleihe mit Gewinnbeteiligung bezeichnen. Recht auf die Teilnahme an der Gesellschafterversammlung steht den Anlegern nicht zu.

Unternehmensstruktur der Euro Grundinvest

Sie ist alles andere als übersichtlich. Als erstes fällt auf, dass das Unternehmen die dima24.de Anlagevermittlung GmbH, von der die Anteile an den Fonds vermittelt wurden, denselben Geschäftsführer bis Ende 2012, Herrn Erwin Beran, wie Euro Grundinvest selbst hatte. Seine Rolle ist mehr als fraglich. Er ist nämlich Geschäftsführer nahezu aller Gesellschaften der Euro Grundinvest Gruppe.
Über allem steht die Nitro Invest GmbH. Die GmbH ist ihrerseits einzige Gesellschafterin der Euro Grundinvest Holding GmbH, München, dessen Geschäftsführer Herr Malte Hartwieg ist. Nach dem Bericht eines Brancheninformationsdienstes prüft derzeit die Staatsanwaltschaft München I bereits einen Anfangsverdacht gegen Herrn Hartwieg und andere beteiligte Personen wegen Betrug.

Die Situation von heute
Laut Pressemitteilungen forderten zuletzt Mitte Januar 2014 Anleger von der Fondsgesellschaft Euro Grundinvest Deutschland 15 GmbH & Co. KG die Rückzahlung ihrer Kommanditeinlage. Trotz eigener Aussage der Gesellschaft, wonach der Fonds nunmehr aufgelöst werde und die „im Prospekt versprochenen Erfolge“ realisiert werden, erfolgten bis zum heutigen Tage keine Rückzahlung.

Für die schriftliche Erstberatung, welche auch die Deckungsanfrage bei Ihrer Rechtsschutzversicherung umfasst, drucken Sie bitte einfach das Auftragsformular für geschädigte Kapitalanleger aus und senden es ausgefüllt, zusammen mit den Zeichnungsscheinen und den wesentlichen Unterlagen zu. Für die Erstberatung entsteht Ihnen eine Gebühr in Höhe von 80,- € inkl. MwSt. Gern können Sie sich auch sofort unverbindlich per Email oder Telefon an uns wenden. Rufen sie gleich an und vereinbaren einen Termin: 030-44044966

Ansprechpartner:

Rechtsanwalt Knud J. Steffan
Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht
JUSTUS Rechtsanwälte
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offene Immobilienfonds

Offene Immobilenfonds:


Was ist ein offener Immobilienfonds?

Ein offener Immobilienfonds ist eine Kapitalanlage, die das Geld der Anleger in Immobilien anlegt. Rechtlich wird ein Anteil am offenen Immobilienfonds als Wertpapier im Sinne des Wertpapierhandelsgesetzes eingestuft. Für Schadenersatzansprüche gilft daher auch die kurze Verjähurngsfrist des § 37 a WpHG, zumindest bis zur Abschaffung der Sonderverjährung im Jahr 2009. Die Gebäude eines offenen Immobilienfonds werden in einem Immobilien-Sondervermögen zusammengefasst. Daher gelten offene Immobilienfonds auch als Investmentfonds und unterfallen dem Investmentgesetz (InvG). Für Investmentfonds gilt die strenge Regelung des § 66 InvG, welcher genau festlegt, welche Vermögensgegenstände ein offener Immobilienfonds erwerben darf. Offene Immobilienfonds erfreuen sich großer Beliebtheit, weil die Anleger jederzeit auf ihr investiertes Geld zugreifen können, indem sie Fondsanteile zurückgeben. Des Weiteren ermöglichen offene Immobilienfonds Anlegern, sich auch mit verhältnismäßig geringen Anlagebeträgen am attraktiven Immobilienmarkt beteiligen zu können.

BGH-Urteile: Gute Erfolgsaussichten für Immobilienfondsanleger!

Der Bundesgerichtshof entschied (
Urteile vom 29.04.2014 – XI ZR 477/12 und XI ZR 130/13), dass Bankberater Anleger ungefragt darüber aufklären mussten, dass ein offener Immobilienfonds die Anteilsrücknahme aussetzen kann.

Aufklärungspflicht über das Risiko der Aussetzung der Rücknahme von Anteilen an offenen Immobilienfonds:
Der für das Bankrecht zuständige XI. Zivilsenat hat sich gestern in zwei Verfahren mit der Haftung einer Bank wegen fehlerhafter Anlageberatung im Zusammenhang mit dem Erwerb von Anteilen an einem offenen Immobilienfonds befasst.
Nach der gestern veröffentlichten Pressemitteilung des BGH wurde die Revision einer Bank gegen eine anlegerfreundliche Entscheidung des OLG Frankfurt am Main (OLG Frankfurt am Main – Urteil vom 13. Februar 2012 – 9 U 131/11) zurückgewiesen (BGH XI ZR 130/13).
Die richtungsweisenden BGH-Urteile gelten nach allgemeiner Auffassung auch für Dachfonds.

Kurze Sonderverjährung bei offenen Immobilienfonds:
Anleger in offenen Immobilienfonds sollten nun ihre Schadenersatzansprüche geltend machen, denn ihre Ansprüche auf Schadensersatz aus einer Falschberatung gegenüber den Anlageberatern verjähren zum Teil gem. § 37a WpHG in 3 Jahren ab dem Erwerb der Anteile. Die inzwischen abgeschaffte Sonderregelung gilt aber nicht bei vorsätzlicher Falschberatung, wovon hier ausgegangen werden kann.
Eine längere absolute, kenntnisunabhängige Verjährungsfrist von 10 Jahren gilt taggenau ab Zeichnung des Fonds.
Eine Verjährung kann somit jederzeit eintreten, sodass dringender Handlungsbedarf besteht.

Gute Erfolgsaussichten für Immobilienfonds- Anleger:
Die Erfolgsaussichten für die Durchsetzung von Schandenersatzansprüchen gegen die beratende Bank oder den Finanzberater aus Vermittlung offener Immoilienfonds sind daher durchaus gut, soweit diese Ansprüche eben nicht verjährt sind.

Beispielhaft hierfür sind die offenen Immobilienfonds:

Justus rät:
Lassen sie sich jetzt von einem Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht beraten, um die Chancen auf Schadensersatz aus fehlerhafter Beratung prüfen zu lassen.


Für Informationen oder die schriftliche Erstberatung, welche auch die Deckungsanfrage bei Ihrer Rechtsschutzversicherung umfasst, füllen Sie einfach unverbindlich das Kontaktformular aus.
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Rechtsanwalt Enrico Weide
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