Prämienerhöhung unrechtmäßig: Geld zurück von privaten Krankenkassen

Private Krankenversicherung: Geld zurück bei unrechtmäßiger Beitragserhöhung oder Prämienerhöhung

Worum es geht bei Beitragsanpassungen

Private Krankenversicherungen bieten oft im Vergleich zu gesetzlichen Versicherungen einen umfangreicheren Service an, da ihr Leistungskatalog größer ist und sie Kosten für zahlreiche Vorsorgehandlungen einfach und problemlos übernehmen.
Um dies Aufrecht erhalten zu können, müssen private Krankenversicherungen ihre Beiträge an das Gesundheitssystem und die immer steigenden Kosten anpassen (Beitragsanpassungen). Dies führt  zu immer höherer finanzieller Belastung der Versicherten.

unrechtmäßige Beitragserhöhung oder Prämienerhöhung der PKV

Diese Beitragserhöhungen haben jedoch auch gesetzlichen Regeln bzw. allgemeinen Vertragsbedingungen zu folgen und müssen außerdem  durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht genehmigt werden. Eine Beitragserhöhung ist danach nur zulässig, wenn ein unabhängiger Treuhänder der Beitragserhöhung zugestimmt hat. Oft erfolgt dies jedoch nicht, was derzeit Inhalt einer neuen Klageflut von Versicherungsnehmern ist.

Rechtsprechung zur unwirksamen Prämienerhöhung

Bis jetzt wurden schon die AXA und die DKV von den Landgerichten Potsdam, Berlin und Frankfurt Oder wegen „nicht gegebener Unabhängigkeit des Treuhänders“ zur Rückzahlung der zu hohen Beiträge, nebst Nutzungsersatz  verurteilt.
Das Landgericht Potsdam hatte in seinem Urteil in zweiter Instanz (Az: 6 S 80/16) entschieden, dass die Beitragserhöhungen der AXA Krankenversicherung ungerechtfertigt waren, wodurch nun die Erhöhungen der AXA für die Jahre 2012 bis 2016 als unzulässig gelten.
Das Landgericht Frankfurt Oder hat am 18. Januar in einem Urteil die Beitragserhöhungen der DKV für die Jahre 2015 bis 2017 für unzulässig und somit unwirksam erklärt (Az:14 O 203/16).
Es gibt Anhaltspunkte dafür, dass auch weitere Versicherungen ihre Versicherungsbeiträge unzulässig erhöht haben, insbesondere die Signal Iduna und die Allianz.

Ein Klageverfahren, mit dem die Krankenversicherung nach Verurteilung zur Rückzahlung der Prämien Revision erhoben hat, befindet sich nun beim Bundesgerichtshof (BGH). Eine Entscheidung wird erst im Spätherbst erwartet.

Justus rät:
Wenn Sie eine private Krankenversicherung haben und als Versicherungsnehmer eine Prämienerhöhung erhalten haben, sollten Sie die Beitragserhöhungen nicht einfach hinnehmen, sondern Ihre Vertragsunterlagen durch einen unserer spezialisierten Rechtsnnwälte überprüfen lassen.

Kostenfreie Erstberatung:

Schreiben Sie uns über das Kontaktformular und laden hier ihre Versicherungsbedingungen hoch oder rufen uns direkt an. Die Erstberatung und Anfrage bei Ihrer Rechtsschutzversicherung ist kostenfrei.

Foto: © Mohammed Hassan/pixabay.com

Ansprechpartner:
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Telefon: 030-440 449 66
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Bei der Lebensversicherung handelt es sich um eine Individualversicherung, die den Tod der versicherten Person wirtschaftlich absichert. Dazu wird ein Lebensversicherungsvertrag abgeschlossen, indem vereinbart wird, dass eine bestimmte Versicherungsleistung im vertraglich vereinbarten Versicherungsfall an den Versicherungsnehmer oder einen anderen Bezugsberechtigten ausgezahlt wird. Eine Lebensversicherung kann in eine Risikolebensversicherung oder Kapitallebensversicherung unterschieden werden. Risikolebensversicherungen schützen die finanzielle Absicherung der Familienangehörigen des Versicherten, sollte dieser sterben.
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