P&R Container – Insolvenzverfahren eröffnet

Über das Vermögen des Gründers der P&R Container Gruppe wurde nun am Donnerstag (07.03.) nach einem vorläufigen Insolvenzverfahren ein endgültiges Insolvenzverfahren eröffnet. Gläubiger wurden unter Fristsetzung aufgefordert, ihre Forderungen anzumelden. Damit sind gerade auch Anleger gemeint sind, die bei Gesellschaften der P&R-Gruppe Container erworben haben.

P&R Container – Insolvenzverfahren eröffnet
P&R Container – Insolvenzverfahren eröffnet

Forderungen können ohne Anmeldung verjähren

Durch die  Eröffnung eines endgültigen Insolvenzverfahrens hat der Insolvenzverwalter nun vollständigen Zugriff auf die Vermögenswerte des Herrn Roth. Jedoch ist davon auszugehen, dass diese nur eingeschränkt vorhanden ist. Daher ist unsicher ob und in welcher Höhe eine Insolvenzquote für Gläubiger offen steht.

Durch die Anmeldung der Forderungen können die Betroffenen jedoch erstmal die Verjährung hemmen, damit mögliche Schadensersatzansprüche

Über die Anmeldung einer Forderung im Insolvenzverfahren kann allerdings eine Verjährung gehemmt werden. Ohne Anmeldung von Forderungen im Insolvenzverfahren des Gründers drohen Schadensersatzansprüche von Anlegern gegen den Gründer zu verjähren.

Sofern eine Schadensersatzforderung auf Grundlage eines Schadensersatzanspruches aus unerlaubter Handlung festgestellt wird, ist eine derartige Schadensersatzforderung auch von einer etwaigen Restschuldbefreiung ausgenommen. Aus diesem Grund kann es daher erwägenswert sein, eine Forderung in dem Insolvenzverfahren des Gründers anzumelden.

Begründung von Forderungen 

Glaubiger sollten jedoch dabei beachten, dass sie ihre Fordreungen begründen müssen. Dazu müssen sie Tatsachen angeben, auf die sie den Anspruch stützten können. Laut dem BGH müssen die Forderungen desweiteren auch hinreichend konkretisiert sein. Ansonsten besteht das Risiko, dass eine Forderung nicht anerkannt wird. Wir sind als langjährige Treihänder auch im Insolvenzrecht spezialisiert und nehmen die Insolvenzanmeldungen für Sie vor.

Schadensersatzansprüche außerhalb des Insolvenzverfahrens

Die strafrechtlichen Ermittlungen beziehen sich nicht nur auf Herrn Roth, sondern auch auf andere Verantwortliche der P&R-Gesellschaften. Deswegen könnten Anleger auch gegen andere Verantwortliche bei der P&R- Container Gesellschaften Schadensersatzansprüche haben.

Schadenersatzansprüche gegen Anlagevermittler

Möglicherweise bestehen auch Schadensersatzanspruch wegen fehlerhafter Anlageberatung oder Anlagevermittlung. Berater sind nämlich auch verpflichtet die Anleger vollständig und korrekt über Risiken einer derartigen Anlage aufzuklären und natürlich auch das wirkliche Bestehen dieser Anlage zu überprüfen. Sofern ein Berater oder Vermittler seine ihm obliegenden Pflichten verletzt hat, kann sich gegen ihn ein Schadensersatzanspruch durchsetzen lassen. Einige Anleger haben schon Anlagevermittler erfolgreich auf Schadenersatz verklagt.

Hier geht es zum Urteil des LG Erfurt (Schadensersatz wegen Falschberatung)

Verjährung beachten

Warten Sie nicht zu lange. Denn die ersten Schadenersatzansprüch könnten schon Ende 2019 kenntnisabhängig verjähren. Grundsätzlich läuft eine eine absolute 10 jährige Verjährung taggenau ab Zeichnung.

Was können Sie als Investor jetzt tun?

Melden Sie ihr Forderung aktiv im P&R Insolvenzverfahren an. Die behaupteten  “rechtlichen Unsicherheiten” der Eigentumsrechte an den Containern müssen selbstverständlich überprüft werden. Dabei sollte man nicht auf den Verwalter selbst vertrauen und bedenken, dass dieser nicht die eigenen Rechte vertritt.

Machen Sie rechtzeitig Schadenersatzansprüche gegen den Berater oder Vermittler der verlußtreichen Kapitalanlage PR Contaniner geltend.

JUSTUS rät:
Unter diesen Umständen möchten wir allen betroffenen P&R-Investoren raten, umgehend anwaltliche Hilfe zu suchen. Unsere Kanzlei konnte bereits in der Vergangenheit bei einer Vielzahl von Fällen bei Gesellschaftsbeteiligungen erfolgreich vermitteln und in Einzelfällen die Forderung auch ganz durchsetzen.

Kostenfreie Erstberatung:
Für weitere Informationen oder die kostenfreie schriftliche Erstberatung, welche auch die Deckungsanfrage bei Ihrer Rechtsschutzversicherung umfasst, füllen Sie einfach unverbindlich das Kontaktformular aus. Rufen sie gleich an und vereinbaren einen Termin.

Foto: © Gerd Altmann / pixabay.com

Ansprechpartner:
Stefanie Saßning
Rechtsanwältin
E-Mail: Sassning@kanzleimitte.de

Telefon: 030-440 449 66
Telefax: 030-440 449 56
Wolfgang Kapitza
Assessor jur. und Bankkaufmann (IHK)
E-Mail: Justus@kanzleimitte.de

Telefon: 030-440 449 66
Telefax: 030-440 449 56
Grit Rahn
Rechtsanwältin
E-Mail: Rahn@kanzleimitte.de

Telefon: 030-440 449 66
Telefax: 030-440 449 56
Knud J. Steffan
Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht
E-Mail: Steffan@kanzleimitte.de

Telefon: 030-440 449 66
Telefax: 030-440 449 56
Please follow and like us:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Mehr zum Thema

BANK- UND KAPITALMARKTRECHT225
Bank- und Kapitalmarktrecht "Es ist gut, dass die Menschen ihr Geldsystem nicht verstehen, denn sonst hätten wir noch vor morgen früh eine Revolution" Henry Ford Achtung: Absolute Verjährung, taggenau 10 Jahre ab Zeichnung bzw. Vertragsschluss  Bankrecht und Kapitalmarktrecht: Begriffsbestimmungen und rechtliche Grundlagen Das Bank- und Kapitalmarktrecht umfasst zwei in der Tradition und in der Ausformung völlig unterschiedliche Rechtsgebiete: Das Bankrecht ist ein althergebrachtes traditionelles Rechtsgebiet mit einer Fülle von Rechtsfragen vom Allgemeinen Teil des BGB bis hin zum speziellen Recht der Ausführungsverordnungen zum Kreditwesengesetz. Das Kapitalmarktrecht hingegen – als Begriff noch Anfang der siebziger Jahre des vorherigen Jahrhunderts weitgehend unbekannt – stellt in Deutschland ein vergleichsweise junges und spezielles Rechtsgebiet dar, welches in den letzten Jahren eine nahezu beispiellos stürmische und dynamische Entwicklung durchlaufen hat und sich nach wie vor in Bewegung befindet. Bankrecht Zum tief im Bürgerlichen Gesetzbuch verankerten Bankrecht gehören im Wesentlichen das Recht des Kredit- und Einlagengeschäfts der Kreditinstitute, des Zahlungsverkehrs, des Wertpapier- und Depotgeschäfts sowie die damit verbundenen Haftungsfragen, z. B. infolge fehlerhafter Beratung oder Aufklärung. Weiterhin zählen dazu das spezialgesetzlich geregelte Scheck- und Wechselrecht. Berührungspunkte bestehen insbesondere zum Handels- und Gesellschaftsrecht. Kapitalmarktrecht Kernbereiche des Kapitalmarktrechts, die Regelungen zum Insiderhandel, der Marktmanipulation, Publizitätspflichten und besondere Verhaltenspflichten für Wertpapierdienstleistungsunternehmen sind im WpHG – auch als Grundgesetz des Kapitalmarktrechts bezeichnet – verankert. Hinzu kommen das Börsenrecht, das InvG, das Prospektregime nach VerkaufsprospektG und WpPG sowie das Recht der Unternehmensübernahmen börsennotierter Aktiengesellschaften. Zahlreiche Gesetze – wie z. B. KWG, GwG, AktG, HGB oder auch das StGB – enthalten weitere für das Kapitalmarktrecht bedeutende Normen oder stehen mit diesem in unmittelbarem sachlichen Zusammenhang. Ergänzt werden die gesetzlichen Regelungen durch eine Fülle von Verordnungen, Satzungen, Richtlinien, Verwaltungsvorschriften, Mitteilungen (z. B. der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht – BaFin) und Allgemeinen Geschäftsbedingungen (z. B. Sonderbedingungen für Wertpapiergeschäfte).   Ansprechpartner: Enrico Weide, Rechtsanwalt Susanne Störmer, Rechtsanwältin Stephanie Schulze, Rechtsanwältin Knud J. Steffan, Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht