LeaseTrend AG

LeaseTrend AG – Zahlungsaufforderungen der Gesellschaft

Ähnlich wie bereits bei der Gesellschaft NL Nord Lease AG (vormals Albis Finance AG) tritt nun auch die Gesellschaft Lease Trend AG an Ihre Anleger heran und fordert dazu auf, ein angeblich negatives Abfindungsguthaben auszugleichen.

Berechtigte Zahlungsaufforderung der LeaseTrend AG?

Für Anleger stellt sich insbesondere die Frage, ob Sie der Zahlungsaufforderung der Gesellschaft nachkommen müssen.

Die Kanzlei JUSTUS Rechtsanwälte rät von einer ungeprüften Rückzahlung der erhaltenen Ausschüttungen ab. Aufgrund des Risikos, dass die Ausschüttungen nach der Rückzahlung endgültig verloren sind, sollte das anstandslose Nachkommen der Zahlungsaufforderung unbedingt vermieden werden.

Zudem gehen wir davon aus, dass die Gesellschaft keinen Anspruch auf die geforderte Rückzahlung der Ausschüttungen hat.

Die Rückforderung der Ausschüttungen der LeaseTrend AG  ist unserer Ansicht nach rechtswidrig

Ausschüttungen können grundsätzlich von den Fondsgesellschaften nicht zurückverlangt werden. Eine Ausnahme besteht nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs nur dann, wenn eine Verpflichtung zur Rückzahlung von Ausschüttungen im Gesellschaftsvertrag ausdrücklich vereinbart ist. Der Gesellschaftsvertrag der Lease Trend AG schließt einen unmittelbaren Anspruch der Fondsgesellschaft auf Rückforderung von Ausschüttungen unserer Ansicht nach sogar explizit aus.

Für eine zeitnahe Erstberatung durch einen Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht rufen Sie uns gleich an oder füllen Sie unser Kontaktformular aus.

Ansprechpartner:
Stefanie Saßning
Rechtsanwältin
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GESELLSCHAFTSBETEILIGUNGEN: ALBIS, CIS, CSA, U.A.83
Gesellschaftsbeteiligungen



"Niemals dürft ihr so tief sinken, von dem Kakao,
durch den man euch zieht, auch noch zu trinken."

Erich Kästner


Die Gesellschaftsbeteiligung als Anlageform:


Gesellschaftsbeteiligungen kommen meist als atypische stille Gesellschaftsbeteiligungen oder als Kommanditbeteiligungen vor. Bei letzeren unterscheidet man noch zwischen mittelbaren (über einen Treuhänder) und unmittelbare Kommanditbeteiligungen.

Bei sämtlichen Formen der Gesellschaftsbeteiligung muss sich der Gesellschafter die Gewinne und eben auch die Verlußte der Gesellschaft zurechnen lassen. Es wird ein sogenanntes Kapitalkonto geführt, auf dem sämtliche Einlagen des Gesellschafters und die Gewinne und meist Verlußte der Anlagegesellschaft gebucht werden.
Die Beteiligungsverträge weisen in der Regel lange Laufzeiten von 10 bis zu 30 Jahren auf und eine vorzeitige Kündigung ist entweder nicht möglich oder an pauschale Schadensersatzansprüche (sog. Ausgleichszahlungen) geknüpft.


Verjährung von Ansprüchen: 10 Jahre nach Zeichnung ist Schluss, § 199 Abs. 3 Nr. 1 BGB

Jeder, wirklich jeder Gesellschafter/Anleger sollte die Verjährungsfristen von Schadenersatzansprüchen im Auge behalten.
Taggenau 10 Jahre nach Zeichnung bzw. Beitritt zur Gesellschaft verjähren sämtliche Schadenersatzansprüche, die ein Gesellschafter z.B. aus Falschberatung gegen Berater, Treuhänder oder Gründungsgesellschafter zustehen können. Dies unabhängig von der Kenntnis des Anlegers/Gesellschafters.
Da der Schadenersatz durch Rückabwicklung der Gesellschaftsbeteiligung oft der einzige Weg ist, keine erheblichen Verlußte zu erleiden sollte jeder Anleger seine Kapitalanlagen vor Ablauf dieser Frist durch einen Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht prüfen lassen.
Meist erhalten nämlich die Anleger erst kurz nach Ablauf dieser Frist die verheerende Nachricht durch Berater oder Kapitalanlagegesellschaft, dass sämtliche Einlagen durch Verluste der Gesellschaft aufgezehrt sind und/oder vereinbarte Auszahlungen nicht möglich sind.