DSS Vermögensverwaltung AG & Co. Premium KG AG – extrem niedriges Auseinandersetzungsguthaben

DSS Vermögensverwaltung GmbH & Co. 1. KG – extrem niedriges Auseinandersetzungsguthaben

Wenn Anleger vor oder nach 10 Jahren Beitragszahlung Verluste über 50 Prozent erleiden, sollten sie dies nicht auf sich sitzen lassen.

DSS Vermögensverwaltung AG & Co. Premium KG AG weist enorme Verluste vorDie DSS Vermögensverwaltung AG & Co. Premium KG AG lockte die Anleger mit Versprechungen wie 105 % Kapitalgarantie und 75%-igen Gewinnhöchststandsgarantie an. Diese Versprechungen leiten die Anleger jedoch in die Irre. Die Garantie bezieht sich nämlich nicht auf das vom Anleger investierte Geld, sondern auf die Investitionen der Gesellschaft. Seit 2013 muss die DSS Vermögensverwaltung AG & Co. Premium KG nun einräumen, dass die Gesellschaft große Verluste erlitten hat.

DSS Vermögensverwaltung GmbH & Co. 1. KG – hohe Verluste für Anleger

Schockierende Zahlen bei der Abrechnung von dem Auseinandersetzungsguthaben

DSS Vermögensverwaltung GmbH & Co. 1. KG versandte an ihre Kunden in der der letzten Zeit Abrechnungen von dem Auseinandersetzungsguthaben als simple Excel-Tabelle. Oft zeigte diese Tabelle schockierende Verluste von über 50 Prozent, welche im Gegensatz zu dem standen was die Vermittler den Anlegern versprochen hatten.

Wichtig: 10-Jahresfrist beachten

Generell gilt für die Verjährung von Schadensersatzansprüchen gem. § 199 BGB eine Frist von 10 Jahren. Wenn bei Ihnen die 10 Jahresfrist noch nicht abgelaufen sein sollte, suchen Sie sich unbedingt sofort einen Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht auf um Ihre Ansprüche auf Schadensersatz wegen Falschberatung durchzusetzen.

Chancen nach Ablauf der Frist

Selbst wenn die Frist bei Ihnen schon abgelaufen sein sollte, bestehen, wenn Ihnen Sicherheiten im Zusammenhang mit einer Beteiligung an einem geschlossenen Fonds oder einer atypischen stillen Beteiligung versprochen wurden,  noch Chancen in Fällen von Fehlberatung  etwas gegen die hohen Verluste unternehmen zu können. Denn durch die unzulässige Risikobeschönigung, besteht nun für Sie das Risiko des Totalverlustes des investierten Kapitals, was Sie als solches nicht hinnehmen müssen (BGH, u.a. Urteil vom 06.12.2012, Az. III ZR 66/12) .

Ein solcher Anspruch könnte sich außerdem daraus ergeben, dass die empfohlene Anlage vom Berater fälschlicherweise als „sicher“ vermittelt wurde (BGH, Urteil vom 19.10.2006, Az. III ZR 122/05).

Verschiedene Schadenersatzansprüche verjähren zu unterschiedlichen Zeitpunkten. Nach unserer Auffassung bestand ab einem späteren Zeitpunkt (2013) eine Aufklärungspflicht der Gründungsgesellschafter, so dass Sie Anspruch auf Rückzahlung der geleisteten Raten haben könnten.

Außerordentliches Kündigungsrecht durch Fehlberatung

Wenn die Aufklärungspflicht bei einer Ratenzahlungsvereinbarungen verletzt wurde, sollte versucht werden sie zu widerrufen oder letztendlich zu kündigen. Anleger, die bei der Beratung arglistig getäuscht wurden durch Fehlberatungen, haben sogar ein außerordentliches Kündigungsrecht.

Beachten Sie, dass auch nach der Beendigung der Beteiligung,  die vorgenommene Abrechnung von DSS Vermögensverwaltung AG & Co. von einem Fachanwalt oder einem Steuerberater geprüft werden sollte.

Justus rät:
Anleger der DSS Vermögensverwaltung AG & Co. Premium KG AG sollten umgehend einen Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht aufsuchen, um ihre Ansprüche gegen Berater und Initiatioren der Gesellschaft prüfen zu lassen.

Für die schriftliche Erstberatung, welche auch die Deckungsanfrage bei Ihrer Rechtsschutzversicherung umfasst, wenden Sie sich üner das Kontaktformular an uns senden es zusammen mit den Zeichnungsscheinen und den wesentlichen Unterlagen zu.

Die Erstberatung ist für Sie kostenlos. Gern können Sie sich auch sofort unverbindlich per Email oder Telefon an uns wenden.

Foto: © Daniel Reche/pixabay.com

Ansprechpartner:
Wolfgang Kapitza
Assessor jur. und Bankkaufmann (IHK)
E-Mail: Justus@kanzleimitte.de

Telefon: 030-440 449 66
Telefax: 030-440 449 56
Grit Rahn
Rechtsanwältin
E-Mail: Rahn@kanzleimitte.de

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Knud J. Steffan
Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht
E-Mail: Steffan@kanzleimitte.de

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Ansprechpartner:


Enrico Weide, Rechtsanwalt
Susanne Störmer, Rechtsanwältin
Stephanie Schulze, Rechtsanwältin
Knud J. Steffan, 
Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht