ALBIS Finance AG/Centauri GmbH/NordLeas AG: Übernahme der Centauri GmbH, Schadenersatz, Liquidation

ALBIS Finance AG und ALBIS Capital AG & Co. KG: Anleger sollten ihre Möglichkeiten sondieren, bevor sie ihre Einlagen weit unter Wert verkaufen oder einer Liquidation der Gesellschaft zustimmen.

Albis Unternehmensstruktur:

Die ALBIS Finance AG, zur ALBIS Leasing Gruppe gehörend, versteht sich als Finanzdienstleister für mittelständische Unternehmen und als Dachgesellschaft für verschiedene, sich auf spezielle Leasinggeschäfte konzentrierende Leasinggesellschaften. Hauptgeschäft ist die Vermittlung von Leasingverträgen an mittelständische Unternehmen zur Finanzierung von Maschinen, Einrichtungen und dergleichen.
Zu den ALBIS Leasinggesellschaften zählen nach eigenen Angaben: ALBIS HiTec Leasing AG, ALBIS Fullservice Leasing GmbH, ALBIS AutoLeasing, UTA Leasing GmbH, ALBIS Versicherungsdienst GmbH, ALBIS Mobil Lease GmbH, EuroKaution Service EKS GmbH, Gallinat-Bank AG, Gallinat-Leasing GmbH.

Auch die ALBIS Capital AG & Co. KG wird noch(Stand: 11.09.2012) auf der Website der ALBIS Finance AG unter „unsere Spezialisten für Sie“ als zur Unternehmensgruppe gehörende Gesellschaft zur „Ergänzung des Refinanzierungsmix mittelständischer Leasingunternehmen“ aufgeführt, obwohl die ALBIS Capital AG & Co. KG auf ihrer eigenen Seite schon keinen Hinweis mehr auf ihre ehemalige Zugehörigkeit zur ALBIS Leasing Gruppe führt.

Gesellschaftsbeteiligungen an der Albis Finance AG oder Albis Capital:



Dass eine Refinanzierung der Leasingunternehmen nötig war, sprach an sich schon für wirtschaftliche Probleme. Dass die ALBIS Capital AG & Co. KG nun nicht mehr zur Unternehmensgruppe der ALBIS Leasing AG gehören soll und bei der ALBIS Finance AG wohl nur noch versehentlich aufgeführt wird, lässt auf Ungereimtheiten und wirtschaftliche Schieflagen sowohl bei der ALBIS Finance AG als auch der ALBIS Capital AG & Co. KG schließen. Für Anleger dieser Gesellschaften, die sich z.B. als atypisch stille Gesellschafter beteiligt haben, sind mögliche Folgen z.B. dass Ausschüttungen zurückgehalten werden oder auf lange Sicht gar eine Liquidation angestrebt wird.

25 % Übernahmeangebot der Centauri Beteiligungs GmbH, Liquidation und Schadenersatz:
Beteiligung an der NordLeas AG:
Gesellschafter der NordLeas AG bekommen derzeit Übernahmeangebote der Centauri Beteiligungsverwaltungs GmbH.
Anleger, denen Übernahmeangebote von unter 25% des Beteiligungswertes zugehen, oder die gar um Zustimmung zur Liquidation der Gesellschaft gebeten werden, sollten sich zuvor Rat bei einem Spezialisten für Bank- und Kapitalmarktrecht über die Folgen und über ihre weiteren Möglichkeiten einholen. Denn die Zustimmung zur Liquidation kann zum Teil- oder Totalverlust der Einlage führen. Und eine Veräußerung der Einlage, evtl. unter Abtretung sämtlicher Ansprüche gegen die Gesellschaft oder die Einlagenvermittler, befreit nicht vollständig von einer Haftung falls der Erwerber zahlungsunfähig wird.

Schadenersatz gegen NordLeas, Albis oder den Berater:
Ferner sind in vielen Fällen Schadenersatzansprüche wegen Falschberatung gegen den Berater oder die Gesellschaft selbst durchsetzbar. DerAnlager hat dann – auch gegen die Gesellschaft – den vollen Anspruche auf Rückzahlung sämtlicher Einlagen, Agio und Zinsen. Der Anleger muss in diesen Fällen so gestellt werden, wie er stehen würde, wenn er nicht unterschrieben hätte.

Für die schriftliche Erstberatung, welche auch die Deckungsanfrage bei Ihrer Rechtsschutzversicherung umfasst, drucken Sie bitte einfach das Auftragsformular für geschädigte Kapitalanleger aus und senden es ausgefüllt, zusammen mit den Zeichnungsscheinen und den wesentlichen Unterlagen zu. Für die Erstberatung entsteht Ihnen eine Gebühr in Höhe von netto 80,- €. Gern können Sie sich auch unverbindlich per Email oder Telefon an uns wenden.


Ansprechpartner:
Rechtsanwältin Susanne Störmer
Rechtsanwalt Knud J. Steffan
Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht
JUSTUS Rechtsanwälte & Steuerberater
Eberswalder Straße 26
10437 Berlin

Ansprechpartner:
Grit Rahn
Rechtsanwältin
E-Mail: Rahn@kanzleimitte.de

Telefon: 030-440 449 66
Telefax: 030-440 449 56

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"Niemals dürft ihr so tief sinken, von dem Kakao,
durch den man euch zieht, auch noch zu trinken."

Erich Kästner


Die Gesellschaftsbeteiligung als Anlageform:


Gesellschaftsbeteiligungen kommen meist als atypische stille Gesellschaftsbeteiligungen oder als Kommanditbeteiligungen vor. Bei letzeren unterscheidet man noch zwischen mittelbaren (über einen Treuhänder) und unmittelbare Kommanditbeteiligungen.

Bei sämtlichen Formen der Gesellschaftsbeteiligung muss sich der Gesellschafter die Gewinne und eben auch die Verlußte der Gesellschaft zurechnen lassen. Es wird ein sogenanntes Kapitalkonto geführt, auf dem sämtliche Einlagen des Gesellschafters und die Gewinne und meist Verlußte der Anlagegesellschaft gebucht werden.
Die Beteiligungsverträge weisen in der Regel lange Laufzeiten von 10 bis zu 30 Jahren auf und eine vorzeitige Kündigung ist entweder nicht möglich oder an pauschale Schadensersatzansprüche (sog. Ausgleichszahlungen) geknüpft.


Verjährung von Ansprüchen: 10 Jahre nach Zeichnung ist Schluss, § 199 Abs. 3 Nr. 1 BGB

Jeder, wirklich jeder Gesellschafter/Anleger sollte die Verjährungsfristen von Schadenersatzansprüchen im Auge behalten.
Taggenau 10 Jahre nach Zeichnung bzw. Beitritt zur Gesellschaft verjähren sämtliche Schadenersatzansprüche, die ein Gesellschafter z.B. aus Falschberatung gegen Berater, Treuhänder oder Gründungsgesellschafter zustehen können. Dies unabhängig von der Kenntnis des Anlegers/Gesellschafters.
Da der Schadenersatz durch Rückabwicklung der Gesellschaftsbeteiligung oft der einzige Weg ist, keine erheblichen Verlußte zu erleiden sollte jeder Anleger seine Kapitalanlagen vor Ablauf dieser Frist durch einen Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht prüfen lassen.
Meist erhalten nämlich die Anleger erst kurz nach Ablauf dieser Frist die verheerende Nachricht durch Berater oder Kapitalanlagegesellschaft, dass sämtliche Einlagen durch Verluste der Gesellschaft aufgezehrt sind und/oder vereinbarte Auszahlungen nicht möglich sind.